Resteverwertung

Nachdem die Frage „Soll ich Dir aus dem Stoff noch was nähen?“ vom Prinzeßchen mit einem begeisterten „Ja“ beantwortet worden war – es hätte ja sein können, dass er der fast achtjährigen zu kindlich ist – habe ich die letzten Reste verarbeitet. Das Stöffchen ist inzwischen doch schon fünf Jahre im Haus – gut abgelagert also. Hier hatte ich ihn zunächst verarbeitet und beide Schlafanzüge wurden heiß geliebt.

Jetzt also gab es einen Sommerschlafanzug. Ein wenig stückeln musste sein, aber wir haben das halbwegs hinbekommen. Und da das Prinzeßchen „Zettel“ in Kleidungsstücken haßt, Hosen aber gerne mal falsch anzieht, gab es noch eine Elefantenapplikation auf die Vorderseite der Hose. Jetzt sollte nichts mehr schief gehen.

Hier wird geschafft

Heute sind die Enkelkinder zu Besuch.

Prinzesschen macht noch einen Wooly Mug Rug für ihre Mutti. Das ist ein Free Pattern bei „Shabby Fabrics“ und da ich noch so viele Reste von meinen Berties habe, passt das ganz gut so.

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Sie darf alles selber machen. Pattern auf „Steam a Seam“ malen, ausschneiden, bügeln und auf das Bild kleben.

Junior hat derweil mit Lego Technik gearbeitet. Innerhalb von 3 Tagen, jeweils ca. 3 Stunden hat der dieses supertolle Lego Technik Fahrzeug gebaut.

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Toll, wie geschickt die Beiden sind. Und Dinah ist natürlich immer dabei.

 

 

Der totale Frust

2017 bekam ich von meinem „Ollen“ zu Weihnachten ein pattern nebst dazugehörigem Stoff von Edyta Sitar von Laundry Basket Quilts, einer sehr renommierten Quilterin aus den USA, geschenkt. Das Pattern ist für eine Decke/Wandbehang ca 65″ x 65″ groß. Nun ist es schon 2019 und ich wollte den Quilt endlich machen.

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Wenn Ihr bitte mal auf das Bild schauen wollt: Es sind dort 9 Kreise inmitten je eines Sterns zu sehen. Die Kaufvorgabe für diesen Stoff war 1 Fat Quarter. Was ich auch hatte. Nur, der neunte Mittelkreis lies sich leider nicht mehr aus dem FQ herausschneiden. So ein Mist, dachte ich. Aber Gott sei Dank gibt es den Stoff ja noch. Habe also – ohne groß zu überlegen – einen Layer Cake aus diesem Stoff gekauft. Zähneknirschend. Nachdem also das Problem gelöst war, wollte ich zunächst einmal den Mittenstern machen.

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 In der Anleitung hieß es 16 blaue Sternen Spikes, sowohl von den kleinen, als auch von den großen. C2 und C4.

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Also alles fein säuberlich auf Freezer Paper gemalt, zwei Blatt zusammengebügelt und gewissenhaft ausgeschnitten. Dann habe ich gedacht, ich solle das doch erst einmal auf einem Übungsstück probieren, bevor ich in den kostbaren Stoff hineinschneide und wieder neu kaufen kann. Gesagt getan. Nun hatte ich alle Teile vor mir.

In der Anleitung stand, dass die gestrichelten Linien nur dazu da sind, anzuzeigen, wie weit eventuell untergeschobene Teile reichen sollten, denn der Stern sollte ja appliziert werden. Ach ja, und für die, die sich nicht so gut auskennen, ich wollte die sogenannte Raw Edge Methode machen, d.h. die äußere glatte Linie ist die äußere Kante des zu applizierenden Teils, diese werden dann entweder mit der Maschine gezackelt, oder von Hand umstichelt. Tja und dann habe ich die Teile ausgelegt.

Hmmm. Da passte aber auch gar nichts. Es waren viel zu viele Teile, um einen passenden Stern zu fabrizieren. Nun gut, hab ich gedacht, dann nimm doch einfach die unterbrochene Linie als Außenlinie, vielleicht passt es dann. Gesagt, getan.

Mit den Spikes ging dann ja soweit auch alles gut, aber als ich dann die C5 Teile einnähen wollte, sah das Ganze so aus:

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Mann, war ich stinksauer. Wutschnaubend habe ich mich an meinen PC gesetzt und eine e-mail nebst obigem Bild geschickt.  Das mit der zu geringen Stoffangabe habe ich natürlich auch erwähnt. Schon einen Tag später war die Antwort da. Die Anleitung sei fehlerhaft, es müssten nur 14 Spikes sein, sie würden mir eine neue  Anleitung schicken und auch den zerschnittenen Stoff ersetzen. Toll. dachte ich. Das ist ja immerhin etwas und mein Zorn war ziemlich verraucht.

Es dauerte auch keine 5 Wochen, da kam ein stattliches Stoffpaket und eine neue Anleitung. Ich habe mich selbstverständlich sehr dafür bedankt.

Wenn Ihr aber bitte noch einmal auf das erste Bild gucken wollt, da sind tatsächlich auch nur 14 Spikes zu sehen!!! Wie kann denn so etwas passieren?

Nun hatte ich mir ja schon die Mühe gemacht den Stern soweit zu applizieren. Ich habe also kurzerhand die C5 Teile passend gemacht. Alle anderen Teile ebenfalls und herausgekommen ist dieses doch immerhin recht ansprechende Top.

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Nun schon einmal vorgewarnt, habe ich mir überlegt, den anderen Stern auch erst einmal ins „Unreine“ zu machen. Dieses Mal habe ich mir aber komplett alle Spikes aus Papier ausgeschnitten und hingelegt. Es passte wieder nicht. Jedenfalls nicht so richtig. War aber auch blöd mit dem Papier, weil es immer wieder verrutschte.

Nun gut, dann mache ich eben noch ein Probeexemplar vom Probeexemplar mit Stoff, den, hätte ich alles wegschmeißen müssen, hätte verkraften können. Nach vielem Hin- und Hergepfrimelt ist mir schließlich dieser Stern gelungen. Nur mühsam, kann ich Euch sagen.

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Dann habe ich es noch mit dem grün/ beigen Stoff versucht. Es war genauso blöd. Geschummelt überall.

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Alles andere als schön. Und da ist mir dann der Kragen geplatzt. Ich habe mich wieder an meinen PC gesetzt und an Laundry Basket Quilts geschrieben, dass ich es jetzt aufgeben würde. Ich hätte keine Lust mehr diesen Quilt zu machen und es würde mich überhaupt nicht wundern, dass man im Netz so gut wie keine Exemplare finden würde.

Antwort? Keine! Sehr unüblich. Nun ja, keine Antwort ist auch eine Antwort, oder nicht? Jedenfalls bin ich von Anleitungen dieser Firma kuriert. Es ist ja nicht so, dass ich ein Anfänger wäre, 8 große Bettüberwürfe, zig Wandbehänge, von den kleinen Teilen mal ganz zu schweigen . Nun werde ich den Stoff halt anderswo verbraten. Ich weiß nur noch nicht wo? Aber Ihr werdet es bestimmt irgendwann erfahren.