Die Welt der Windjammer

Jetzt stehe ich hier an Bord der Passat, einer Viermastbark. Obwohl sie nicht mehr segelt, erzählt jede Planke, jedes Tau und jede Rahe von all den Abenteuern, die dieses Schiff auf den Weltmeeren erlebt haben muss.

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Das Notruder auf dem Achterdeck.

Sie ist nicht einfach nur ein Segelschiff wie viele andere. Sie war einer der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren diese Schiffe noch immer in der Lage, der sich immer weiter verbreitenden Dampfschiffahrt Paroli zu bieten. Die besten Besatzungen, die man sich vorstellen konnte, segelten diese robusten Schiffe. Sie waren so gut, dass es annähernd als Linienbetrieb galt.

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Die Passat in Travemünde.

Dieser Windjammer hat seine großen Reisen allerdings längst hinter sich. Die Passat hat ihre Aufgabe als Museumsschiff in Travemünde gefunden. Dort zeugt sie noch heute von dieser beeindruckenden Zeit.

Ihren Charme spielt sie dabei erst auf, wenn man sich einmal an Deck befindet. Erst dort wird einem klar, wie groß das Schiff dann doch ist. 115 Meter lang, 14 breit, gebaut 1911 in den Werften von Blohm und Voss. Das Gros des Schiffs ist dabei noch orignal restauriert, also kein Nachbau. Bis 1957 umrundete sie 57 Mal das Kap Hoorn.

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Ebenfalls ein Traditionsname: Blohm & Voss.

Lange höre ich dem ehrenamtlichen Kollegen zu, der mir viel über das Schiff und seine Geschichte erzählte. Einiges wusste ich bereits. Beispielsweise, dass die P-Liner schnell waren. Wirklich schnell. Schon die Passat lief bei gutem Wind circa 18 Knoten (ca. 33 km/h). Die Preussen, ein Fünfmast-Vollschiff und ebenfalls ein Flying P-Liner erreichte sogar 20 bis 21 Knoten (39 km/h). Auch, dass sie nach dem neusten Stand der Technik gebaut wurden. Robust genug, um auch die Stürme von Kap Hoorn abzureiten. Und das in Rekordzeit.

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Ein Modell des Flying P-Liners Preussen, ein Fünfmast-Vollschiff und noch bis ins 21. Jahrhundert(!) der größte Segler, der je gebaut wurde.

Richtig kribbelt es im Bauch aber erst, als ich unter Deck ankomme. In der vorderen Hälfte des Schiffes ist der Frachtraum erhalten geblieben. Erst dort begreife ich, was 8 Meter Schiffsrumpfhöhe wirklich bedeuten. Noch unvorstellbarerer wird mir in diesem Augenblick die Tatsache, dass dieses Schiff in Rekordzeit über die Weltmeere segeln konnte. Segeln. Ohne Hilfsantriebe. Nur mit Windkraft.

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Der Frachtraum der Passat.

Lange stehe ich vor den verschiedenen Reiseberichten, teilweise in Form eines kurzen Filmes, teilweise in Form von großen Wandtafeln mit alten Fotos. Auch heute, einen Tag später verschwinden die Bilder nicht aus meinen Gedanken. Ebenso wie viele kleine Details. Beispielsweise der 34 Tonnen schwere Anker (inklusive Kette). Oder die in liebevollen Details nachgestellten Szenen.

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Die Kombüse

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Der Funkraum

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Das Lichten des Ankers war Handarbeit…

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Das Getriebe, über das der Anker gehoben wurde – eines der vielen Originalbauteile!

Ein Teil von mir findet es unglaublich schade, dass diese Schiffe weitestgehend von den Meeren verschwunden sind. Nachvollziebar und völlig schlüssig, aber nichts desto trotz schade.

Nur noch vier Flying P-Liner sind erhalten, nur noch einer davon fährt tatsächlich zur See. Die Padua segelt noch heute als Segelschulschiff unter russischer Flagge. Sie war eine Reparationszahlung und führt heute den Namen Kruzenshtern.

Was mir bleibt ist die Faszination eines in der heutigen Welt beinahe unglaublichen Schiffes, einer Meisterleistung der deutschen Ingenieurskunst. Dieses Gefühl wird mich – und noch viel mehr den kleinen Jungen in mir – noch lange begleiten.

Vielen Dank an die Stadt Lübeck, die diesen Teil der deutschen Geschichte erhalten hat.

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Ein Handball voller Autogramme

ist das Ergebnis des gestrigen Freundschaftsspieles zwischen dem Bayernligisten Günzburg und dem Bundesligisten Füchse Berlin. Herr Vater, die Kinder und ich ließen uns das nicht entgehen, auch wenn das Ergebnis ja von vorneherein feststand. Was sollen auch die im Schnitt einen Kopf kleineren Bayernligisten gegen eine Bundesligamannschaft mit lauter x-fachen Nationalspielen für Chancen haben? 

Spaß gemacht hat es trotzdem. In der vorangehenden Autogrammstunde ließ sich Junior von allen Füchsen ein Autogramm auf seinen Handball geben. Als wir uns zur Hälfte von rechts nach links vorgearbeitet hatten, entdeckte das Prinzeßchen unseren Nationaltorhüter. „Da ist Heine.vetter!!!“, krähte sie in voller Lautstärke. Und genau von diesem haben wir jetzt ein Foto mit dem Prinzeßchen und Junior. 

In 80 Tagen um die Welt

So wie wir heute von Liverpool nach New York spazieren, wird man von der Erde zum Mond spazieren. Durchquerung des Ozeans, Durchquerung des Weltenraumes – wo liegt da der grundsätzliche Unterschied?

Jules Verne, französischer Schriftsteller, 1828-1905

Es ist schon einige Zeit her, dass ich zuletzt ein Buch von Jules Verne in den Händen hielt. Die „20.000 Meilen unter dem Meer“ waren es, die mich auch mit Anfang 30 noch immer faszinierten. Nicht selten fiel es mir schwer, zu glauben, dass er diesen Text 1869-1870 verfasst hatte.

Zu „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ muss ich gestehen, dass mir die Romanvorlage bisher fern geblieben ist. Das werde ich dieses Jahr wohl korrigieren müssen. Bis dahin werde ich in Gedanken wohl in der wirklich guten Verfilmumg mit Pierce Brosnan und Sir Peter Ustinov bleiben, die mir immer wieder viel Spaß bereitet. Auch diese Geschichte aus dem Jahre 1873 übt auf mich eine beinahe endlose Faszination aus.

Aber ich schweife ab (ist das etwas Neues?), denn in diesem Artikel soll es nicht um den altehrwürdigen Jules Verne gehen. Eigentlich soll es hier um unseren jüngsten Besuch im Tierpark Hellabrunn in München gehen.

Aha?

Das werden Sie sich vermutlich jetzt auch fragen.

Eigentlich ist es ganz einfach (das sind die Berühmten Letzten Worte eines Informatikers): Die Vielfalt eines Tierparks erinnert mich nicht selten an eben diese abenteuerlichen Geschichten, beinahe 150 Jahre alt und doch zeitlos.

Es gibt wohl kaum einen anderen Ort auf der Welt, an dem man mit wenigen Schritten den Übergang von den Polarregionen in den Dschungel auf die Pflastersteine legt. Ja, und das haben wir dieses Wochenende getan.

Begeben Sie sich also einmal mit mir auf die Reise in eine wunderbare Welt, die wir nur noch viel zu selten wahrnehmen können. Lange habe ich überlegt, welche der 160 Bilder (nach massivem Aussortieren) der mehr als 40 Tiere ich hier abbilde. Das Ergebnis ist eine Tour um die Welt. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Wunder unserer Erde:

P1090380Lassen Sie uns den Reigen mit einem Kormoran-Pärchen eröffnen, der uns gleich zu Anfang in Beschlag genommen hatte. Bis auf Südamerika beinahe überall zu finden, kann ich ihn getrost auch vor unserer Haustüre einsortieren.

Recht unspektakulär saßen die beiden kaum zwei Meter vom Pfad entfernt. Es war das erste Mal, dass wir uns die Frage stellten, was die beiden wohl über die ganzen „Touries“ dachten… Ein Gedanke, der sich an diesem Tag des Öfteren wiederholen wird.

Wir bleiben auf unserer Reise zunächst einmal in den nördlicheren Gefilden, denn auch unsere Natur hier hat so einiges zu bieten.

P1090818Da wäre als nächstes der Europäische Wolf. Genaugenommen eigentlich der „Eurasische Wolf“. Dieser ist mitnichten nur in Europa zu finden, sondern auch in weiten Teilen Asiens bis hin zur Arabischen Halbinsel zu Hause.

P1090627Die Europäische Sumpfschildkröte hingegen beschränkt sich eher auf die Europäischen Gefilde, von der Nord- und Ostsee über Moskau bis zum gesamten Mittelmeerraum. Gerade einmal handgroß. Prinzesschen brauchte etwas Hilfe, die gut getarnten Kollegen zu erkennen.

Von hier aus benötigen wir zum ersten Mal eine Fluggelegenheit, denn jetzt nehmen wir Kurs auf die nördlichen Polarregionen. Eher durch Zufall trafen wir dabei auf eine Graugans. Die Kollegin konnte mir an dieser Stelle glaubhaft versichern, dass ihr Fluggebiet sich nicht weiter als bis zur Ostsee erstreckt. Daher mussten wir dann doch auf eher menschliche Fortbewegungsmittel zurückgreifen.

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Damit kommen wir wohl zum Höhepunkt unserer Reise, denn das Eisbärenmädchen Quintana, gerade einmal viereinhalb Monate alt zog uns in ihren Bann. Eine Art, die wir vermutlich in einigen Jahrzehnten nur noch in den Zoos dieser Welt zu sehen bekommen. Schon jetzt gilt die Art mit rund 20.000 bis 25.000 Tieren weltweit als gefährdet. Setzt sich der Rückggang des artkischen Meereises weiter fort, werden allein in den nächsten 30 Jahren mehr als 2/3 davon verloren gehen.

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Der Eisbärenmama war derweil auch nicht langweilig (bitte entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität, die Scheibe war leider nicht zu umgehen):

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Ob der Eisbär oder der Ball gewann, das vermag ich ihnen leider nicht mitzuteilen, der Kampf dauerte bei unserer Weiterreise noch an. Meine Wetten lagen allerdings definitiv auf dem Eisbär…

Von dort aus führt uns unser Weg in Richtung Südosten wieder in wärmere Gefilde. In den Wüstenregionen des Orients sind sie ein gewohnter Anblick, die Trampeltiere. Der Bestand dieser Tiere an sich ist nicht gefährdet, allerdings nur im domestizierten Bestand des Menschen. Freilebend finden sich (Stand 2003) kaum noch 1.000 Tiere. Die hiesigen Tiere kämpften dabei nicht etwa mit Motten sondern mit dem Wechsel zum Sommerfell:

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… was ihrer Geselligkeit aber keinen Abbruch tat …

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Der weitere Weg nach Osten führt uns schließlich zum indischen Subkontinent. Dieser ist überraschenderweise die Heimat sowohl des Indischen Panzernashorns als auch die des ebenfalls Indischen Weißschwanz-Stachelschweins. Die zuletzt genannten Gesellen sind recht geruhsame Kollegen, die sich von der Türkei bis hin zur Volksrepublik China ausgebreitet haben.

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Die Panzernashörner hingegen sind nur in Indien zu finden und gelten – wie so viele Tiere in diesem Artikel – als gefährdet. Circa 3.000 Tiere leben noch in freier Wildbahn. Die gute Nachricht: Tendenz steigend.

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Der Bulle im folgenden Bild – Lebendgewicht über zwei Tonnen! – hat sich übrigens ganz freiwillig seines Horns entledigt, so war zu lesen. Er scheuert es sich bei jeder Gelegenheit selbst ab. Ein Verhalten, was auch in freier Wildbahn nicht ungewöhnlich ist.

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P1090633Auf dem Weg zur Pazifikküste erreichen wir jetzt die majestätischen Gipfel des Himalayas. Unter anderem in Tibet ist dort der Kleine Panda zu finden. Eine Steilvorlage für jeden Teddybär scheint er aus seiner Heimat eine gute Resistenz gegen die Höhenangst mitzubringen. Bequem scheint es in jeden Fall gewesen zu sein, unser heimischer Kater hätte keinen größeren Wohlfühlfaktor ausstrahlen können.

Kaum überraschend ist auch der Kleine Panda (seit 2008) auf der Roten Liste der gefährdeten Arten  geführt. Weniger als 10.000 Exemplare sind noch in Freiheit zu finden.

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Wir setzen unseren Weg zum Pazifik fort, die Reise führt uns zum Japanischen Meer. Dort finden wir eines der wohl seltensten Tiere im Tierpark. Weniger als 500 Sibirische Tiger leben noch in freier Wildbahn. Es ist ein Armutszeugnis für unsere Menscheit, dass wir diese so beeindruckenden Tiere, auch bekannt als Panthera tigris altaica, beinahe ausgerottet haben. Männliche Exemplare dieser Gattung bringen bis zu 300 kg auf die Waage.

Dieses Jahr würde ich sie eher als schlaftrunken bezeichnen, auch wenn sie mich dabei spontan an unseren Stubentiger erinnern. Getreu dem Motto, Katzen sind alle gleich:

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Damit Sie mal einen richtigen Eindruck dieser majestätischen Tiere bekommen, habe ich mal in meinem Archiv gegraben. Eine meiner besten Aufnahmen stammt ebenfalls aus Hellabrunn und entstand vor 11 Jahren (2006) an fast der gleichen Stelle:

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Wir wenden uns nun den tropischeren Gefilden in Richtung Süden zu. Borneo und Sumatra sind die Heimat unserer Vorfahren, den Orang-Utans. Auch sie sind vom Aussterben bedroht, wenn auch ihre Zahlen (ca. 14.000 auf Sumatra, 54.000 auf Borneo) noch höher ausfallen, als die des Sibirschen Tigers. Den Nachwuchs der Menschenaffen in Hellabrunn bekamen wir leider nicht zu Gesicht, dafür aber diesen verspielten Kollegen:

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Im selben Großraum findet sich die Insel Java. Sie ist die Heimat der Silbergibbons. Wenig überraschend gelten auch diese als bedroht. 2008 schätzte man den Bestand auf weniger als 2.500 Exemplare. Erwähnenswert: Hellabrunn ist einer der Tierparks, die ein Zuchtprogramm für Silbergibbons zum Erhalt der Rasse vorantreiben.

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Wir nehmen jetzt Kurs auf die südlichen Polarregionen. Unterwegs machen wir aber noch einen Abstecher über Neuseeland. Dort lebt eine Papageien-Art, die mich seit der ARD-Dokumentation „Kluge Vögel“ sehr fasziniert. Sie sind verspielt, intelligent und – was sie mir sehr sympatisch macht – in hohem Maße neugierig. Die Rede ist vom Bergpapagei, dem Kea.

Sie nutzen Wekrzeuge, erkennen ihr Spiegelbild und haben definitiv ein technisches Verständnis. Ob Rucksäcke oder mit schweren Holzstücken beschwerte Mülltonnen, nichts ist vor ihnen sicher. Wenn Sie einmal eine Gelegenheit haben, eine Dokumentation über diese Papageien anzusehen, nutzen Sie sie. Sie werden sehr viel Spaß dabei haben.

Leider gilt auch er als gefährdet, die Größe der Population ist rückläufig.

Unvermeidbar bei jedem Zoobesuch mit Kindern ist nun der Abstecher zu den Pinguinen. Die kleinen Vögel sind in vielen Regionen heimisch, egal ob wir vom Nördlichen Felsenpinugin reden  (Südlicher Atlantik, pfeilschnell unter Wasser, mit sehr dekorativem Kopfschmuck, ebenfalls gefährdet) …

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Königspinguin (Südliche Polarregion noch in treibeisfreien Gewässern) …

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… oder dem Humboldt-Pinguin (Peru und Nordchile, gefährdet).

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Allein schon bei der Erwähnung des Namens Alexander von Humboldt könnte ich schon wieder einen Exkurs starten, der deutsche Forscher und Namensgeber für den Humboldt-Pinguin genoss nicht umsonst bereits zu Lebzeiten ein hohes Ansehen. Aber zurück zu unserer Reise.

Wir wenden uns jetzt Südamerika zu, einer Region, die ebenfalls eine enorme Artenvielfalt in sich birgt. Unter anderem wären da die Alpakas, die wohl jeder schon einmal gesehen hat. Eine weitere Unterart der Kamele. Sie hielten Siesta, als wir bei ihnen vorbei kamen.

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Auch die Nandus sehen wir häufig. Wie der Strauß ein flugunfähiger Vogel, beheimatet in weiten Teilen Südamerikas. Und Norddeutschland. Genau, Sie haben richtig gelesen. Norddeutschland. Im Jahr 2000 konnten einige Nandus aus einem Gehege ausbrechen. Sie bilden die bis heute einzige Nandu-Population, die sich nach einem Ausbruch etablieren konnte…

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Ebenso bekannt, und auf dem südamerikanischen Kontinent weit verbreitet ist der Gelbbrustara, der mit seinen schillendern Farben schnell die Blicke auf sich zieht. In der riesigen, begebahren Freiflugvoliere des Tierparks zog er mehr als einmal über uns hinweg und beeindruckte mit sienem strahlend gelbblauen Gefieder.

Ein ebenso schönes Foto dieser Tiere zu erhalten, erwies sich indes als schwierig, mehr als einen flüchtigen Eindruck vermittelt die folgende Aufnahme leider nicht.

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Ebenfalls nicht gefährdet ist der Scharlachsichler, oft auch als Roter Sichler bezeichnet. Im nördlichen Südaberika heimisch ist sein leuchtendrotes Gefieder kaum zu übersehen. Seine Landung im Baum zeugte allerdings von erheblich weniger Eleganz als die des vorangegangenen Aras.

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Was verbleibt aus den Vogelvolieren? Eine Reihe von Bildern mit Tieren, die wir nicht genau zuordnen konten. Einerseits, weil es mir entging, die Erkennungstafeln zu photographieren, andererseits, weil wir ebendiese manchmal gar nicht fanden. Vorenthalten möchte ich ihnen einige dieser Aufnamen aber allein aus diesem Grunde nicht:

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Den nordamerikanischen Kontinent streifen wir bei unser heutigen Reise nur kurz. Denn die beinahe unvermeidlichen Kanadagänse (auch in Europa zu finden) waren im ganzen Park immer wieder zu finden und hatten dabei mitunter auch ihre Differenzen mit ihrer Nachbarschaft…

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Damit setzen wir ein letztes Mal hinweg über einen der großen Ozeane und erreichen Afrika. Die Urwiege unserer Welt. In den Savannen südlich der Sahara im Osten und Süden Afrikas finden wir die Netzgiraffen, eine der vier Giraffenarten. Bis heute erstaunt es mich, dass diese bis zu fünfeinhalb Meter hohen Tiere überhaupt „funktionieren.“

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Vergleichsweise unspektakulär sind daneben die Hartmann-Bergzebras aus dem südlichem Afrika. Auch die Bergzebras sind gefährdet, vor allem das Kap-Bergzebra mit nur noch circa 1.500 Tiere existieren.

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Natürlich sind auch Affen in Afrika zu finden, wer hätte das gedacht! Sehr bekannt sind die Paviane, die sich über ganz Afrika verbreitet haben und in wohl jedem Tierpark zu finden sind. Der Chef(?) hier hatte jedenfalls alles im Blick.

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Nicht direkt in Afrika sondern vorgelagert auf Madagaskar leben die stark gefährdeten Roten Vari. Der Nationalpark Masoala schützt einen Teil ihres letzten Verbreitungsgebiets.

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Und hier findet unsere lange Reise jetzt ihr Ende.

Ein Tier fehlt aber noch, vielleicht können Sie sich schon denken, welches.

Ein Tier, das wir alle von klein auf kennen.

Panthera leo, der König der Tiere. Früher war er in ganz Afrika, im südöstlichen Europa, in Vorderasien und Indien zu finden. Heute leben weniger als 30.000 Löwen auf die Savannen südlich der Sahara bis hin zu den Nationalparks im südlichen Afrika.

Mit den Bildern der zweitgrößten Katze der Welt möchte ich mich für heute verabschieden. Lassen Sie uns alles dafür tun, dass wir all diese Tiere auch 2050 noch in freier Wildbahn antreffen werden.

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Bon voyage!

Käse-Hütte

Heute waren wir wieder einmal in Eschach bei Kempten zum Skifahren. Es war toll und die Kindelein sind das erste Mal zusammen Ankerlift gefahren – und kein einziges Mal rausgefallen!

Dabei haben sie sehr wenig Erfahrung mit Ankerliften, denn im Grödner Skigebiet gibt es nur noch Teller- und Sessellifte. 

Auf dem Weg zum Skibuckel war den Kindelein bereits das letzte Mal folgendes Schild aufgefallen, das bei Ihnen Lachanfälle auslöste:

Heute entdeckte ich „24h geöffnet“ und bog spontan ab. Die Neugier plagte mich doch zu sehr. 

Und richtig, wie ich vermutet hatte: Ein Häuschen an einem Bauernhof. Darin ein Kühlschrank mit Milchprodukten, was so drin ist, wenn er voll ist, weiß ich nicht, denn es war nicht mehr so viel drin. 

Ich entnahm ein Stück „Bauernkäse“ und ein Stück Butter. Sogar mit einem Buttermodel geformt, es ist ein Blümchen drauf. Neben dem Kühlschrank ein Büchlein und eine Kasse, ich legte mein Geld hinein, schrieb einen Servus und heim ging’s. 

So was finde ich spitze und unterstütze es gern!!!

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum…

Wer kennt ihn nicht, diesen netten Zungenbrecher?

Da Schnäuzelchen den heutigen Brückentag in einen Urlaubstag umgewandelt hatte, das Wetter sonnig und mild angesagt war und wir schon lange einmal wieder mit den Kindern wandern wollten, machten wir heute einen Abstecher ins Ulmer Umland.

Eigentlich wäre ich gerne ins Allgäu gefahren und hätte mir ein paar Berge erwandert. Aber verschiedene Dinge sprachen einfach dagegen. Einmal die Tatsache, dass die Kindelein noch nicht so wanderfit sind, dass sich die mindestens einstündige, eher eineinhalbstündige Anfahrt in die Berge lohnen würde. Dann aber auch die Tatsache, dass die meisten Hütten im Allgäu inzwischen geschlossen sind – und natürlich genau die, die für uns interessant gewesen wären. Herausfinden kann man das übrigens auf der Webseite von Alpgenuss, auf die ich eher zufällig stieß.

Plötzlich fiel mir jedoch jene Autofahrt mit Frau Mutter ein, bei der wir am Ende des kleinen Lautertals vorbeifuhren und sie mir berichtete, dass sie mit uns als Kindern dort öfter mal wandern gewesen waren. Tja, mir fiel allerdings der Name nicht mehr ein, also schnell einmal Mutter Quiltfu angerufen – der er auch entfallen war. Glücklicherweise hatte Herr Vater die richtige Eingebung und so suchte ich mir gestern über die Webseite der Stadt Blaustein eine Wanderung im Lautertal aus. Die mit dem gelben Punkt übrigens, wobei mein Fitbit der Ansicht ist, wir seien heute mehr als sechs Kilometer gewandert. Nun ja, jedenfalls waren wir gute zweieinhalb Stunden unterwegs – reine Gehzeit.

Zunächst ging es durch einen traumhaften Wald, viele Buchen und Ahorne, das lückenhafte Laub ließ die Sonne durch und durch die Kombination aus Sonne und Herbstfärbung war es der reinste Zauberwaldweg. Zwischendrin gab es mal leichte Irritationen, weil wir aufgrund eines Baumes, der quer über zwei von drei möglichen Wegen lag, unseren gelben Punkt nicht mehr gefunden hatten. Erst schlugen wir einen falschen Weg ein, also zurück  und den zweiten – auch falschen, aber dafür mit viel Erlebnisklettern über den Baum – genommen. Schlußendlich dann Weg drei erklettert, den gelben Punkt gefunden und festgestellt, dass dieser Weg ganz in der Nähe des ersten herauskam – wir hätten nur zwanzig Meter weiter gehen müssen und hätten unseren gelben Punkt gefunden.

Achtung – Bilderflut!

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Dann der Abstieg ins Lautertal. Das war schon recht abenteuerlich, denn es ging ziemlich steil hinunter und auch hier lag Baumzeug quer über den Weg. Das unterste Stück wurde dann durch eine Treppe – sogar mit Geländer! – entschärft und wir konnten direkt in der Nähe des Lauterursprungs unser Mittagessen einnehmen. Zum Glück hatte Junior an die Picknickdecke gedacht, ich hätte die mal wieder vergessen.

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Irgendwie kommt gar nicht raus, wie steil das war…

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Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es weiter und hier fingen die Mäuse dann auch irgendwann an zu quengeln. Aber das hielt sich sehr in Grenzen, in aller Regel konnte man sie gut ablenken und mit „Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn“- Gesängen oder großem Indianergeheul klappte das nächste Stück Weges dann auch immer.

Dummerweise ist es ja so – wenn man wo einen Buckel herunter muss, muss man die Meter auch irgendwann wieder hinauf. Und so war es dann auch, zum guten Schluß gab es noch einen kleinen Aufstieg, der aber nicht so steil war wie der Abstieg zuvor. Einmal mussten wir sogar zwei Mountainbikern ausweichen, die da heruntergesaust kamen.

Und danach, als wir dann alle müde, aber zufrieden wieder daheim waren, gab es für die tapferen Wanderskinder noch eine schöne Tasse Kakao und jede Menge süße Stückchen. Da haben sie auch ordentlich zugeschlagen. Wandern macht eben hungrig. p1070893p1070888p1070871p1070869p1070864

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Lautertopf

Montags

… bin ich in aller Herrgottsfrühe arbeiten. Meist bis zehn, manchmal, so wie heute, aber bin ich schon gegen halb acht fertig. Wenn ich dann – so wie heute – absehen kann, daß ich sowieso nicht rechtzeitig daheim sein werde, um Schnäuzelchen beim Kinderfertigmachenundschulebringen zu helfen, dann gehe ich meistens den einen oder anderen Schatz heben.

Und ganz manchmal, so wie heute, habe ich tatsächlich daran gedacht, die Kamera mitzunehmen. Der Sonnenaufgang bei Hasberg war zwar heute nicht spektakulär, aber auch nicht ganz verkehrt.

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Leonhardiritt

Ganz kurzentschlossen nahmen das schwarze Pferd und ich heute noch beim Leonhardiritt in unserem Städtchen statt. Wer mehr über diesen Brauch erfahren möchte, folgt einfach diesem Link zur Leonhardifahrt/-ritt.

Nachdem hier heute Traumwetter angesagt war – für November unglaubliche achtzehn Grad und Sonnenschein – und noch zwei Mädels aus unserem Stall mitreiten wollten sowie eine Nachbarin, ließ ich mich mitziehen. Ruckizucki in Gemeinschaftsarbeit das schwarze Winterfell geputzt – puh, beim Rappen sieht man in der Sonne jedes Stäubchen, egal wie lang man putzt – dann die Mähne und der Schweif eingeflochten. In die Mähne kamen violette Herbstastern, in den Schweif die letzten Blüten  der Ghislaine de Féligonde. Und los ging es. Die Schwarze war total gelassen und tat so, als wäre sie schon tausend Umzüge mitgegangen und nicht erst das zweite Mal… so macht das Spaß!

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Die Stadtkapelle – direkt dahinter wir!

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Der Erntewagen

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„Wann kommen die Nächsten, Papa?“

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Sechsergespann Friesenpferde

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Pater Jonas hoch zu Roß

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