Ein Schotte kommt selten allein…

Zu Beginn der Corona Krise fand ich beim „Missouri Star Comp.“ im daily deal“ einen wunderschönen Schotten Layer Cake. Den musste ich einfach haben. Also habe ich gleich zugeschlagen – immer nach dem Motto – „es gibt immer einen Grund einen Stoff zu kaufen. Mir schwebte gleich vor, für Min Ollen ein paar Tischsets zu machen. Für Ostern und Weihnachten und Herbst hatten wir ja welche, aber stinknormale für die restliche Zeit, ne. Natürlich brauchte ich auch Ergänzungsstoffe. Die gab es reichlich. Ja und dann fand ich bei oben genanntem store dazu passenden Unistoff. In Schwarz und Mohn (Poppy).

Hah, die Zusatzstoffe waren ruckzuck da. Der schwarze Stoff auch, aber Mr. Poppy ließ lange auf sich warten. Mehr als 3 Monate. Ich bin fast verrückt geworden. Wollte ich die Sets doch eigentlich zu Weihnachten verschenken. Tscha, dann eben Geburtstag im März. Auch das wurde noch knapp. Min Öllen, der normalerweise seinen Nachmittagskaffee vor seinem PC im Wohnzimmer trinkt, beschloß nämlich, dieses jetzt bei mir am Esstisch zu tun. Und überhaupt, er lungerte immerzu irgendwo herum und ich kam einfach nicht dazu, die Teile zu nähen. x-fix kann ich Euch sagen.

Schlussendlich habe ich die Handarbeiten direkt unter seinen Augen- hach, Männer können schon blind sein – unter dem Tisch – weitergearbeitet und immer, wenn er mit den Hunden Gassi ging (Gott sei Dank 2mal am Tag) hab ich die Maschine angeworfen. Ja und mit 2 fertigen Exemplaren konnte ich ihn dann zu seinem Geburtstag beglücken.

Inzwischen sind alle 6 Sets fertig geworden und ich bin ganz verliebt in sie. Wir sind schon ganz schön schottenverrückt!

Jetzt habe ich noch etwas Stoff übrig und ich denke, ich werde ein Kuschelkissen für meinen Sohn machen. Wenn er schon nicht direkt mit den Mötern kuscheln kann, dann vielleicht mit dem Kissen.

Insgesamt muss ich feststellen, dass Corona auch seine guten Seiten hat. Man kann sehr kreativ sein, wenn man nicht gerade in der Ecke sitzt und wütend vor sich hinbrütet…. Ich hoffe, es geht Euch allen gut.

Tadaa,

nun ist er fertig, mein Passacagliaquilt. Ich bin ja so glücklich. Das Grundpattern habe ich von Willyne Hammerstein „Millefiori 1“. Die notwendigen Schablonen , Fussy Cut und Normale, habe ich von „Inklingo“ von Linda Franz. Wann immer ich irgendwohin musste, Zahnarzt, Frisör und Ähnliches, habe ich mein kleies Döschen mit den vorgefertigten Teilen, einer Reiseschere (die geht sogar durch die Flugzeugkontrolle) und natürlich 2 Stecknadeln und Nadel und Faden, dabeigehabt.

Das Nähen ist denkbar einfach. Rauf – Runter – Rückstich zum Sichern. Da ich keine ganz riesigen Quilts mehr machen möchte, wurde dies ein Wandbehang nach meiner höchst eigenen Vorstellung. Der Stoff ist „Bluebird“ von Edyta Sitar. (Gibt es leider nicht mehr)

Hier also nun mein Werk:

Gequiltet habe ich das Teil „in the ditch“. Das bot sich wegen der klaren Formen einfach so an. Und damit es plastischer hervortritt, habe ich mich auf gerade Linien beschränkt. So ist nun „Dank Corona“ wieder ein Teil fertig geworden. Ich freue mich.

Nun wird es aber Zeit,

dass ich endlich mal die neuen Herbsttischsets und den Herbstläufer, den ich für Minchens Geburtstag gewerkelt hatte, hier einstelle. Angefangen hat es eigentlich mit diesen wunderschönen Herbststoffen. Ich musste die einfach haben. Ihr wißt je, Stoffe machen süchtig. Dann dauerte es auch nicht lange bis ich das nötige Schnittmuster hatte. Gefunden bei Shabby Fabrics mit Vlies von June Taylor. Genäht wird das Ganze dann nach der Quilt-as-you-go Methode. Die Reihenfolge ist bereits auf dem Vlies aufgedruckt. So ging die ganze Geschichte ruck zuck.

Jetzt wünsche ich allen ein fröhliches, gesundes Weihnachtsfest.

Weil ich ja so wenig ….

Weihnachtsdecken habe, musste ganz dringend noch eine her. Bei Shabby Fabrics habe ich eine wunderschöne Quiltdecke mit den Nussknackern gesehen, da ich aber solche Riesenteile nicht mehr machen will, musste ich mir mit den Nussknackern etwas Anderes einfallen lassen. Und herausgekommen ist jetzt ein „Fast Unikat“. Gequiltet ist die Decke „von Hand“ mit einem hauchdünnen Goldfaden. Die applizierten Teile sind auch nicht maschinell umstichelt. „Min Öllen“ und mir gefällt sie, und Euch?

Weihnachtsdekoration à la Quiltfru

Minchen und ich haben ja, wie sie schon geschrieben hat, am Sonnabend einen Adventskranz gebunden. Das Tannengrün dazu haben wir von einem Hof aus der näheren Umgebung. Dort kaufen wir auch immer unseren Weihnachtsbaum. Das Grün ist total frisch und sehr preiswert.

Als Unterlage für den Kranz benutze ich seit gefühlten 1000 Jahren einen Strohkranz. Selbigen backt „min Öllen“ regelmäßig nach dem 6. Januar ab, lässt aber netterweise den Bindedraht dran.

Ich hatte schon immer gern locker gebundene Kränze, möglichst verschiedene Tannengrünarten darin, aber in diesem Jahr wurde es irgendwie ein sensationell großer Kranz, der, weil die Zweiglein so nett hervorstehen, keinerlei weiteren Schmucks bedarf. Hier mal ein Bild.

Minchen hat mir dann noch ein Bild von ihrem Kranz „in Gebrauch“ geschickt. Das möchte ich Euch nicht vorenthalten.

In diesem Jahr haben wir biologische Kerzen. Sehr hübsch und sie machen einen tiefen Wachsgraben, der ganz herrlich leuchtet.

Dann habe ich meine restliche Weihnachtsdeko herausgeholt. Die Glastische bekamen ein neues Deckchen.

Und einen neuen Wandschmuckgab es auch. Dieser Wandbehang, nach einer Vorlage von Bonnie Sullivan, wird nun meine Essdiele bis ins neue Jahr schmücken. Dazu kommen noch die extrem weihnachtlichen Behänge, die Vorlage von dem Einen weiß ich nicht mehr, aber der mit dem Lebkuchenhaus ist nach einer Vorlage von Shabby Fabrics.

Nachdem ich im letzten Jahr meine Türbehänge andauernd, bedingt durch den Wind, abhängen musste, habe ich ihn jetzt kurzerhand an die Windfangtüre gehängt. So kann man sich auch freuen, wenn man das Haus betritt.

Diesen habe ich nach einer Vorlage von Ryan McKenna gefertigt. Ja und dann dürfen da natürlich auch Tischsets nicht fehlen. An ihnen habe ich schon viele Jahre lang Freude.

Weihnachten kann also kommen. Wir sind gewappnet.

Ach ja, und bevor ich es vergesse, „min Öllen“ verstopft alle paar Tage den Zugang zum Igelparadies. Es dauert keinen Tag, da ist er wieder auf, das Laub plattgetreten und das Futter aufgefuttert. Die kleinen Scheißerchen schlafen also noch nicht.

Einen schönen Gruß möchte ich auch noch von Clumsy ausrichten. Der sieht mittlerweile so aus:

Jetzt wünsche ich Euch noch eine schöne Woche und wie man so schön auf denglisch sagt: stay safe

Ein Weihnachtsgeschenk im Juli

Min Öllen hatte mir letzten Weihnachten ein Quilt Pattern geschenkt. Von Amy Bradley und mit fertig ausgestanzten Teilen. Es heißt „Quilt Diva“ und seit Juli lächelt mich dieses ziemlich verrückte Teil von meiner Essdielenwand an. Nun dachte ich, es soll Euch in diesen blöden Zeiten auch mal ein Lächeln ins Gesicht schaffen. Hier ist es:

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Schönes Wochenende!

Wir lieben Schotten… oder ich wollt nur mal…

ein Mittagsschläfchen machen.

Irgendjemand hatte draußen mal wieder den Lichtschalter aus und den Regenschalter angeknipst. Mich überfiel ungeheure Müdigkeit. Also beschloß ich ein Nickerchen zu machen. Kaum hatte ich mich niedergelegt, kamen zwei „Ungeheuer“, um nach dem Rechten zu schauen. Und schwuppdiwupp lagen sie beide bei mir und nickerten mit.

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Nähe zu Hunden soll ja gut für das Immunsystem sein. In Zeiten von Corona vielleicht gar nicht einmal so schlecht.

Wir lieben Schotten

Gemeint sind natürlich unsere Hunde, nicht die Menschen aus Schottland, die mögen wir auch. Gemeint sind diese liebenswerten, manchmal auch Wischmop oder Rohrputzer genannten Vierbeiner mit dem Riesengebiß und dem übergroßen Selbstvertrauen. Einst wurden sie für die Dachsjagd eingesetzt. Ich meine diese hier:12.27.2019-2

Min Öllen wollte eigentlich nie Hunde. Er wurde einfach überstimmt. Jetzt haben wir schon den fünften Schotten. Wir können uns ein Leben ohne diese drolligen Kerle nicht mehr vorstellen. Im Garten steht ein „Caution! Hier wacht ein Schotte“ Schild, an der Haustüre hängt ein Hausnummernschild mit Schottenbild und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass auf unserem Wohnzimmertisch seit neuestem eine Tischläufer mit Schotten liegt.

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Genau dieses Schattenbild war der Grund, weshalb min Öllen sich hat überzeugen lassen. Die sind, ob aus Stoff oder in Natur, einfach nur zum knuddeln.

 

 

Etwas mehr als ein Jahr…

ist es her, dass ich hier einen total frustrierten Blogartikel eingestellt habe. Erinnert ihr Euch?

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Ich hatte mich gallig geärgert, dass das Pattern unsäglich viele Fehler aufwies und ich nur mit Mühe und viel Herumimprovisation dieses Top fertig gebracht habe.

Nun, nichtsdestotrotz habe ich das Teil fertig gemacht und so hängt es jetzt bei mir an der Wand und macht mir Freude.DSC00116

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Weitgereist ist…..

dieser Stoff. 2010 waren wir das letzte Mal auf Hawaii. Und lasst es Euch sagen, alle Quilter gucken immer und überall nach Quiltgeschäften, nur, um dann dort rumzustöbern und einen Grund zu finden, Stoff zu kaufen. Und einen Grund dafür gibt es immer. Und Batikstoffe gibt es dort ja in Unmengen.

Fast ein Nationaltier ist der Gockel. Er ist mit den ersten Siedlern, seefahrenden, polynesischen Familien von den Inseln Tahiti und Tonga, dort angekommen. Die Polynesier gelten als die besten Seefahrer der Welt, weil sich sich auf dem Meer ausschließlich nach den Sternen richen. Sie segelten auf einer Art Katamaran. Über zwei Bootskörper war ein großes Ledertuch gespannt. Darauf transportierten sie alles mögliche Viechzeug, denn sie brauchten ja was, um zu überleben. Von den Hühnern, die dabei waren, sind wohl einige entkommen. Jetzt leben sie auf den Inseln überall im Freien. Hier mal ein kleiner Eindruck:

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Eine kleine Anekdote am Rande: An den letzten olymp. Winterspielen hat ein Mann von Tonga teilgenommen. Er ist mitten im Winter in seiner Nationaltracht, nämlich mit fast gar nichts an, Lendenschurz und wenig mehr, bei der Begrüßungsfeier eingelaufen.

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Nun gut. Ich habe also erst einmal einen Gockel gequiltet. Nach einem pattern, das ich mir auf Kauai gekauft hatte.

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Ein zweites Lieblingstier der Hawaiianer ist die Honu, die grüne Wasserschildkröte. Sie ist vom Aussterben bedroht. Auch von ihr habe ich einen Quilt gewerkelt.

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Es gibt dort auch wunderschöne Fische. Der Nationalfischheißt „Humuhumunukunukuapoai“. Auch davon habe ich ein Quilt aus Batikstoff gemacht. Jetzt hatte ich aber sooooo viele Batik Jelly Rolls mitgebracht, dass trotz der Verarbeitung in so viele Quilts, noch massenhaft Rolls übrig waren. Die mussten endlich verarbeitet werden. (Man will ja mal was Neues kaufen)

Bei Shabby Fabrics habe ich dann die Anleitung für einen Jelly Roll Rug entdeckt. Die „Erfinderin“ ist Roma Lambson. Ich kann Euch sagen, es hat ungeheuerlich Spass gemacht ihn zu nähen. Da er nicht in mein Badezimmer passte, habe ich ihn kurzerhand Minchen geschenkt und da ist er perfekt.

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Ich bin so verliebt in das Teil. (Min Öllen musste natürlich gleich wieder sagen:“ Viel zu schade zum Weggeben“) Dieser Batikstoff ist so herrlich mit bloßen Füßen drauf-zustehen. Boa, und jetzt waren immer noch Rollen übrig. Hach, bei Minchen vor der Dusche ist noch Platz für einen Slice Rug. Also ruckizucki ist auch der genäht worden.

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Und so sieht das Bad jetzt komplett aus:

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Und denkt ja nicht, dass das jetzt alles ist. Nein, Ihr werdet noch öfter von der hawaiianischen Jelly Roll Scene hören. Selbst auferlegtes Social Distancing, einkaufendes Minchen, keine Enkelkinder und Online Nachhilfe Unterricht machen viel Quilten möglich. Bleibt gesund und frönt Euren Hobbies.