Nachgereicht

Ich kann ja nicht einfach irgendwo rumsitzen, ohne dass meine Hände was zu tun haben. Es sei denn, ich lese gerade.

Aber lesen beim Autofahren geht nicht so gut. Und im Urlaub, am Strand, muss man auch mal etwas Abwechslung rein bringen können.

Daher beschloss ich, wieder eine Decke zu häkeln. Und die sollte die Schwiegermama dann zu Weihnachten bekommen.

Also erst mal mit dem Schwiegerpapa konferiert wegen der Farbabstimmung und Wolle ausgesucht. Fündig wurde ich bei Attic24 und ihrer Meadow Blanket.

Weil da ich ja manchmal meine, Extrawürste machen zu müssen, sollte die Decke nicht wie im Original vorgesehen, Streifen haben, sondern Quadrate. Damit ich immer nur kleine Quadrate häkeln muss und nicht in der warmen Jahreszeit eine große Decke auf dem Schoß…

Nun ja, dabei übersah ich natürlich, dass beim ausgewählten Häkelmuster die Quadrate „as you go“, also während des Arbeitens, aneinander gehäkelt wurden. So hatte ich dann doch irgendwann ein Trumm auf den Beinen – aber erst, als es ins usselige Herbstwetter ging, von daher – alles gut.

Der Kater fand die Decke jedenfalls ganz behaglich.

Und wenn ich nach dem Bild, das mich dann nach Weihnachten erreichte, gehe, war die Beschenkte wohl auch des Katers Meinung.

Das ist das fertige Trumm…

Musterlegen

haben die Kinder betrieben. „Abwechselnd neun und acht Hexagons“ war die Vorgabe.

Zwischendrin kamen sie mit dem Zählen etwas durcheinander aber im Prinzip hab ich mir die Teile jetzt so zusammensortiert. Jetzt muss ich nur noch begreifen, wie die zusammengehäkelt werden…

Kommen ja noch ein paar Handballspiele…

Neue Projekte…

Corona hat unseren abendlichen Ablauf verändert. Schnäuzelchen hat nach einem Tag Homeoffice keine Lust mehr gehabt auf seine PC. Nicht mal zum Daddeln. Also verließen wir beide unsere abendlichen Tische im Büro – er vor dem PC und ich vor der Nähmaschine. (Und ja, man kann sich auch dabei wunderbar unterhalten).

Jetzt haben wir diverse Serien für uns entdeckt. Einige bis zum Ende gesehen, einige abgebrochen, andere wiederholt. Mal im englischen Original, mal die synchronisierte Fassung. Je nach Drehland – kanadisches Englisch ging bei uns gar nicht!

Da ich die Tochter meiner Mutter bin, kann ich nicht vor der Kiste sitzen, ohne dass meine Hände was tun. Das erste Projekt war also eine kuschelwarme Jacke aus Alpaka/Merino-Gemisch. Die ist sogar recht fix fertig geworden. Im Oktober angefangen, vor Weihnachten fertig.

Anleitung von hier

Wolle von hier

Köpfchen

Zwergi hat eindeutig einen kleineren Kopf als unsere restlichen Rösser… Und Zwergi haßt Mücken und Bremsen.

Die Haube des Springpferds ist wohl etwas reichlich…

Also mußte ein paar Mückenohren her. Zwei Abende brauchte ich für‘s Häkeln. Dann setzte ich die Ohren rein. Das Gehäkelte passte, die Ohren… naja. Hatte eher was von Micky Maus. Viel zu breit. Die Länge immerhin paßte.

Also aufgetrennt, Stoffohren verschmälert, neu eingesetzt. Nun passen sie recht gut.

Und noch ein Schal

denn Junior guckte mir ganz genau zu, als ich den Schal für meinen Bruder häkelte. Er wolle auch so einen, bat er. 

Da wir über das verlängerte Wochenende noch einmal zu den Großeltern in den schwarzen Wald wollten, war ich gern einverstanden, da meine Hände auf Autofahrten immer Beschäftigung brauchen. 

Also machten wir noch eine Stippvisite im Nählädchen und Junior suchte sich drei Farben aus. Das Ergebnis wußte zu gefallen und wurde auch schon beim Rodeln auf dem Kirchenbuckel eingeweiht. Wer jetzt auch einen Schal haben möchte können Sie sich vielleicht denken…

Gerade richtig zum Wintereinbruch 

kam mein Weihnachtsgeschenk an meinen Bruder. Bereits im vergangenen Jahr häkelte ich ihm eine Boshi in den Farben „seines“ Fußballvereins. Man sieht sie sogar aus der Tasche seines Hoodies spickeln. 

Dieses Jahr gab es dann einen Schal dazu, der so lang ist, dass er sich ordentlich einwickeln kann. Aber ich finde, das muss so bei einem guten Schal!

Mückenschutz für’s Roß

Letztes Jahr im Sommerurlaub hatte ich begonnen, die Mückenohren für mein rotes Pferd zu häkeln. Fertig gehäkelt waren sie dann schon lange, aber es brauchte eine ganze Weile, bis ich das richtige Stöffchen für die Ohren gefunden hatte. Und dann dauerte es noch eine größere Weile, bis ich endlich in die Pötte kam und die Ohren zuschnitt und einnähte.

Dann war aber auch fix die Verzierung angebracht und nun sind sie endlich fertig. Noch rechtzeitig, bevor die Fliegensaison endet.

An den Bildern sieht man auch, wo sie nicht so gelungen sind. Direkt vor den Ohren schoppt sich das Gehäkelte irgendwie nach oben, das sieht doof aus. Und das Stück hinter den Ohren, auf dem das Genickstück der Trense liegt, könnte länger sein, das geht gerade eben so.

Na, es ist aber auch erst das zweite Mal, dass ich ein Fliegenhauberl gehäkelt habe, da ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass sie noch nicht perfekt sind. Interessanterweise ist mein erstes Hauberl besser von der Paßform her, was ich nicht wirklich verstehe, denn beide sind nach dem gleichen Muster gehäkelt. Vermutlich sind einfach die Köpfe der Pferde anders.

Nicht perfekt ist auch die Farbwahl – eigentlich war Ton in Ton mit dem Pferd geplant. Ich finde es ein wenig zu hell. Das nächste Mal muss ich das Roß wohl einfach in den Laden mitnehmen. Cool genug wäre sie dafür. P1070080P1070091P1070106P1070108
Verlinkt mit Creadienstag, Handmade on Tuesday und Dienstagsdinge