Ende der Faulenzerei!

… hieß es nun auch für Zwergi. Nach acht Wochen gammeln muss es nun hier mit der Ausbildung weiter gehen. Die Woche in Kurzform:

Montag: 20min Schritt und Trab nur am Kappzaum. Dehnt sich linksherum super ab, rechts herum nicht so gut wie Links. Übergänge kommen problemlos durch. Kommandos zum Halt vor dem Handwechsel auf beiden Seiten jeweils perfekt geschlossen gestanden. Sehr entspannt.

Dienstag: Erst mal wieder das Gleichgewicht unter dem Reiter suchen gegangen. Ein kleiner Durchstarter, war aber sofort wieder bei mir. Meist Schritt, aber auch ein klein wenig Trab. 20 Minuten insgesamt

Mittwoch: Sie hatte heute wohl etwas schlechte Laune 😉, ein zwei Mal den Hintern einen Hauch gelupft, aber total easy. Insgesamt sehr brav. 30 Minuten insgesamt

Donnerstag: Freilaufen. Ziemlich Gas gegeben und auch gebockt.

Freitag: 20 min recht gut, auch schon fleißiger als letztes Mal. Dann betrat Buddy den Platz und Zwergi vergaß, dass sie einen Vorwärtsgang hat. Auf Schenkel oder Antippen gab es nur noch unwilliges Kopfschütteln oder rückwärts. Letzteres erstaunlich im Gleichgewicht. Wir haben uns dann von Buddy einsammeln lassen und sind noch ein paar Runden gemeinsam Schritt gegangen. Sattel rutscht auch mit der Decke ohne Felleinsatz leicht nach vorne, aber nicht mehr so stark.

Samstag: Im Schritt und Trab. Ein Cavalletti in den Weg gestellt. Außerdem wieder Berühren mit der Longierpeitsche an der Hinterhand geübt.

Sonntag: Madame haben sich das mit dem Stehenbleiben und Rückwärtsgehen gemerkt und wollten es gleich noch mal probieren, nachdem sie die ersten Minuten super brav getrabt war. Auf Schenkeldruck oder Gerte ging dann der Hintern deutlich hoch 😳. Eine Helferin hat dann ein wenig von unten nachgetrieben und Zwergi hat dann doch recht schnell beschlossen, dass sie wieder vorwärts traben kann. Dann noch schön.

Hey schlöppt..

Ihr seid sicher schon ganz gespannt auf einen Bericht von unserem Mecki. Wir waren etwas mehr als 1 Woche zum Skilaufen – Minchen hat ja davon berichtet – und in dieser Zeit hat ihn unser lieber Nachbar aufs Beste versorgt. Er, Mecki, hat jeden Tag einen Katzenfutterbecher mit Fertigfutter und einen mit Nassfutter vernascht. Der Herr Nachbar, der zunächst sehr skeptisch war und große Sorge hatte, dass Igelchen womöglich unter seiner Curatel eingehen würde, hatte riesigen Spass daran zu sehen, dass Letzterer immer pummeliger wurde. Als wir nach unserer Rückkehr noch bei ihm hineinschauten, war er im großen Abteil und man konnte seine Möppligkeit gut erkennen. Leider hatte ich keinen Photo dabei. Jetzt liegt er wieder in dem engen Teil und man kann es nicht sehen. Seit vorgestern hat er aber nur sehr wenig gegessen. Sein Atem ist sehr ruhig. Es sieht so aus als schliefe er. Mal sehen. Wir werden jeden Tag nach ihm schauen. Verhungern wird er nicht. Herr Nachbar hat schon nachgefragt, ob Mecki schon nach ihm gefragt hat. Hier mal ein Bild.

Ganz und garnicht schlafen tut unsere Plumeria. Sie blüht und blüht. Auch davon ein Bild.

Jedenfalls 2 erfreuliche Dinge in dieser düsteren Zeit. Die Sonne im Grödnertal hat unserer Psyche sehr gut getan. Sie darf hier auch gern wieder einmal scheinen. Es kann ja ruhig kalt sein. Dagegen kann man etwas tun.

Endlich fertig..

ist der neue weihnachtliche Wandbehang. Ich hatte das pattern gesehen und als begeisterter Schottenfan (ich meine die Hunde, die Anderen mag ich auch) MUSSTE ich es sofort bestellen. Dabei habe ich überhaupt nicht auf die Abmessungen geachtet. Ich ging davon aus, dass es ein kleinerer Behang würde. Ha, Pustekuchen. Ich bin fast in Ohnmacht gefallen, als ich die Riesenschnittteile sah. Schotten fast in Lebensgröße! Na Prost Mahlzeit. Eigentlich hatte ich das Teil ja aus Resten machen wollen, aber nun durfte ich erst einmal passende Stoffe bestellen. Die Wauzis sind alle in unterschiedlich gemustertem Schwarz. Und dann der Riesenlappen für den Hintergrund und die Rückseite. Also bis letzten Weihnachten habe ich es nicht geschafft. Aber jetzt ist er fertig.

Ich finde diese Rasse genial getroffen. Den Weihnachtsbaum werde ich nach Weihnachten noch ein wenig quilten, dann schlägt er keine Blasen mehr.

Ja, und weil ich ja sonst auch nichts zu tun habe, habe ich mir noch einen kleinen Igel, ihr kennt ihn schon, den Mecki aufgeladen. Da muss einmal am Tag geputzt und gefüttert werden. Aber es lohnt sich. Als wir Mecki fanden, war er nur 400 g schwer. Nicht fett genug, um zu überleben. Am Sonnabend, er war wach, haben wir ihn gewogen. Ich habe ihn kaum aus der Seitenkammer des Igelhauses herausbekommen. Seht selber,

530 g wiegt das Kerlchen jetzt. Schaut mal auf den alten Bildern, da war ein Finger Platz zwischen Wand und Igel. Jetzt kann man ihn nur von vorn und hinten rausnehmen. Jedenfalls rollt er sich nicht mehr zusammen. Guckt ganz vorsichtig alles an. Auch von der Waage ist er nicht gesprungen. Na ja, er hat ja auch nichts zu tun. Vom Fressnapf bis zum Schlafplatz, hin und zurück, höchstens 20 cm. Da soll er wohl zunehmen. Und das Menü ist abwechslungsreif. Rührei, Katzenfutter und Igeltrockenfutter mit Würmern. Ich bin mehr als glücklich, dass unsere Planung so aufgeht.

Igelalarm Fortsetzung

Um es gleich vorweg zu nehmen, unserem Igel geht es gut. Da es aus dem Haus ziemlich übel stank, haben wir mal gründlich sauber gemacht. Das hat dem schlafenden Kerlchen nicht so gefallen. Er ist aufgewacht. Wir haben gleich die Gelegenheit genutzt, ihn herausgehoben und gewogen. Als er zu uns kam wog er 400 g. Jetzt waren es 445. Das ist doch schon mal was. Innerhalb von 24 Stunden frißt er zwei so Katzennäpfe.

Dann hatte ich ja noch versprochen ein Bild von unserer hawaiianischen Plumeria einzustellen. Die erste Blüte ist verblüht, aber es kommen noch mehr.

Und jetzt schaut euch mal diese Pracht an.

Ja und vom Vogelhaus gibt es auch Neues zu berichten. Wir hatten, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich es nicht glauben, eine „Invasion“ von 4 Eichelhähern. Leider konnte ich sie nicht erwischen. Ich glaube aber, dass zumindest zwei immer wieder herkommen um sich ihre Bäuchlein vollzustopfen. Der Eine fühlt sich hier schon so sicher, dass er auf das Dach des Hauses fliegt. Das sind schon prächtige Tiere.

Und Gott sei Dank gibt es wieder Blaumeisen. Und Goldammern waren auch auf der Durchreise. Ich glaube jedenfalls, dass es welche sind. Lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Ja und was hämmert denn da? Ach nee, ein Specht. Hämmert in unserem Flieder. Der war aber schon lange nicht mehr da. Wie schön.

Ja und heute war er gleich wieder zum Schmausen da. Vielleicht kommt er jetzt wieder öfter. Das würde mich sehr freuen,

Wir haben beschlossen, dem Igelchen einen Namen zu geben. Es gibt /gab da mal einen Maler namens

C. Fischer. Der hat dieses wunderbare Aquarell gemalt. Damals hatte er noch Hände.

Viele von uns „Alten“ werden seine Geschichten von Mecki aus der Hörzu noch bekannt sein. Es war immer die letzte Seite. Diese Komiks hat er, nach dem kriegsbedingten Verlust seiner Arme /Hände , mit dem Mund gemalt. Aus diesem Grunde heißt das Igelchen jetzt „Mecki“.

Igelalarm!!!!!!!!!!!!!!!!

So sah es diese Woche Donnerstag bei uns aus.

Als „min Öllen“ endlich fertig war mit Schneeschippen, fertig im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Schnee war sehr nass und schwer, er hatte sich noch nicht einmal ausgezogen, als die Hunde, die immer noch draußen waren, plötzlich anfingen wie wild zu bellen. So klingt es eigentlich nur bei Igelalarm. Bei uns im Garten war er nicht, denn sie sprangen wie verrückt am Zaun hoch. Wir also nichts wie Schuhe angezogen, das gelbe Igelhandtuch geschnappt und auf die Einfahrt. Vor lauter Aufregung hab ich natürlich den Photoapparat vergessen. Leider. Denn da tüffelte ein winziges Igelchen über die weißen Schneemassen.

Wir haben ihm sogleich das Handtuch übergeworfen und ihn aufgenommen. Der hat sich nicht einmal zusammengerollt. Ich konnte ihn noch ein wenig an die Nasenspitze tupfen. Also ab mit ihm zum Igelhaus damit er was futtern kann.

Dieses Mal haben wir die Eingangstür mit einem Stein verschlossen, so dass er nicht rauskonnte und haben erst einmal beratschlagt, was wir weiter mit ihm machen. Ihn seinem Schicksal zu überlassen kam nicht in Frage. Das würde ja einem Todesurteil gleichkommen, denn er war federleicht. Und wenn ein Igel um diese Jahreszeit nicht schläft, dann ist er nicht dick genug und überlebt es nicht.

Wir haben im Netz nach Igelstationen gesucht. Keine auch nur innerhalb von 20 km.Bei den Straßenverhältnissen kam ein weiter Weg nicht in Frage. Bei der Tierärztin angerufen. Die wußte auch nichts. „Machen Sie es doch selber.“

Nun haben wir das Kerlchen erst einmal gewogen. Unter 500 g. Wir haben Laub im Garten aufgeklaubt und zum Trocknen an den Kamin gelegt. Damit haben wir dann das eine Fach des Igelhauses ausgelegt und haste nicht gesehen, zwei Stunden später war der eine Futternapf fast leer und das Igelchen hatte es sich im Laub gemütlich gemacht und schlief.

Weil noch wieder Platz war, haben wir das Fach mit Laub aufgefüllt, ihn quasi damit zugedeckt und noch einen Styroporkarton auf das Dach gestülpt.

Am nächsten Tag, in der Nacht hatte es wieder geschneit, haben wir gleich morgens nach dem Lütten geschaut. Er hat gepennt. Sich nicht gerührt, aber er lebte, man sah ihn atmen. Die Futternäpfe waren beide leer und das Wasser (Gott sei Dank nicht gefroren) war auch weniger geworden. Außerdem lachte uns eine gutgeformte „Wurst“ an. Wir machten alles sauber und füllten auf.

Am Abend schauten wir wieder nach ihm. Alles ratzeputz leer gefressen. Leider ist das Bild etwas unscharf.

Die blankgeputzten Näpfe kann man aber gut erkennen. Das kleine Tierchen schlief wieder fest.

Also haben wir wieder geputzt, Laub und Futter nachgefüllt und ihn schlafen lassen. So lange das Wasser nicht gefriert werden wir ihn unbesorgt draußen lassen können. Wenn er mal wach ist, wenn wir kommen, werden wir ihn wiegen. Viel Kalorien kann er ja nicht verbrennen, denn er kann ja nicht viel rumlaufen. Nur zum Fressnapf und die proteinreichen Würmer werden ihn schon mästen. In der freien Natur haben sie es auch nicht wärmer. Fortsetzung folgt.

Herbstgedanken

Der Nebel steigt, es fällt das Laub, schenk ein den Wein, den holden,

wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja, vergolden…..

Draußen ist es schier unerträglich grau und düster. Wenn man am Morgen schon das Licht anmachen muss. Hoffentlich hört das bald mal wieder auf.

Die übrige Situation im Land ist genauso „wunderschön“. Hach, wie freu ich mich über die vielen klugen Leute in Deutschland, die vielen kompetenten Politiker etc, etc….

Um dann doch nicht ganz in Depression zu verfallen, habe ich ein paar Gäste unseres Gartens hervorgezaubert. Da ist einmal der Herr Buntspecht. Seitdem das Biotop in unserer Straße von einem zur obigen Sorte gehörenden Menschen zerstört worden ist, kommt er leider nur noch selten. Aber einmal habe ich ihn schön erwischt.

Im September blühte dann der Efeu in Nachbars Garten traumhaft. Das fanden auch die Schmetterlinge. Bei Sonnenschein fanden sich bestimmt 50 davon auf den Blüten. Ein herrliches Bild.

Es waren aber nicht nur Pfauenaugen. Nein, es gab auch Admirale.

Und seit Herbstbeginn schaut der Herr/die Dame Eichelhäher regelmäßig hier vorbei. Man fühlt sich hier inzwischen so sicher, dass man sich in aller Ruhe den Bauch mit Nüssen vollhaut. Man äugt auch schon nicht mehr panisch nach links und rechts. Man fliegt auch nicht mehr gleich weg, wenn ein Auto vorbeifährt. Wir freuen uns immer sehr, wenn uns dieser Gast besucht.

Ja und dann ist ja auch Vorweihnachtszeit. Und so musste ich unbedingt noch ein paar Pottlappen anfertigen. Die Stoffe hatte ich noch in meinem Fundus. Der muss ja auch mal kleiner werden. Zum Herstellen gibt es auf you tube ein nettes video von einem Original Amishen, ach ja, ich vergaß, das Muster heißt „Folded Amish Star“. In diesem Video wird mit Fingerpressing, nicht mit Bügeln gearbeitet. Der Produzent hat nämlich kein Bügeleisen. Ja und einen Zirkel hat er auch nicht, deshalb sucht er einen passenden Kochtopfdeckel. Ich habe hier ja schon einmal über die Amishen berichtet. Die Überzeugten benutzen keinerlei technische Hilfsmittel. Nur die gute alte Singer Nähmaschine, die mit Fußpedal und unkaputtbar.

Ich hoffe, Ihr habt ein klein wenig Freude an den Bildern. Schöne Woche!

Nun wird es aber Zeit…

dass ich mal wieder von mir hören lasse. Ich habe hier eine sehr gemischte Sammlung vom letzten Sommer. Genauso gemischt, wie der gesamte Sommer war.

„Min Öllen“ hatte, nur um es einmal auszuprobieren, Zuckermais in Töpfen ausgesät. Der ist auch hervorragend gediehen, was uns natürlich große Freude bereitete. Noch mehr Freude machte uns allerdings die Entdeckung dieser Winzlinge.

Und es waren nicht die Einzigen, die es fröhlich in unserem Mais trieben. Mindestens einer befand sich in jeder Blattachsel. Das läßt für das nächste Jahr hoffen.

Damit unsere Vögel auch ja genug Sonnenblumenkerne finden, hat „Min Öllen“, ihr wißt schon, dass ist der Mann mit dem grünen Daumen, Sonnenblumen ausgesät. Direkt rund um das Vogelhaus. Sozusagen als Landeplatz. Er hatte sich einen Samen bei einer engl. Firma bestellt. Die sollten groß werden, aber sooooo groß?…

Ja und dann gibt es neuerdings noch eine Rose in unserem Garten, die eigentlich eine ganz normale Rose sein sollte, aber beschlossen hat, eine Kletterrose zu werden. „Ulmer Münster“ ist ihr Name und sie blüht ganz ungeniert in unserem Schneeball. Jetzt sind es schon 3 Rosen, die klettern ohne als Kletterose gepflanzt worden zu sein. Spaßig.

Und weil es im Garten in diesem Jahr tatsächlich Marienkäfer gab, war auch der Aconitum nicht von Blattläusen zerfressen sondern hat wunderbar geblüht. Seit vielen Jahren das erste Mal wieder.

Dann fand ich beim „Buddeln“ zwischen den Rosen auch diesen seltenen Gesellen.

Und an gräßlichen Regentagen, und davon hatten wir reichlich,habe ich noch ein wenig gequiltet. Englich mal wieder ein Teil fertig bekommen. Es ist ein Tischläufer geworden. Die Stoffe waren eigentlich für etwas ganz Anderes gedacht, für den „Dreamcatcher“ von Edyta Sitar, den ich aber nicht gemacht habe, weil die Anleitung so katastrophal war, ich berichtete darüber. Außerdem haben mir die Stoffe überhaupt nicht gefallen. Sozusagen das erste Mal, dass ich mich total vergriffen habe. Daher sollten die Stoffe dann auch nur in kleinen Stücken zu sehen sein. Was mir bei dem „Checkered Dresden“ von Missouri Star auch gelungen ist. Der Läufer sieht auf unserem Wohnzimmertisch sehr hübsch aus und ich denke, ich werde viel Freude daran haben.

Nun, da die Gartensaison so gut wie beendet ist, hoffe ich doch, etwas häufiger zum Schreiben zu kommen. Und natürlich auch zum Lesen. Ein schönes Wochenende Euch allen!

Woche 5

Viel hat Zwergi diese Woche eigentlich nicht getan. Also viel im Sinne von oft. die einzelnen Einheiten waren zwischen 15 und 30 Minuten lang.

Montag durfte sie nur auf der Koppel gammeln, Dienstag habe ich sie mit Hilfe von Töchting freilaufen lassen. Töchting hat das schon recht ordentlich gemacht – es ist nämlich nicht so einfach, die treibenden Hilfen so zu dosieren, dass Pferd weder hektisch durch die Gegend schießt noch in den Ecken stehen bleibt.

Mittwoch kam mir die Schule dazwischen, ich hatte nämlich völlig übersehen, dass das Leben jetzt wieder ein gewisses Normal hat und ich an Wochentagen vormittags in den Stall muss… also tat sie da auch nichts.

Donnerstag war Longe angesagt, das Helferlein saß das erste Mal ganz normal auf und wir führten ein paar Runden Schritt. Das Tierchen ist unglaublich verfressen, sie hatte ihr Mäulchen abwechselnd an der Longe oder meinen Handschuhen oder halb in meiner Hosentasche. Der Reiter obendrauf war komplett uninteressant.

Nun ja, das Ablenken mittels Leckerchen ist ja auch beabsichtigt, da man nie vorhersagen kann, wie so ein junges Pferd reagiert, wenn der Reiter sich über ihm aufrichtet.

Freitag habe ich sie nur kurz longiert und ihr dabei eine Stange in den Weg gelegt. Die ersten Male mußte sie noch Beine sortieren, dann hatte sie den Bogen raus.

Samstag und Sonntag hatte dann Helferlein wieder Zeit, also ging’s wieder ans Aufsitzen. Samstag nur geführt – und als der Reiter oben war, gab’s auch keine Leckerchen mehr – bei der Dame einfach kontraproduktiv, da sie sich dann nur noch auf meine Hosentaschen fokussiert.

Sonntag wollten wir dann nach ein, zwei Runden Schritt führen im Schritt longieren. War gar nicht so einfach, denn sie ließ sich nicht davon überzeugen , von mir wegzugehen. „Du hast da noch Brot in der Tasche“, schien sie zu sagen. Also Kopf bei mir, Hinterteil wich der Longiergerte aus.

Ohne Reiter oben drauf hätte ich mich da deutlicher durchgesetzt, aber so war das zu riskant. Die Lösung war dann der treibende innere Schenkel der Reiterin, der – erstaunlicherweise – sofort angenommen wurde.

Während des Schritt longierens trabte Zwergi zwei Mal von selber an, kam aber auf Kommando sofort zum Schritt zurück. Und nachdem das so problemlos und entspannt ging, durfte sie dann tatsächlich noch ein paar Runden Traben.

Irre. Drei Mal draufgesessen, fünf Mal Gewicht im Rücken. Und schon getrabt. So kann sie weiter machen…

Woche 4

Die Woche begann mit Freilaufen und einem Cavalletto. Erst durfte sie ihre überschüssige Energie loswerden , dann kam das Cavaletto in niedrigster Einstellung in den Weg. War ja mal so ziemlich uninteressant, sie trabte einfach drüber. Als wäre das nicht das erste Mal in ihrem Leben. Auch in halbhoher Einstellung das Gleiche. Hochgestellt (40cm sind das dann) machte sie brav einen kleinen Sprung darüber. Beim zweiten Mal war es dann gleich uninteressant und sie hob die Füße kaum, was dann ordentlich klepperte. Da scheint sie dann auch lernfähig zu sein, beim nächsten (und letzten) Versuch sprang sie wieder schön! (25 Minuten inclusive Aufwärmen)

Dienstag gab es die übliche Longenarbeit in allen drei Gangarten, und danach noch im Halt ein über dem Sattel liegendes Helferlein. Etwas überrascht ging sie ein paar Tritte rückwärts, das war‘s dann aber auch schon (insgesamt 30 Minuten).

Mittwoch hatte sie frei, Donnerstag ein wenig Longenarbeit.

Freitag war Hufschmiedtermin, zu dem wir fahren mußten. Die rote Mama ist ja ein alter Turnierprofi und mit der ging das Verladen ruckzuck- keine fünf Minuten. Beim Hufschmied (in dem Stall, wo sie aufgezogen wurde) war sie erst etwas aufgeregt, dann aber sehr brav und das Einsteigen in den Anhänger ging sogar noch schneller als beim herfahren. Und da das an diesem Tag Aufregung genug für ein junges Pferd war, haben wir nicht weiter gemacht.

Samstag gab es eine Einheit an der Longe, danach wieder drüberlegen des Helferleins. Zwei Tritte anführen, halten, runter rutschen. (30 Minuten)

Sonntag hieß es dann nach dem Ablongieren erstmals führen mit Gewicht. Gleich am Anfang gab es eine Schrecksekunde, da das Springpferd aus dem Gelände heimkehrte und Zwergi bremsen und gucken mußte. Mehr war aber nicht und weiter ging‘s. Zwei Runden führen, mein mitgebrachtes Brot war viel interessanter als das Gewicht im Rücken. Einfach klasse macht sie das! (30 Minuten)

Woche 3

Das Ross ist faszinierend….

Longiergurt? Pfft. Alles kein Problem, der interessiert nicht.

Also am nächsten Tag den Sattel. Vorsichtig in der Box angegurtet, für den Fall dass sie sich erschreckt. Da kann sie sich bewegen und ist nicht angebunden wie in der Stallgasse.

Ein Blick nach hinten, etwas schnuppern. Ist gut, ist halt ein Sattel.

Also auf den Platz und longiert. Alles entspannt. Irre.

Am nächsten Tag gab‘s dann allerdings ein paar Buckler beim Galoppieren 😉

Tag vier war dann zum Festigen. Sie geht völlig entspannt alle drei Gangarten mit Sattel. Das Galoppieren ist erstaunlich sicher, nur ganz selten springt sie auf dem falschen Fuß an.

Tag fünf war dann ohne Longe, nur Koppel. Und am Samstag ging‘s wieder auf den Platz. Jetzt erschien mir alles so sicher, dass ich zum Schluß den Deckengurt entfernte und die Bügel herabhängen ließ. Im Schritt kein Problem, also den Versuch auch im Trab unternommen. Eine Runde lauschen die Ohren nach hinten, dann wurden die hängenden Bügel wohl als uninteressant eingestuft und die Lauscher klappten wieder vor.

Und weil an dem Tag mein Helferlein da war, ging’s wiederum die Box, wo wir besagtes Helferlein vorsichtig über den Sattel hoben. Bäuchlings liegend, jederzeit bereit, wieder herunterzurutschen.

Und das rote Traumzwergi bekommt nur große Augen, zuckt aber nicht einmal. Ganz schnell dann wieder herunter und feste gelobt.

Und Sonntag dann Pause. Wochenfazit: maximal 25 Minuten pro Tag, meist sogar nur 15. das Roß lernt schnell