Rattazong, weg ist der Balkon..

ne, der Balkon nicht, aber unsere Terrasse. Als wir vor 30 Jahren dieses Haus gebaut haben, hatte ich mich in Cotto Fliesen verliebt. Obwohl der Fliesenmensch mir klipp und klar erklärt hatte, dass die Dinger keinen Bestand haben, jedenfalls nicht in unserem Klima, mussten sie es doch sein. 40 qm wurde sie groß, damit auch ja alle Oleander und all die anderen Pflanzen, die mein lieber Mann, der Mann mit dem grünen Daumen, so angeschafft hatte. (So ziemlich alle dieser Pflanzen sind aus Stecklingen selbst gezogen.)

Immerhin, fast 30 Jahre haben die Cottofliesen ausgehalten. Jetzt aber wurden sie unansehnlich. Was tun? Ein lieber Freund unseres jüngsten Sohnes, ist Fachmann für Feuchtes. Feuchte Wände, schimmelige Ecken, marode Hauswände. Er bietet hier in unserem Wohnort über die Firma „Naturwerk“ biologische Farben, Estriche und Putze  an. Und natürlich die dazugehörigen  Arbeitsmaßnahmen. Damit er sein Produkt auch im Ausland verkaufen kann, habe ich ihm vor Jahren seine Produktbeschreibungen und alles was dazugehört ins Englische übersetzt, natürlich kostenlos, denn 1. war er ein Freund meines Sohnes und 2. war seine Firma gerade im Aufbau begriffen. Da macht man so etwas einfach nicht.

Nun gut. Er kam und schaute sich den Kram an. Bäh, die Hauswände sind auch feucht. Da muss man was tun. Das Mörtelbett unter den Fliesen ist nass und das drückt an die Wände.

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Seht Ihr was ich meine?

Also ließen wir einen Kostenvoranschlag vom Fliesenleger machen. Der hat uns fast umgehauen. Der wollte allein für 20 qm schon 1500,00 Euro für das Weghauen der Fliesen, noch einmal 500 für das Bringen auf die Mülldeponie.

Wir haben geschluckt. Wir hatten noch Fliesen, also wurde Flickschusterei in Erwägung gezogen. Die paar Platten konnte mein Mann ja wegmachen….

Der Freund meines Sohnes – ich nenne ihn jetzt mal Max – kam, klopfte alle in Frage kommenden Fliesen ab, sie klangen verdächtig hohl und zeichnete sie an. Oh, wie schön, er konnte uns sogar einen Bohrhammer leihen. (Braucht er wohl in seinem Geschäft). Also hat sich mein lieber Mann am nächsten Tag an die Arbeit gemacht. Abends waren die ersten 3qm schon weggeschlagen. Auf meine Frage, ob das sehr anstrengend war (mein Mann ist auch schon fortgeschrittenes Semester) erklärte er, dass es nicht so schlimm sei.Da reifte in mir ein Gedanke:

Keine Flickschusterei, wenn er es allein wegmachen und entsorgen kann, dann reicht das Geld auch für eine neue Terrasse. Gesagt, getan.

04.23.2016-1aAm zweiten Tag hatte „Presslufthammer Bernhard“ schon die lange Seite in Angriff genommen. Nach Beendigung seiner täglichen Mühen wurde der „Kram“ dann zum Wertstoffhof gebracht. Ein Container hätte auch nur wieder viel Geld gekostet und der Wertstoffhof nimmt eh nur kleinere Mengen kostenlos an.

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„Ganz gemütlich“ hat er gemacht, mein Mann. Aber innerhalb von 14 Tagen war alles passiert.DSC08034-4a

Schlußendlich war nur noch dieser kleine Steg übrig. Lächerlich – zack, ich kam vom Reiten zurück – war er auch schon verschwunden. Nun sieht es überall so gemütlich aus!

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Nachdem die Betonplatte vom Schutt befreit war, strahlt sie uns jetzt grellweiß an. Nun, auch das geht vorüber. Wie es weitergeht? Ich werde Euch darüber berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Novembergarten

Die Sonne scheint. Der Himmel ist wunderbar blau. Fast keine Wölkchen. Nur ein richtig kalter Wind erinnert daran, dass bereits November ist.

Von meiner Schwiegermama erhielt ich noch ein paar Ableger von Erdbeeren. Sie versicherte mir, dass ich diese auch jetzt noch einpflanzen könne. Ich bin gespannt, ob sie über den Winter erfrieren oder ob ich tatsächlich nächstes Jahr ernten darf.

Das eine Quadratbeet ist ja schon seit einiger Zeit leer. Noch ein wenig frische Erde darauf, aus den Kübeln, in denen die Kartoffeln wuchsen, und hinein mit den Erdbeerpflanzen. Zwei der drei Reihen sind nun mit Erdbeeren belegt.

Weiter im Text mit dem schmalen Beet am Traktorunterstand. Dort haben die letzten Romanesco- und Brokkolipflanzen zwar Blätter ausgebildet aber fast keiner hat mehr einen Kopf bekommen.

Aus der linken Hälfte habe ich alle Pflanzen entfernt. Anschließend hackte ich das Beet, was ziemlich anstrengend war, denn es war einiges an Gras hinein gewachsen.

Auf der rechten Hälfte stehen noch einige Broccolipflanzen, die ich erst abernten und einfrieren muss.

Weiter ging es mit der Terrasse. Der Kürbisgeist hatte das Zeitliche gesegnet und bevor er sich entschließt, davonzufließen, musste er auf den Kompost. Als die Terrasse aufgeräumt war, hängte ich gemeinsam mit Junior auch das Vogelfutterhaus auf. Jeden Winteranfang überlege ich mir, dass so ein schönes großes Futterhaus auf einem Ständer doch prima wäre für unsere Terrasse. In letzter Konsequenz fallen mir aber leider immer genügend Dinge ein, die ich mit dem Geld besser besorgen sollte. Also hängt es wieder, das kleine Futterhaus. Wozu die Pressbändel aus dem Stall nicht nützlich sind….
Jedenfalls können die Piepmätze jetzt kommen. Es ist angerichtet.

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Übrigens ist es schon faszinierend: die Rosen blühen immer noch!

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Auch die ersten Dahlien habe ich nun endlich aus der Erde geholt. In der Garage dürfen sie abtrocknen, dann wandern sie in den Keller.

Die niedrige rote Dahlie steht beim Grill am Kamin. Die mittelgroße, die nicht blühte, daneben. Sie zerfiel beim herausnehmen in zwei Teile. Fire and ice, die über den Sommer auch ein ganz schöner Prügel wurde, ist die dritte auf dem Grill. Vielleicht, liebe Elke, falls du das hier liest, meldest du dich noch einmal, wenn du noch tauschen möchtest.

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Und noch ein Stück

Nachdem die Gesundheit der Familie wieder normal ist und das Wetter heute einfach zum Garteln einlud, machte ich dort weiter, wo ich neulich aufgehört hatte. Bis ums Eck ist das Terrassenbeet nun wieder einigermaßen schön. Es ist noch viel zu tun.

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Und noch ein paar Blütenbilder, um zu verdeutlichen, daß in meinem Garten auch noch ein Hauch mehr wächst als Unkraut…

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