Gar nicht so schwer!

Die letzten Tage – was sage ich, Wochen – war hier Mützentheater. Junior bestand auf „seiner“ Bommelmütze – die stammt aus dem Fundus seiner Schwarzwaldoma und ist eine Erwachsenenmütze, die ihm himmelweit zu groß ist. Dagegen war seine einfache Boshi, die vom Weihnachtsmarktstand des Kindergarten stammt, langweilig. Obendrein auch nicht so kuschelig – die Omabommelmütze ist mit Fleece gefüttert. Ich gebe zu, das ist schwer zu toppen.

Nun war ich es leid. Ich wollte auch eine Mütze haben – auch wenn man sicher sein kann, daß ich eine Mütze erst trage, wenn die Temperaturen auf den Gefrierpunkt fallen. Oder wenn es stark schneit. Ansonsten bin ich kein Mützenträger, vielleicht mal ein Stirnband.

In den Weiten des Webs suchte ich nach einer Anleitung à la „Boshi-Häkeln für Dummies“. Und wurde bei Herzbotschaft fündig. Eine ganz tolle Beschreibung – et voilà: Gestern entstand in zwei Stunden Arbeit eine Mütze für mich.

Heute habe ich sie dann noch mit einem Fleecerest gefüttert. Sozusagen ein breites Fleecestirnband in der Mütze. Das reicht mir, erstens rutscht die Mütze dadurch nicht hoch und die Ohren bleiben warm, der Rest ist nicht so wichtig.

Somit zeige ich heute erstmalig nichts Genähtes beim Creadienstag. Wow.

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Gestrickt

Als es Ende Oktober so kalt war, reifte die Erkenntnis. Juniors Mütze, so schön warm und plüschig und richtig kuschelig, paßt definitiv nicht mehr. Und irgendwie hatte ich mal wieder Lust, die Stricknadeln in die Hand zu nehmen, auch wenn ich noch nie eine Mütze gestrickt hatte.

Nachdem ich so meine Probleme mit den Anleitungen in den zu kaufenden Strickzeitschriften habe und diese immer drei Mal durchlesen muß, um sie eventuell einmal zu verstehen und das Verstandene dann nach zwei Tagen wieder vergessen habe, machte ich mich in den Weiten des Internets auf die Suche nach einer Anleitung.

Es gibt jede Menge Anleitungen zum Mützenstricken, stellte ich bald fest. Aber irgendwie war keine Kopfbedeckung dabei, die mir so wirklich gefallen wollte. Immerhin führte mich die Suche zu dem Gedanken, dass ich gerne eine Inkamütze stricken wollte. So schön mit Ohrenklappen und Bommel. Es dauerte übrigens schon eine gute Woche, bis ich herausfand, wie diese Sorte Mützen heißt. Und suchen Sie mal im Netz nach einer Anleitung für etwas, dessen Namen Sie nicht kennen! Das ist richtig spaßig.

Fündig wurde ich dann doch. Frau Farbenmix hat ein Ebook erstellt, wie ich es brauchte. Leider kostete es etwas, aber auf der anderen Seite gibt man ja schließlich auch Geld für eine Strickzeitschrift aus, die man in der Regel auch nur für ein einziges Kleidungsstück kauft. Also los.

Das Ebook war sein Geld wert. Zwar war es nur sechs Seiten lang, aber dafür wird – auch für einen Strickidioten wie mich – vollkommen verständlich beschrieben, wie diese Inkamütze gewerkelt werden soll.

Am Freitag nachmittag ging es also in das Wollgeschäft. Junior durfte sich die Farben selber aussuchen. Ich finde, der junge Mann hat Geschmack !

Samstag vormittag begann ich zu stricken, am Sonntag nachmittag war es fertig, mein Mützenerstlingswerk. Hier noch ungebügelt mit daher welligem Rand.

Ganz was anderes…

Uff. Er ist endlich fertig. Ich habe schon dazu aufgefordert, Wetten abzuschließen. Ob das Kind, für den der Pullover sein sollte, schneller wächst als ich stricke.

Mein Erstlingswerk. Seit der Schulzeit hatte ich keine Stricknadel in der Hand. Da dachte ich mir, so ein Baby-Pullover in 68 ist doch gerade das Richtige, um wieder einzusteigen.

Ein kleines bißchen stolz bin ich ja schon darauf, dass ich den Pullover fertig bekommen habe…

Montag (18.01.), Sonnenschein, 6°C