Köpfchen

Zwergi hat eindeutig einen kleineren Kopf als unsere restlichen Rösser… Und Zwergi haßt Mücken und Bremsen.

Die Haube des Springpferds ist wohl etwas reichlich…

Also mußte ein paar Mückenohren her. Zwei Abende brauchte ich für‘s Häkeln. Dann setzte ich die Ohren rein. Das Gehäkelte passte, die Ohren… naja. Hatte eher was von Micky Maus. Viel zu breit. Die Länge immerhin paßte.

Also aufgetrennt, Stoffohren verschmälert, neu eingesetzt. Nun passen sie recht gut.

Da mach‘mer nen Haken dran…

Zweieinhalb Wochen hat es nun gedauert, aber Zwergi ist seit gestern in unsere kleine Herde integriert. Morgens zur Heufütterung trennen wir noch in kleinere Gruppen auf, aber wenn der erste Hunger gestillt ist, dürfen sie zusammen sein.

Interessant war die Annäherung der jungen Dame an die Ranghohen. Dargestellt hier am Beispiel mit der Herdenchefin, die am Heu stand. Zwergi näherte sich von hinten und wurde sofort mittels eines bösen Blicks verwarnt. Sie blieb kurz stehen und streckte dann der Schwarzen die metaphorische Zunge heraus, indem sie weiter gehen wollte.

Diesmal wurde der böse Blick mit angelegten Ohren komplettiert. Die freche Göre zeigte sich schwer beeindruckt – die metaphorische Zunge, Sie wissen schon *ironieaus*

Daraufhin ging die Chefin drohend zwei Schritte rückwärts auf den pubertären Lümmel zu. Das wurde dieser dann wohl doch zu heiß – sie drehte ab und suchte sich einen anderen Kollegen zum „Ärgern“

Interessant auch die Tatsache, dass Zwergi und ihre Mutter nun meist beieinander grasen. Obwohl die Rote ja anfangs sehr verärgert über den Neuankömmling war. Aber irgendwie haben sie sich doch wieder zusammengefunden…

Wie war das noch? Der dümmste Bauer…

erntet die dicksten Kartoffeln?!

Min Öllen hat in diesem Jahr Zuckermais angebaut. Und zwar in Töpfen. Mais gehört ja bekanntlich zu den Starkzehrern. Ausgesät hat er ihn in kleinen Pötten und dann in selbstproduzierten Kompost gesetzt. Und ihr werdet es nicht glauben, der Mais ist schon doppelt so hoch wie der auf den Feldern und das, ohne zu Düngen. (Ooops, jetzt hat er gerade die Überschrift gelesen und ist mit den Worten:“Jetzt bin ich aber beleidigt“ abgezogen.) Jetzt schaut Euch mal diese Traumexemplare an.

Und gestern Abend fand ich auf meinem Auto dieses Tierchen. Es ist, glaube ich, eine Wanze. Aber was für eine? Ich habe in meiner „Insektenbox“ nachgesehen, aber nichts gefunden. Vielleicht weiß jemand von Euch, was das ist?

Im trockenen Stall

… läßt es sich gut Hafer fressen. Nur ihre Mutter in der Nachbarbox hält noch so gar nichts von der neuen Nachbarin. Keifend und mit gefletschten Zähnen giftet sie über die Trennwand (Auf dem Film weiter unten hatte sie sich dann schon wieder einigermaßen beruhigt)

Flitzte Zwergi beim ersten Mal noch bis ans Ende der Box – in der sie ansonsten sehr gelassen steht – hat sie dann schnell gezeigt, dass sie genau wußte: Die erreicht mich eh nicht. Und blieb seelenruhig gerade außerhalb der Reichweite ihrer Mutter stehen. Definitiv ein mutiges Ross.

Es ist jetzt auch gut, dass sie mit im Stall sein kann, denn gerade eben öffnet der Himmel wieder seine Schleusen und die Wettervorhersage ist nicht dazu angetan, dass ich heute Nacht ein Pferd auf der Koppel im Unterstand haben möchte.…

Für die, bei denen das Filmchen nicht geht:

https://owncloud.nehmer.net/index.php/s/FcgJxmDHkXCzGqH

Umzug

… oder die nächste Zusammenführung.

Unglaubliche Fünf (!) Minuten dauerte es, bis Zwergi bei der Schwarzen im Hänger stand. Wir guckten uns alle überrascht an, hatten wir doch so gar nicht damit gerechnet… da war unsere Idee mit der Herdenchefin wohl goldrichtig gewesen.

Kaum waren wir zu Hause angekommen, bekam der Plan Schwierigkeiten. Zwergi und die Schwarze standen auf der kleinen Koppel am Stall, noch getrennt vom Rest.

Die restlichen Damen waren natürlich sehr neugierig. Die Schwarze stellte sich zwischen Zwergi und ihre Herde… aber mitnichten, um Zwergi zu beschützen…
… sondern viel eher, um dafür zu sorgen, dass dieser unmögliche Neuzugang gefälligst von ihrer Herde wegblieb…
Dann wurde wieder einmal über eine Koppel galoppiert…

Schließlich erbarmten wir uns. Die Schecke sollte die nächste sein, die zu Zwergi kam und die Chefin durfte zu ihrer Herde.

Reichlich sinnfrei, die Gescheckte galoppierte nur hektisch am Tor auf und ab und wollte wieder zu den anderen… während Zwergi schon in aller Ruhe die Wiese erkundete und den Unterstand untersuchte…

Normalerweise hätte ich ja nun Zwergis Mutter dazugestellt, aber die soll am Mittwoch noch ein Mädel durchs Reitabzeichen tragen (so das Wetter tauglich ist für die alte Dame, bei Hitze tritt Plan B in Kraft). Also kam die Traberin dazu – und das funktionierte ganz wunderbar!

Den Unterstand haben wir dann noch schön mit Einstreu und Futter versehen. Alles bestens für die Nacht!

Zusammenführung I

Zwergi ist jetzt drei Jahre alt. Ihre Aufzuchtfreundin verläßt sie, um für die Stutbucheintragung ausgebildet zu werden. Also ist auch für Zwergi die Zeit auf der Koppel vorbei.

Heute haben wir sie daher mit unserer Herdenchefin vergesellschaftet. Die Friesenfreundin verließ die gemeinsame Koppel, unsere Schwarze wurde zunächst auf die Koppel neben Zwergi gestellt. Schon war die Aufregung etwas kleiner, denn Zwergis Aufmerksamkeit richtete sich auf die „Neue“.

Während Zwergi immer wieder über die Koppel galoppierte und nach ihrer Friesenfreundin rief…
… war die Schwarze der Ansicht, dass man diese Koppel erst mal ausgiebig per Wälzen erkunden müsse…
Nach einiger Zeit ließen wir die beiden zusammen und es erfolgte ausgiebiges Beschnuppern. Wenige Sekunden nach diesem Foto gab es dann das große Quietschen, Zwergi bekam eine Breitseite gegen die Rippen – und die Rangfolge war geklärt.
Die Schwarze findet das Ganze jetzt schon uninteressant, das gute Gras ist doch viel wichtiger. Zwergi weiß noch nicht so ganz, was sie von der Sache halten soll…
Wieder etwas später klappte das mit dem gemeinsamen Grasen schon ganz gut. Jetzt bleiben die beiden über Nacht dort zusammen – und morgen hoffen wir dann, dass die Routine der Schwarzen beim Einladen und Hängerfahren auf das Junggemüse abfärbt…

Nun blühen sie wieder Teil III

Genau eine Woche nachdem ich die letzte Runde (Teil II) geschrieben hatte wurde es in meinem Garten gefährlich. Wie heißt es so schön? Wann soll man nicht in den Garten gehen? Na klar, im Frühjahr, wenn die Bäume ausschlagen und der Salat schießt. Bei mir war es so etwas nicht. Es war eine regelrechte Explosion. Hier ein paar Eindrücke von der beginnenden Blütenpracht.

Und diesen kleinen Kerl will ich Euch auch nicht vorenthalten. Als es so brutheiß war, lag er beinahe täglich an diesem Platz und hat sein Gefieder gelüftet. Außerdem hat er natürlich auf Futternachschub gewartet, wie man unschwer am geöffneten Schnabel erkennen kann.

Augenblicklich ist Quiltzeit sehr rar, denn ich bin jede freie Minute im Garten. Der Schachtelhalm sprießt und die von Min Öllen vorgezogenen Pflänzchen wollen auch rausgesetzt werde. Und „heiß“ ist ja so überhaupt nicht mein Ding.

Die Stoffe für die Streifen in diesem Quilt stammen noch original von Hawaii. damals waren die 2,5″ breiten Streifen gerade erst aufgekommen. Nun ist daraus ein schöner Männerquilt geworden. Ich habe dabei die Methode „Quilt as you go“ verwendet. Das Vlies ist ein dünnes Baumwollvlies und die Decke ist extrem leicht und durch den Batikstoff auch angenehm kühl. Eine richtig schöne Sommerdecke halt.

Das kann ich Euch nicht vorenthalten

In Ermangelung von Geldausgaben – kein Essengehen, kein Sport mit anschließender Vesper, kein Kegeln mit Bierchen – haben wir uns eine Wildkamera zugelegt. Wir wollten doch einfach mal sehen, was sich da hinten am Igelhaus so tut. Alle zwei Tage holt mein Mann die Kamera und dann schauen wir die Filmchen an.

Nun habe ich vor einigen Tagen meine Smartphonebilder geordnet, sie auf mein Laptop umgezogen, damit mein Handy nicht so vollgeprüllt ist. Dabei habe ich dieses Bild entdeckt.

Nicht nur, dass die Möter dort genüsslich schnarchen, so nach dem Motto: „Wie, das Sofa ist doch unser Sofa, will da etwa jemand sitzen?“ Dort liegt auch meine Glorietadecke, leider immer noch nicht fertig gequiltet. Aber es wird schon. Nein, im unteren rechten Bild seht ihr den Laptop meines Mannes und was seht ihr darauf? Einen dicken, fetten Igel. So werdet ihr ganz nebenbei auch Zeuge von dem Igeltreiben am Igelhäuschen. Weil wir einmal eine Ratte dort gesichtet hatten, haben wir eine Klappe vor den Eingang gebaut. (Empfehlung vom NABU) Die lässt sich auf- und zuschubsen. Die Igel hatten das ganz schnell raus. Auch das Spitzmäuschen, das hin und wieder kommt. Eine Ratte haben wir seither nicht mehr gesehen. Aber ich sags Euch, da ist nachts die Hölle los. Manchmal ist das Haus so voll, dass kein weiterer Igel hineinkommt. Das sieht man dann immer, wenn sie plötzlich steckenbleiben und rückwärts wieder rauskommen.

Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn die mit ihrem Nachwuchs da angetöbert kommen. Bis dahin bleibt gesund.

Happy Birthday!

Seit sie ein halbes Jahr alt ist, gehört sie zur Familie. Immer leistungsbereit, immer freundlich, immer neugierig. Das einzige meiner Pferde bis heute, von dem ich sage, dass es gerne aufs Turnier ging. Da gab es so viel zu sehen und außerdem hat sie sich immer gerne präsentiert. So ein bißchen ein Rampensau-Gen hat sie da wohl. Das zeigt sich auch jetzt noch, wenn sie mal wieder zeigen darf, was sie alles kann. Einmal im Galopp zu viel Druck am äußeren Knie gemacht? Sofort dreht sie in die Pirouette ein, ob der Reiter obendrauf das kann oder nicht. Und wenn die Gelenke mal warm sind, zischt sie auch freiwillig in der Trabverstärkung um die Bahn, obwohl man doch eigentlich nur noch locker am längeren Zügel in die Tiefe traben will. Ein wahres Traumpferd – ich sage immer, wenn ihre Tochter nur halb so wird, bin ich schon glücklich.

Alles Gute zum 24. Geburtstag, bestes Pferd der Welt!

(So als Nachtrag: Nein, wir waren NICHT im Feld. Nur an einer Ecke. Wenn man genau hinsieht, erkennt man auch, dass an der Stelle nicht wirklich was wächst. Und am unteren Rand des Fotos beginnt schon der Feldweg…)

Es war einmal…

Da gab es in unserer Straße einen sehr wohlhabenden Mann. Er war nicht der allseits Beliebteste, aber er hatte auf seinem Grundstück ein riesengroßes Biotop errichtet. Ein Teich, alte, herrliche Bäume und viele verschiedene Vögel.

Seit nun auch seine Witwe verstorben ist, stand der Grund zum Verkauf. Ein ebenso wohlhabender Unternehmer aus dem Nachbarsort hat das Grundstück erstanden und er hat jedem erzählt, dass er das Biotop erhalten wolle. Alle hier in der Straße haben aufgeatmet. Kein Mehrfamilienhaus, alles bleibt so schön. Nun ja, das Haus, marode und al,t musste abgerissen werden. Das war ja einsehbar.

Dann kamen Bagger und Gartenbaufirmen und Lastwagen usw. und haste nicht gesehen, war das Haus platt gemacht, waren die Bäume gefällt und der Teich ausgehoben und kaputt. Kurz und gut, das Biotop war zerstört. Die Vögel, so wußte ein Nachbar zu berichten, haben allesamt holgedreht. Hatten sie doch ihre Heimat verloren.

Und auch für „unsere Vogelwelt“ hatte es Folgen. Ich zeige Euch hier, was wir noch letzes Jahr erleben durften: Ein Buntspecht, der mit seinem Jungen an unser Futterparadies kam.

Den ganzen Winter haben wir keinen Vogel dieser Art bei uns begrüßen dürfen. Umso glücklicher waren wir, als endlich wieder Einer gesichtet wurde. Er hatte sich wohl erinnert.

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr wir uns gefreut haben.

Hoffentlich kommt er noch öfter und vielleicht bringt er ja auch mal seinen Nachwuchs mit.