Wir lieben Schotten… oder ich wollt nur mal…

ein Mittagsschläfchen machen.

Irgendjemand hatte draußen mal wieder den Lichtschalter aus und den Regenschalter angeknipst. Mich überfiel ungeheure Müdigkeit. Also beschloß ich ein Nickerchen zu machen. Kaum hatte ich mich niedergelegt, kamen zwei „Ungeheuer“, um nach dem Rechten zu schauen. Und schwuppdiwupp lagen sie beide bei mir und nickerten mit.

IMG_0609

IMG_0643

Nähe zu Hunden soll ja gut für das Immunsystem sein. In Zeiten von Corona vielleicht gar nicht einmal so schlecht.

Wir lieben Schotten

Gemeint sind natürlich unsere Hunde, nicht die Menschen aus Schottland, die mögen wir auch. Gemeint sind diese liebenswerten, manchmal auch Wischmop oder Rohrputzer genannten Vierbeiner mit dem Riesengebiß und dem übergroßen Selbstvertrauen. Einst wurden sie für die Dachsjagd eingesetzt. Ich meine diese hier:12.27.2019-2

Min Öllen wollte eigentlich nie Hunde. Er wurde einfach überstimmt. Jetzt haben wir schon den fünften Schotten. Wir können uns ein Leben ohne diese drolligen Kerle nicht mehr vorstellen. Im Garten steht ein „Caution! Hier wacht ein Schotte“ Schild, an der Haustüre hängt ein Hausnummernschild mit Schottenbild und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass auf unserem Wohnzimmertisch seit neuestem eine Tischläufer mit Schotten liegt.

DSC00222

DSC00219

Genau dieses Schattenbild war der Grund, weshalb min Öllen sich hat überzeugen lassen. Die sind, ob aus Stoff oder in Natur, einfach nur zum knuddeln.

 

 

Anfang April…

… hab ich diese Schönheit reichlich ramponiert in einem Supermarkt mitgenommen. Frau Mutter und Herr Vater hatten sie mir spendiert. War ne traurige Gestalt mit vertrockneten Blüten, aber noch ein paar Knospenansätzen… und man konnte erahnen, wie sie aussehen könnte.

Inzwischen haben wir drei Stengel mit richtig vielen Blüten!

Samstag, 23.5., Regen, 19 Grad, 12 ltr.

Sonntag, 24.5., sonnig, 19 Grad, 0 ltr.

Montag, 25.5., wolkig, 16 Grad, 0,5 ltr

Etwas mehr als ein Jahr…

ist es her, dass ich hier einen total frustrierten Blogartikel eingestellt habe. Erinnert ihr Euch?

DSC09839

Ich hatte mich gallig geärgert, dass das Pattern unsäglich viele Fehler aufwies und ich nur mit Mühe und viel Herumimprovisation dieses Top fertig gebracht habe.

Nun, nichtsdestotrotz habe ich das Teil fertig gemacht und so hängt es jetzt bei mir an der Wand und macht mir Freude.DSC00116

DSC00117

 

Weitgereist ist…..

dieser Stoff. 2010 waren wir das letzte Mal auf Hawaii. Und lasst es Euch sagen, alle Quilter gucken immer und überall nach Quiltgeschäften, nur, um dann dort rumzustöbern und einen Grund zu finden, Stoff zu kaufen. Und einen Grund dafür gibt es immer. Und Batikstoffe gibt es dort ja in Unmengen.

Fast ein Nationaltier ist der Gockel. Er ist mit den ersten Siedlern, seefahrenden, polynesischen Familien von den Inseln Tahiti und Tonga, dort angekommen. Die Polynesier gelten als die besten Seefahrer der Welt, weil sich sich auf dem Meer ausschließlich nach den Sternen richen. Sie segelten auf einer Art Katamaran. Über zwei Bootskörper war ein großes Ledertuch gespannt. Darauf transportierten sie alles mögliche Viechzeug, denn sie brauchten ja was, um zu überleben. Von den Hühnern, die dabei waren, sind wohl einige entkommen. Jetzt leben sie auf den Inseln überall im Freien. Hier mal ein kleiner Eindruck:

11.22.2010-97

 

 

11.23.2010-4

Eine kleine Anekdote am Rande: An den letzten olymp. Winterspielen hat ein Mann von Tonga teilgenommen. Er ist mitten im Winter in seiner Nationaltracht, nämlich mit fast gar nichts an, Lendenschurz und wenig mehr, bei der Begrüßungsfeier eingelaufen.

Opera Momentaufnahme_2020-04-16_194809_www.focus.de

Nun gut. Ich habe also erst einmal einen Gockel gequiltet. Nach einem pattern, das ich mir auf Kauai gekauft hatte.

DSC01904

Ein zweites Lieblingstier der Hawaiianer ist die Honu, die grüne Wasserschildkröte. Sie ist vom Aussterben bedroht. Auch von ihr habe ich einen Quilt gewerkelt.

11.25.2010-32    DSC03292   DSC03298

Es gibt dort auch wunderschöne Fische. Der Nationalfischheißt „Humuhumunukunukuapoai“. Auch davon habe ich ein Quilt aus Batikstoff gemacht. Jetzt hatte ich aber sooooo viele Batik Jelly Rolls mitgebracht, dass trotz der Verarbeitung in so viele Quilts, noch massenhaft Rolls übrig waren. Die mussten endlich verarbeitet werden. (Man will ja mal was Neues kaufen)

Bei Shabby Fabrics habe ich dann die Anleitung für einen Jelly Roll Rug entdeckt. Die „Erfinderin“ ist Roma Lambson. Ich kann Euch sagen, es hat ungeheuerlich Spass gemacht ihn zu nähen. Da er nicht in mein Badezimmer passte, habe ich ihn kurzerhand Minchen geschenkt und da ist er perfekt.

C9FCD63C-F8A4-4910-8272-0FC

Ich bin so verliebt in das Teil. (Min Öllen musste natürlich gleich wieder sagen:“ Viel zu schade zum Weggeben“) Dieser Batikstoff ist so herrlich mit bloßen Füßen drauf-zustehen. Boa, und jetzt waren immer noch Rollen übrig. Hach, bei Minchen vor der Dusche ist noch Platz für einen Slice Rug. Also ruckizucki ist auch der genäht worden.

DSC00105

Und so sieht das Bad jetzt komplett aus:

04.15.2020-1

Und denkt ja nicht, dass das jetzt alles ist. Nein, Ihr werdet noch öfter von der hawaiianischen Jelly Roll Scene hören. Selbst auferlegtes Social Distancing, einkaufendes Minchen, keine Enkelkinder und Online Nachhilfe Unterricht machen viel Quilten möglich. Bleibt gesund und frönt Euren Hobbies.

 

 

 

 

 

 

DANKE

möchte ich an dieser Stelle der Bloggerin Karin von „I und Du“ sagen. Im Dezember 2017 habe wir zwei – einfach mal so – beschlossen, uns gegenseitig einen Quilt zu machen. Damit das nicht ausuferte haben wir die Größe begrenzt und die Farben, die wir gar nicht mögen genannt. Herausgekommen sind diese zwei Quilts.

DSC09101

Dieser war von Karin. Jedesmal, wenn er hängt, muss ich aufpassen, dass meine Nichte ihn mir nicht klaut.

DSC09062 (2)

Dieses war meiner und er passte auf Karins Esstisch, wie Faust aufs Auge.

Jetzt war aber die Karin so unsagbar lieb, mir noch einen Haufen von dem Stoff mitzuschicken. Nachdem ich davon zwei Körnerkissen nach dieser Anleitung

DIY – XXL Wärmekissen mit Traubenkernfüllung

gemacht habe, leider habe ich vergessen sie zu photographieren (sie sind verschenkt), habe ich den Reststoff  zu Mund- und Nasenmasken verarbeitet. Hier das Ergebnis:

IMG_0205

IMG_0210

4 von dieser Machart habe ich schon an meinen Sohn geschickt. Der muss nämlich ab sofort Gesichtsmasken tragen, wenn er einkaufen geht.

Diese 4 hat meine Nachbarin bekommen. Sie hat keine Näma und sie sind in unserem Alter, also Risikogruppe.

In den Anleitungen wurde empfohlen einen Draht mit einzubauen. Den kann man an die Nase anformen und dadurch beschlägt die Brille (wenn man Brillenträger ist) nicht. Aber mit dem Draht, das war nichts. Die Brille ist trotzdem beschlagen. Dann habe ich kurzerhand dieses Teil zerlegt und das Metallteil eingebaut.

IMG_0211

Dazu habe ich in die Rückseite der oberen Verblendung ein Knopfloch eingenäht, das gerade mal so groß ist, dass ich das Blech da hineinschieben kann. Auf diese Weise kann man es zum Waschen auch wieder herausziehen. Letztendlich hat mich aber die Verschwendung der beiden übrigen Teile geärgert. (Ich gehöre nicht zur Wegwerfgeneration) Also ist „min Öllen“ seiner liebsten PC Aktion, nämlich „Sachensuchen“ nachgegangen und hat dies für mich entdeckt:IMG_0212

Das lässt sich prima an die Nase anpassen und die Brille beschlägt nicht. Also, liebe Mund/Nasen-Maskennäherinnen, bleibt umweltfreundlich. Ach ja, und wenn Ihr die Teile draußen getragen habt, heimkommen, Hände waschen, Bügeleisen auf Max + Dampf stellen, über das Bügelbrett fahren, die Maske drauflegen und die Maske bügeln. Dann wieder Hände waschen und noch einmal bügeln. Auch das Bügelbrett noch einmal. Bei Max+Dampf entsteht eine Hitze von 160-220 Grad. Das sollte doch wohl reichen, diese kleinen pickeligen Scheisserchen zu erledigen. Früher hat meine Mutter immer die BW Schlüpfer gebügelt. Das scheint ganz in Vergessenheit geraten zu sein. Das geschah damals, um die Keime abzutöten. Nicht alles,  was unser Altforderen gemacht haben, war schlecht . So muss man das Teil  nicht jedesmal waschen und ist trotzdem relativ sicher.

Bleibt gesund und genießt den unfreiwilligen Urlaub. Wir Quilterinnen haben mit so viel Freizeit ja überhaupt kein Problem. Und jetzt kann man ja auch ganz ungeniert am hellichten Tage seine Nase in ein Buch stecken. Oder lange Spaziergänge machen. Oder mal in Ruhe und ohne Hektik schöne „Lieblingsmusik“ hören. Mir fällt da ohne Ende was ein, was ich tun könnte.

Reste…

…sind ja noch genug da. Stoffreste. Also ran an den Speck, du hast ja jetzt Zeit. Dachte ich und schnitt zu.

Eineinhalb Wochen später die Feststellung: Mehr Zeit? Von wegen. Es verteilt sich nur anders.

Das Unnötigste ist das Am-Tisch-Sitzen, während die Kindelein für die Schule arbeiten. Sitze ich da, arbeiten Sie großartig. Bin ich weg, lenken sie sich ebenso großartig gegenseitig ab.

Aber einfach nur da sitzen? Bäh, todlangweilig. Lesen geht auch nicht immer. Also machte ich aus der Not eine Tugend: Die Nähmaschinen kamen ein Stockwerk tiefer. Deren Geräusch ist so gleichförmig, dass es die Kindelein nicht stört. Anfangs hatten sie noch ein paar Fragen („warum hat die Overlock vier Fäden, aber nur zwei Nadeln?“), als die aber beantwortet waren, lernten sie prima weiter und ich ließ die Maschinchen schnurren

Und deshalb ist jetzt ein weiterer Schlafanzug für‘s Prinzeßchen entstanden, bevor sie den Stoff nicht mehr mag. Die Zusammenstellung hat sie übrigens selber übernommen!