Mal wieder Reste

Aus Resten kann man ganz tolle Sachen nähen. Hier war der Blumenstoff von einem Geburtstagsgeschenk für eine Freundin des Prinzeßchens übrig geblieben. Die übrigen Stoffe – auch übriggebliebene, sogar das Bündchen – hat sie sich selber dazu kombiniert…

Tja… dann beschloss das Prinzeßchen, sie wolle den Rock Heiligabend tragen. Aber – kein dazu passendes Oberteil (ohne nicht mehr zu entfernende Flecken…) war zu finden.

Na gut, dann nähen wir halt schnell eins…

Möge die Macht…

Okay… wirklich selbstgenäht ist nur der Jedimantel. Bademantelschnitte sind praktisch. Das teegefärbte Oberteil ist ein gebraucht erstandenes, einst blütenweißes Karateoberteil.

Ich bin gespannt auf das Gesicht und hoffe, dass alles passt. Die Ärmel des Bademantels sahen auf der technischen Zeichnung deutlich weiter aus…

Alle Jahre wieder…

wird es Weihnachten. Es werden Dominosteine gebacken, die Haustüre wird festlich geschmückt, im Haus wird umdekoriert. Die Herbstvogelscheuche an der Tür wird durch Schneemänner ersetzt.

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Der Herbsttischläufer durch einen Weihnachtstischläufer.

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Eigentlich wollte ich dieses Jahr keinen hängenden Adventskranz machen, aber eine Bitte meines Enkelsohnes an seine Mutter, nämlich: „Mama, können wir dieses Jahr auch so einen schönen, hängenden Adventskranz haben wie die Oma?“ hat mich eines Besseren belehrt. Vor gaaaaanz langer Zeit, als meine Kinder noch zur Schule gingen, habe ich am Samstag vor dem 1. Advent immer mit einer lieben Freundin im Keller (wegen des Drecks) bei einem Flascherl Schampus, einen wagenradgroßen Adventskranz selbst gebunden. Meine Freundin hatte dann aber keine Lust mehr, weil sie das Gefühl hatte, dass es niemand wertschätzte. Dann habe ich dieses noch ein paar Jahre fortgesetzt, aber irgendwie war es öd. Aus Faulheit hatten wir jetzt kleine Adventskränze im Wohnzimmer und auf dem Esstisch. Aber das gefiel mir nach ein paar Jahren auch nicht mehr und so fing ich wieder an zu binden. Immer noch bei einem Gläschen Sekt, aber nicht mehr allein im Keller sondern im Wohnzimmer auf den Fliesen vor dem Kamin.Ich wackelte also los. Mal sehen, ob es hübsche große, rund gebundene Kränze, zu einem tolerablen Preis zu kaufen gibt. Nun, das war ein Schuss in den Ofen. 50 Euro aufwärts. Das war ich nicht bereit zu zahlen. Tannengrün allerdings, in der Menge, wie ich es benötigte, Kiefer, Thuja und Edeltanne etc. kostete beim Gärtner schon bedeutend weniger. Nur leider war die Auswahl nicht mehr groß. Am Tag darauf sind wir zu einem Weihnachtsbaumproduzenten/-verkäufer gefahren und haben einen Riesenberg für sage und schreibe 12,50 Euro bekommen. Also da lohnt sich die längere Anfahrt „aufs Land“ tatsächlich. Außerdem waren die Zweige superfrisch. Dies ist nun das Produkt. Schön fluffig, so wie ich es mag.

Übrigens haben wir schon seit dem Wiederbeginn meiner Binderei einen „Dritte Welt Kranz“, denn die Kerzen sind aus Afrika. Kerzen, die so lange brennen – gefühlte 100 Tage – hatte ich noch nie. Nicht einmal die Dänischen.

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Im Verlaufe des vergangenen Jahres habe ich auch einen zusätzlichen Weihnachtswandbehang gewerkelt. Den habe ich tatsächlich auch rechtzeitig fertig bekommen. Das Pattern ist von Shabby Fabrics, Jennifer Boswell. Die Stoffe sind alle möglichen Reste. 12.02.2019-4

Mir gefällt der Platz, an dem er hängt sehr gut. Er verbreitet eine sehr gemütliche Atmosphere.

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Zum Binden der kleine Schleifen habe ich den aufsetzbaren Langhaarschneider meines Hunderasierapparates benutzt. (You Tube Video Anleitung)  Die allerliebsten kleinen Glöckchen stammen von den Lindt Osterhasis. So haben auch die noch eine Verwendung.

Eine schöne, friedliche Vorweihnachtszeit wünsche ich Euch.

Büddel

Prinzeßchens Reithelm hatte bislang keinen Beutel und fand sich daher mal hier und mal dort. Meist aber gar nicht oder eben irgendwo ganz anders.

Mein Helm hatte zwar einen Büddel, aber der war schon vom Modell davor und vermutlich schon an die 15 Jahre alt. Und dieses Alter in Kombination mit dem besten aller Ehemänner, der fast alles kaputt kriegt *zwinker* bedeutete:

Zwei neue Büddel mussten her.

Reststoffe gab’s genug im Schrank, ein Schnittmuster fand ich bei Xawam und los ging’s!