Käse-Hütte

Heute waren wir wieder einmal in Eschach bei Kempten zum Skifahren. Es war toll und die Kindelein sind das erste Mal zusammen Ankerlift gefahren – und kein einziges Mal rausgefallen!

Dabei haben sie sehr wenig Erfahrung mit Ankerliften, denn im Grödner Skigebiet gibt es nur noch Teller- und Sessellifte. 

Auf dem Weg zum Skibuckel war den Kindelein bereits das letzte Mal folgendes Schild aufgefallen, das bei Ihnen Lachanfälle auslöste:

Heute entdeckte ich „24h geöffnet“ und bog spontan ab. Die Neugier plagte mich doch zu sehr. 

Und richtig, wie ich vermutet hatte: Ein Häuschen an einem Bauernhof. Darin ein Kühlschrank mit Milchprodukten, was so drin ist, wenn er voll ist, weiß ich nicht, denn es war nicht mehr so viel drin. 

Ich entnahm ein Stück „Bauernkäse“ und ein Stück Butter. Sogar mit einem Buttermodel geformt, es ist ein Blümchen drauf. Neben dem Kühlschrank ein Büchlein und eine Kasse, ich legte mein Geld hinein, schrieb einen Servus und heim ging’s. 

So was finde ich spitze und unterstütze es gern!!!

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum…

Wer kennt ihn nicht, diesen netten Zungenbrecher?

Da Schnäuzelchen den heutigen Brückentag in einen Urlaubstag umgewandelt hatte, das Wetter sonnig und mild angesagt war und wir schon lange einmal wieder mit den Kindern wandern wollten, machten wir heute einen Abstecher ins Ulmer Umland.

Eigentlich wäre ich gerne ins Allgäu gefahren und hätte mir ein paar Berge erwandert. Aber verschiedene Dinge sprachen einfach dagegen. Einmal die Tatsache, dass die Kindelein noch nicht so wanderfit sind, dass sich die mindestens einstündige, eher eineinhalbstündige Anfahrt in die Berge lohnen würde. Dann aber auch die Tatsache, dass die meisten Hütten im Allgäu inzwischen geschlossen sind – und natürlich genau die, die für uns interessant gewesen wären. Herausfinden kann man das übrigens auf der Webseite von Alpgenuss, auf die ich eher zufällig stieß.

Plötzlich fiel mir jedoch jene Autofahrt mit Frau Mutter ein, bei der wir am Ende des kleinen Lautertals vorbeifuhren und sie mir berichtete, dass sie mit uns als Kindern dort öfter mal wandern gewesen waren. Tja, mir fiel allerdings der Name nicht mehr ein, also schnell einmal Mutter Quiltfu angerufen – der er auch entfallen war. Glücklicherweise hatte Herr Vater die richtige Eingebung und so suchte ich mir gestern über die Webseite der Stadt Blaustein eine Wanderung im Lautertal aus. Die mit dem gelben Punkt übrigens, wobei mein Fitbit der Ansicht ist, wir seien heute mehr als sechs Kilometer gewandert. Nun ja, jedenfalls waren wir gute zweieinhalb Stunden unterwegs – reine Gehzeit.

Zunächst ging es durch einen traumhaften Wald, viele Buchen und Ahorne, das lückenhafte Laub ließ die Sonne durch und durch die Kombination aus Sonne und Herbstfärbung war es der reinste Zauberwaldweg. Zwischendrin gab es mal leichte Irritationen, weil wir aufgrund eines Baumes, der quer über zwei von drei möglichen Wegen lag, unseren gelben Punkt nicht mehr gefunden hatten. Erst schlugen wir einen falschen Weg ein, also zurück  und den zweiten – auch falschen, aber dafür mit viel Erlebnisklettern über den Baum – genommen. Schlußendlich dann Weg drei erklettert, den gelben Punkt gefunden und festgestellt, dass dieser Weg ganz in der Nähe des ersten herauskam – wir hätten nur zwanzig Meter weiter gehen müssen und hätten unseren gelben Punkt gefunden.

Achtung – Bilderflut!

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Dann der Abstieg ins Lautertal. Das war schon recht abenteuerlich, denn es ging ziemlich steil hinunter und auch hier lag Baumzeug quer über den Weg. Das unterste Stück wurde dann durch eine Treppe – sogar mit Geländer! – entschärft und wir konnten direkt in der Nähe des Lauterursprungs unser Mittagessen einnehmen. Zum Glück hatte Junior an die Picknickdecke gedacht, ich hätte die mal wieder vergessen.

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Irgendwie kommt gar nicht raus, wie steil das war…

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Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es weiter und hier fingen die Mäuse dann auch irgendwann an zu quengeln. Aber das hielt sich sehr in Grenzen, in aller Regel konnte man sie gut ablenken und mit „Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn“- Gesängen oder großem Indianergeheul klappte das nächste Stück Weges dann auch immer.

Dummerweise ist es ja so – wenn man wo einen Buckel herunter muss, muss man die Meter auch irgendwann wieder hinauf. Und so war es dann auch, zum guten Schluß gab es noch einen kleinen Aufstieg, der aber nicht so steil war wie der Abstieg zuvor. Einmal mussten wir sogar zwei Mountainbikern ausweichen, die da heruntergesaust kamen.

Und danach, als wir dann alle müde, aber zufrieden wieder daheim waren, gab es für die tapferen Wanderskinder noch eine schöne Tasse Kakao und jede Menge süße Stückchen. Da haben sie auch ordentlich zugeschlagen. Wandern macht eben hungrig. p1070893p1070888p1070871p1070869p1070864

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Lautertopf

Montags

… bin ich in aller Herrgottsfrühe arbeiten. Meist bis zehn, manchmal, so wie heute, aber bin ich schon gegen halb acht fertig. Wenn ich dann – so wie heute – absehen kann, daß ich sowieso nicht rechtzeitig daheim sein werde, um Schnäuzelchen beim Kinderfertigmachenundschulebringen zu helfen, dann gehe ich meistens den einen oder anderen Schatz heben.

Und ganz manchmal, so wie heute, habe ich tatsächlich daran gedacht, die Kamera mitzunehmen. Der Sonnenaufgang bei Hasberg war zwar heute nicht spektakulär, aber auch nicht ganz verkehrt.

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Leonhardiritt

Ganz kurzentschlossen nahmen das schwarze Pferd und ich heute noch beim Leonhardiritt in unserem Städtchen statt. Wer mehr über diesen Brauch erfahren möchte, folgt einfach diesem Link zur Leonhardifahrt/-ritt.

Nachdem hier heute Traumwetter angesagt war – für November unglaubliche achtzehn Grad und Sonnenschein – und noch zwei Mädels aus unserem Stall mitreiten wollten sowie eine Nachbarin, ließ ich mich mitziehen. Ruckizucki in Gemeinschaftsarbeit das schwarze Winterfell geputzt – puh, beim Rappen sieht man in der Sonne jedes Stäubchen, egal wie lang man putzt – dann die Mähne und der Schweif eingeflochten. In die Mähne kamen violette Herbstastern, in den Schweif die letzten Blüten  der Ghislaine de Féligonde. Und los ging es. Die Schwarze war total gelassen und tat so, als wäre sie schon tausend Umzüge mitgegangen und nicht erst das zweite Mal… so macht das Spaß!

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Die Stadtkapelle – direkt dahinter wir!

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Der Erntewagen

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„Wann kommen die Nächsten, Papa?“

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Sechsergespann Friesenpferde

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Pater Jonas hoch zu Roß

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Urlaub 4

Am nächsten Morgen bekamen wir Besuch… gut getarnten Besuch… Schnäuzelchen konnte ihn dennoch einfangen. Es war irgendwie lustig, wie er plötzlich aufsprang, die Kamera ergriff und sich anschlich…

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Herr und Frau Fasan sahen wir sehr häufig, genau wie zahlreiche Karnickel und auch zwei, drei Rehe – letztere aber immer nur dann, wenn die Kamera nicht parat lag.

Und dann – der erste Tag mit Strandwetter! Am späteren Vormittag waren wir dann unten und bauten das erste Mal in unserem Leben einen Windschutz auf. Der Windschutz gehört meinen Eltern und war ebenfalls schon auf Fanö, als wir Kinder waren.

Man sieht doch sehr viele Leute ohne Windschutz, höchstens noch mit Strandmuscheln. Die sind aber für mehrere Leute nicht wirklich geeignet. Unser Windschutz ist – wenn man das System heraus hat – fix aufgebaut und hält den Wind wirklich gut weg. Unten durch geht auch nichts, da wir gut mit Sand angehäufelt hatten. Wie man sieht, haben die Kindelein sich sofort ans Loch-Buddeln gemacht…

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Im Auto übrigens neben diverser Bademäntel, Wechselklamotten, Sandelbedarf noch eine große Tüte Semmeln, eine Stange Salami nebst Brettchen und Messer zum Abschneiden und zahlreiche Flaschen Leitungswasser – unsere Verpflegung über den Strandtag. Vollkommen ausreichend! Wenn es einem mal nach Eis gelüstet, kann man ja an den Dünenrand zum Kiosk marschieren…

Dann gab’s auch den ersten Badeversuch. Ich gebe ja zu, es kostet gewisse Überwindung, sich komplett in das doch recht kühle Nordseewasser zu stürzen. Aber wenn man mal drin ist, macht es viel Spaß!

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Ansonsten besteht so ein Strandtag auf Fanö aus Buddeln

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und Lesen

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und Handarbeiten (Ich kann beim besten Willen nicht so lang am Stück lesen… Meine Hände brauchen was zu tun!) – ich sitze übrigens auf einem Haufen festgeklopftem Sand, auf den dann die Bastmatte kam – zum Sticken einfach besser als „frei zu sitzen“.

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Am Abend lecker Scholle – auch dieses war für uns Premiere – wir haben noch nie selber Scholle zubereitet. An diesem Tag gab es sie nach Finkenwerder Art. Seeeer lecker!

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Und irgendwie endete der Tag, wie er begonnen hatte – mit tierischem Besuch.

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Die ersten Tage war es ja noch recht windig und kühl, gerade eben über zwanzig Grad. Außerdem regnerisch. Für uns, die wir aus dem hitzegeplagten Bayern angereist waren, noch sehr ungewohnt.

Aber wir wußten uns dennoch zu beschäftigen, auch wenn man noch nicht am Strand liegen konnte. Da gibt es zum Beispiel den netten kleinen Ort Sönderho an der Südspitze der Insel. Ein alter Seefahrerort mit unglaublich vielen reetgedeckten Häuschen und ganz viel Charme, auch und vor allem, wenn man einmal in die Nebengäßchen eintritt. Aber sehen Sie selbst:

Auf dieser Bildtafel wird die Geschichte des Ortes dargestellt

Auf dieser Bildtafel wird die Geschichte des Ortes dargestellt

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Tehuset

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Ein Wetterhahn – äh – Schiff

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Wie Inforum wohl schmeckt?

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Nach dem Mittagessen ging es dann an den Strand, damit die Kinder ein wenig Buddeln konnten. Die Männer versuchten sich derweil als Drachenpiloten. Beide hatten noch nie einen Lenkdrachen geflogen – unser schöner Schwarzgrüner stürzte denn auch ein paar Mal zu viel ab und ging leider kaputt… Der unseres Freundes brummte wie eine mißmutige Hornisse, überlebte aber alle Versuche, bis Schnäuzelchen verstanden hatte, wie so ein Ding zu steuern sei und sich daran machen konnte, es unserem Freund beizubringen.

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Da waren die Leinen sehr verwirrt…. Bis zum Entwirren mußte Schnäuzelchen den Drachen unten halten – klappt bei der Hornisse mit vorsichtigem Draufsetzen am Besten!

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Kleine Sandburg

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Tsch,Tsch,Tsch,Tsch,Tschuhuuuuuuuuu!!!!

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Vergangenen Sonntag haben wir das Lokschuppenfest besucht. Dieses wurde vom Verein „Schwabendampf e.V.“ veranstaltet und das Beste daran war die Fahrt mit der alten Eisenbahn.

Wir stiegen in der Nachbarstadt  zu, fuhren die – leider nur zehn Minuten lange – Strecke bis nach Neuoffingen. Ich fand es unglaublich faszinierend, die vorbeifliegende Landschaft nicht nur aus dem Abteil zu sehen, sondern draußen am Ende des Wagens stehen zu können und sich die Luft um die Nase blasen zu lassen. Und wie die blies! Ich mußte sogar meinen Hut absetzen, sonst wäre er davongeflogen!

Natürlich kam man dabei auch in den Genuß der Rauchschwaden der Dampflok und mittags brannten die Augen dann ein wenig aufgrund des Rußes – aber da wir ja keine Schattenparker sind, war das kein Problem.

Auf dem Fest beobachteten wir, wie die Dampflok – eine badische Vlc, die die Schwabendampfler von Amstetten aus besuchte – rangierte, damit sie gegen Mittag wieder in die Nachbarstadt zurückfahren könne. Die Waggons wurden abgehängt, eine ebenfalls recht alt wirkende Diesellok zog sie nach hinten bis über die Weiche hinaus. Dann dampfte die Lok rückwärts los um an ebenjener Weiche dann wieder nach vorne auf das Nebengleis zu fahren. Die Diesellok schob die Waggons wieder in den Bahnhof, daraufhin kehrte die Lok wieder auf das vorherige Gleis zurück, um sich verkehrt herum an die Waggons anzuhängen. Das sah schon irgendwie lustig aus.

Beim herumspazieren konnten wir noch eine Anzahl älterer Schienenfahrzeuge bewundern. Eine alte Lok trug sogar die Aufschrift „Deutsche Reichsbahn“, aber leider war kein Schild mit Baujahr und technischen Daten zu finden. Wir fragten dann einen der Gastgeber, der aber auch nicht genau sagen konnte, was das für eine Lok sei. Aber er konnte uns erklären, daß alle Typenschilder abmontiert seien, weil diese sonst geklaut würden. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Nachdem Junior und Prinzeßchen noch mit einer „Spur 8 Eisenbahn“ gefahren waren – Junior saß brav vorwärts drauf, nur das Prinzeßchen turnte herum und brachte ihren Anhänger zum Entgleisen – kehrten wir mit der 75 118 wieder in die Nachbarstad zurück.

Diese alten Maschinen faszinieren mich sehr und ich freue mich, daß ich auch endlich einmal mit solch einem Zug fahren konnte. Zu denken, wie die Erfindung der Eisenbahn seinerzeit das Reisen revolutioniert hat… Schon irgendwie beeindruckend!

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