Wir hatten gestern Besuch…

von einem Kernbeißerpärchen. Sie haben wohl eine Pause auf der Durchreise gemacht. Sich den Bauch vollgeschlagen mit Sonnenblumenkernen und dann wieder ab die Post. Das Blöde ist nur, dass man, wie magisch angezogen, immer wieder dorthin schauen muss. So wie neulich, als auf der Blutpflaume des Nachbarn, ein Pirol gelandet war. Immer in der Hoffnung, ihn/sie noch einmal vorzufinden. Hier zwei Bilder, die wir schnell noch machen konnten. Das Männlein ist eindeutig bunter als Madamchen. Schön zu sehen.

Zwergi

Zweimal wöchentlich ist ja nun für Zwergi „Arbeiten“ angesagt. Wobei der Begriff eigentlich nicht den Kern der Sache trifft.

Wir lassen ein paar Runden freilaufen, um die Stimmung festzustellen. In der Regel ist das sehr entspannt und es wird nur gemütlich getrabt. Selten mal galoppiert.

Es sei denn, ich wage es, zur Futterzeit aufzutauchen. Dann reagiert Madame ausgesprochen ungehalten und es wird sich erst mal bockend und wiehernd verausgabt.

Dennoch machen wir langsame Fortschritte. Inzwischen habe ich den Zügel am Kappzaum. Auf der linken Hand funktionieren die Übergänge aus dem Schritt zum Halt schon gut. Meist steht sie still, nur manchmal weicht die Hinterhand nach außen aus.

Beim Führen von rechts hatten wir anfänglich Diskussionen. Geht ja gar nicht, dass der Zweibeiner an der „falschen“ Seite geht.

Bei den ersten Versuchen riß sie sich los und bockte davon. Beim zweiten Mal ruderte sie immer mit ihrem Kopf in meine Richtung, was meiner Brille nicht gut tat. Zum Glück kann Schnäuzelchen löten, sodass das Nasenpad nun wieder sitzt. Ab sofort gehe ich mit Kontaktlinsen zum Jungpferdeausbildung. Eh vernünftiger.

Beim dritten Übungstag – gestern – war auch das Vergangenheit, sie marschierte auch von rechts geführt prima mit und die ersten Übergänge zum Halt gelangen auch gut.

Übrigens dauern unsere Einheiten in der Regel um und bei 20 Minuten. Zehn Minuten fürs Warm- und Ablaufen, zehn Minuten für die eigentliche Handarbeit.

Ein Schotte kommt selten allein…

Zu Beginn der Corona Krise fand ich beim „Missouri Star Comp.“ im daily deal“ einen wunderschönen Schotten Layer Cake. Den musste ich einfach haben. Also habe ich gleich zugeschlagen – immer nach dem Motto – „es gibt immer einen Grund einen Stoff zu kaufen. Mir schwebte gleich vor, für Min Ollen ein paar Tischsets zu machen. Für Ostern und Weihnachten und Herbst hatten wir ja welche, aber stinknormale für die restliche Zeit, ne. Natürlich brauchte ich auch Ergänzungsstoffe. Die gab es reichlich. Ja und dann fand ich bei oben genanntem store dazu passenden Unistoff. In Schwarz und Mohn (Poppy).

Hah, die Zusatzstoffe waren ruckzuck da. Der schwarze Stoff auch, aber Mr. Poppy ließ lange auf sich warten. Mehr als 3 Monate. Ich bin fast verrückt geworden. Wollte ich die Sets doch eigentlich zu Weihnachten verschenken. Tscha, dann eben Geburtstag im März. Auch das wurde noch knapp. Min Öllen, der normalerweise seinen Nachmittagskaffee vor seinem PC im Wohnzimmer trinkt, beschloß nämlich, dieses jetzt bei mir am Esstisch zu tun. Und überhaupt, er lungerte immerzu irgendwo herum und ich kam einfach nicht dazu, die Teile zu nähen. x-fix kann ich Euch sagen.

Schlussendlich habe ich die Handarbeiten direkt unter seinen Augen- hach, Männer können schon blind sein – unter dem Tisch – weitergearbeitet und immer, wenn er mit den Hunden Gassi ging (Gott sei Dank 2mal am Tag) hab ich die Maschine angeworfen. Ja und mit 2 fertigen Exemplaren konnte ich ihn dann zu seinem Geburtstag beglücken.

Inzwischen sind alle 6 Sets fertig geworden und ich bin ganz verliebt in sie. Wir sind schon ganz schön schottenverrückt!

Jetzt habe ich noch etwas Stoff übrig und ich denke, ich werde ein Kuschelkissen für meinen Sohn machen. Wenn er schon nicht direkt mit den Mötern kuscheln kann, dann vielleicht mit dem Kissen.

Insgesamt muss ich feststellen, dass Corona auch seine guten Seiten hat. Man kann sehr kreativ sein, wenn man nicht gerade in der Ecke sitzt und wütend vor sich hinbrütet…. Ich hoffe, es geht Euch allen gut.

Rund um den Schlüchtsee

Das ist eigentlich nur eine kurze Wanderung, man wäre da ruckzuck drumrum.

Wenn es nicht so viel zu beobachten gäbe!

Wer hat denn hier abgeholzt?
Wir haben da so einen Verdacht…
Hier hat er wohl seine Burg gebaut, der holzfällende Kollege…
Hier wuselte es nur so vor Ameisen
Von diesen Gesellen waren gefühlte Milliarden unterwegs, alle mit dem Ziel „Wasser“. Man mußte echt aufpassen, auf keine zu treten

War ein lehrreicher und spannender Ausflug!

Sonntagsschnipsel

Wieder ein Wetterchen zum Eier legen.

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Auf-Stock-setzen der Weigelie beendet.

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Nach meinen drei Clematis gesucht. Alle drei komplett zurückgefroren. An den Etiketten steht „ausreichende Winterhärte bei normalem Winter“. Ausreichend hört sich ehrlich gesagt nicht vielversprechend an. Und nach welchem Maßstab bemißt sich heute ein normaler Winter? Und was hatten wir??

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Dem THW gegen Magdeburg die Daumen gedrückt und dabei das unterbrochene Projekt Hexagondecke wieder aufgegriffen.

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Zwergi wieder ein Viertelstündchen an der Longe gehabt. Zur Halle hin und zurück heute ohne Probleme. Die ersten paar Runden an der Longe noch mit Bocken, dann brav um mich rum. Und danach erstmalig ein paar Runden entspannten Schrittes in der Halle außenrum geführt. Dazu hatte sie bislang zu wenig Ruhe.

Das war das dritte Mal an der Longe.

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Sonnig, 14 Grad, kein Niederschlag.

Ran ans Gestrüpp

Traumhaftes Wetterchen heute. Echt wahr. Die Pferde pennten in der Sonne.

Vormittags durften sie freispringen. Der Räuber soll das jetzt lernen und wenn man sich schon die Arbeit macht, alles aufzubauen, kann auch gleich alles springen, was darf. In dem Fall die Schwarze und das Buschpferd, die beide kaum zu bremsen waren. Das letzte Mal springen ist schon recht lange her – und ja, es gibt tatsächlich Pferde, die das leidenschaftlich gern machen.

Nachmittags ging’s dann noch ein Stündchen an‘s Gestrüpp. Die Buddleja bekam ihren jährlichen Schnitt verpasst. Es ist immer wieder faszinierend, wie sie dann in einem Sommer wieder ihre ursprüngliche Größe erreicht.

Tja – dann die Weigelie… seit sie gepflanzt wurde, wurde sie nicht geschnitten. Die Blüten wurden weniger und weniger. Also ran an den Speck und auf Stock gesetzt. Ein übles Loch ist jetzt in der Hecke. Die Forsythie daneben wäre eigentlich genauso fällig – aber nicht dieses Jahr. Das ist mir dann zu viel Loch. Und schließlich brauchen die Vögel ja einen Busch, in dem sie sitzen und zetern können. Tun sie normal in der Weigelie. Die machen enormen Krach dabei. Jetzt müssen sie halt eins weiter ziehen.

Ganz fertig ist sie noch nicht – aber morgen ist auch noch ein Tag.
Mich gruselt jetzt schon beim Gedanken, dass das alles noch weg muss…
Theo fand den neuen Unterschlupf im Garten recht interessant.

Sonnig, frühmorgens neblig, 16 Grad, kein Niederschlag

Es wird ernst

Heute war Zwergi das zweite Mal in der kleinen Halle. Zwischen den beiden Terminen lagen zehn Tage.

War der Weg zur Halle letztes Mal noch reichlich unheimlich, ging das heute eigentlich schon recht gut. Der Misthaufen war noch nicht hochgeschoben und der restliche Weg wurde durch – O Schreck! – eine Pfütze versperrt.

Mit ein wenig gutem Zureden marschierte sie dann aber problemlos durch und auch die noch folgenden Matsch- und Wasserstellen auf dem Weg zur Halle waren unproblematisch.

In der Halle zeigte sie sich dann heute deutlich selbstbewußter als noch das letzte Mal. Quiekend und ausschlagend bockte sie um mich herum. Bis auf einmal blieb sie dabei aber problemlos auf der Zirkellinie um mich herum, also alles völlig normal für so ein Junggemüse. Nach zehn Minuten war dann auch genug gelaufen und wir machten uns auf den Weg zurück in den Stall.

Da nun neben dem Weg ein Gabelstapler stand – neeeein, der war da vorher bestimmt noch nicht! – versuchte sie mir zunächst klarzumachen, dass man an dem nicht vorbeikönne und der bessere Weg direkt über den Misthaufen führe. Immerhin ließ sie sich zum Stehenbleiben und Gucken überreden.

Wie – der bewegt sich ja gar nicht?

Ist gut, der frißt keine kleinen Pferdemädels – ich geh dann mal weiter.

War da irgendwas?!?

Echt wahr, ich hab mich nur über sie amüsiert …