Das Sommerloch

scheint mich überfallen zu haben. Es ist einfach zu heiß hier. Im Haus herrschen 26 Grad, die einem im Vergleich zu der Hitze draußen wirklich angenehm vorkommen.

Nachts kühlt es glücklicherweise doch noch halbwegs ab, sodass wir zumindest gut schlafen. Ich werde mir aber Mühe geben, Sie in der nächsten Zeit wieder häufiger und vor allem regelmässiger mit Lesefutter zu versorgen.

Während die Kindelein draußen im Gummipool unter dem Apfelbaum plantschen, die Badeenten schwimmen lassen und mit den beiden Schiffen „Korsar“ und „Erdbeere“ spielen, werde ich Ihnen also kurz noch von meinem letzten Turnier berichten. Es ist schon fast zwei Wochen her und fand am ersten richtig warmen Wochenende statt, allerdings stiegen die Temperaturen da noch nicht über die dreißig Grad.

Das Dressurpferd (so langsam kann ich glaube ich aufhören, sie als Nachwuchsdressurpferd) zu bezeichnen, denn sie ist jetzt auch schon elf Jahre alt) machte mir an diesem Wochenende viel Spaß und das Ergebnis konnte sich auch sehen lassen. Ein dritter Platz am Samstag in einer L*-Dressur auf Trense sowie ein fünfter Platz sonntags in einer L** auf Kandare geritten. Heuer ist sie also vier L gestartet und war drei Mal platziert. Vielleicht wird es ja in M* auch irgendwann noch mal was 😉 Aber je höher man kommt, desto dünner wird die Luft, denn andere Leute können ja auch reiten.

Dieses Photo hier wollte ich Ihnen nämlich nicht vorenthalten, zeigt es doch einfach ein wunderschönes Trakehner Gesicht:

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Mach‘ mal neu !

Das war das Motto des heutigen Tages. Gleich zweifach, denn im Stall arbeitete Schnäuzelchen mit einem Bekannten an der Reparatur der Miste. Besser gesagt, sie wurde im hinteren Teil komplett erneuert. Mit Betonschalsteinen – herrlich praktisch. Sieht aus wie eine Mauer, die Steine sind aber nur aufeinandergestellt. Eisen ist natürlich auch mit drin, damit die neue Mauer gute Verbindung zur Betonbodenplatte bekommt. Löcher sind noch drin, die werden am Montag ausgeschäumt und dann kann der Beton kommen. Er wird einfach in die Schalsteine hineingegossen und wird sich dann in den Steinen verteilen, so dass wir im Endeffekt eine schöne stabile Mauer bekommen.

Und dann ist hoffentlich wirklich und endgültig Schluss mit zusammenbrechenden Umrandungen!IMG_0664IMG_0662

Während die Männer im Stall beschäftigt waren, begab ich mich endlich an das erste – und vermutlich für dieses Jahr auch das Einzige – Gemüsebeet meines Gartens. Wenn Sie schon länger bei mir mitlesen, wissen Sie ja, dass der alte Gemüsegarten mit seinen Quadratbeeten weichen musste, weil wir den Auslauf der Pferde vergrößert haben.

Ursprünglich wollte ich ja bereits dieses Jahr einen komplett neuen Gemüsegarten anlegen. Aber die Vernunft siegte, denn wir wollen erst einmal alle angefangenen Baustellen am und ums Haus herum fertig machen und da sollte ich dann nicht neue aufmachen. Auch wenn mir das unheimlich schwer fällt, denn ich liebe es, im Gemüsegarten zu werkeln.

Wie dem auch sei, heute ging es also an’s Tomatenbeet. Aufgrund des Umbaues hatte es weichen müssen, dort wurde Boden aufgeschüttet. Aber der Holzrahmen war noch gut, er wurde also an die selbe Stelle wieder hingestellt.

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Heute ging es dem leeren Rahmen „an den Kragen“. Und natürlich wieder nach den Prinzipien des Square Foot Gardening, denn meine Quadratbeete hatten mich mit ihrer Pflegeleichtigkeit durchaus überzeugt.

Als Erstes kam ein Unkrautvlies hinein. Es wurde mittels Tacker an der Umrandung befestigt. Da der Boden nicht eben war, sondern bucklig und krumm, musste erst ein bisschen Erde hinein, damit ich das Vlies nicht zu hoch an den Brettern befestigen konnte.

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Nach langem Hin- und Herüberlegen habe ich mich dafür entschieden, das erste Mal mit dem „richtigen“ Substrat des Square Foot Gardening zu arbeiten. Als ich meine ersten Beete anlegte, gab es die Komponenten hier noch nicht so einfach zu kaufen, inzwischen, acht oder neun Jahre später, schon.

Das Substrat für die Beete ist eine Mischung aus Kompost, Torf und Vermiculit. Ich sehe Sie schon förmlich die Augenbrauen hochziehen. Torf soll man nicht mehr verwenden. Ich weiß. Dieses Substrat ist einmal ein Test, denn es wird vollmundig versprochen, dass die Kombination aus Kompost, Torf und Vermiculit das Gärtnern so viel einfacher machen soll, da Torf und Vermiculit ein hohes Wasserbindungsvermögen haben – weniger oft gießen, weniger Wasserverbrauch –  und der Boden locker bleibt – weniger Arbeit mit der Hacke. Der Sinn des Komposts als Nährstoffgeber dürfte ja jedem klar sein.

Ich bin noch skeptisch, ob der Unterschied zu meinem bisherigen Kompost – Erde- Gemisch tatsächlich so gravierend ist. Insofern gut, dass dieses Beet für dieses Jahr das Einzige bleiben wird. Hier können Sie es fertig sehen:

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Für das „richtige“ Square Foot Gardening fehlt jetzt noch der Einteiler. Aber Rom wurde ja schließlich auch nicht an einem Tag erbaut…

Falls Sie sich ein wenig über die Hintergründe belesen wollen, können Sie auch einfach mal zum „Genialen Gemüsegarten“ hinüberlesen…

Samstag, sonnig, wenige Wolken, 19 Grad

 

Oh!

Jetzt sind wir bald neun Jahre hier auf dem Hof. Aber dass alle vier Pferde gleichzeitig liegen durfte ich noch nie erleben. 

Spricht für eine gute Verträglichkeit der Damen untereinander – und dafür, dass sie sich wohl fühlen. Toll!

Das erste Springturnier

Heute starteten wir in die „grüne Saison“ 2016. Nix mehr Halle – ab jetzt springen wir draußen.

Mitten in der Nacht hieß es wieder aufzustehen. Um kurz vor fünf klingelte der Wecker, schnell anziehen, Auto aus der Garage, Hänger anhängen, Pferde einflechten. Bei Letzterem überraschte mich das Springpferd, indem es während des Einflechtens der Mähne fraß. Das hat die noch NIE gemacht, normalerweise ist sie eher Marke Nervenbündel.

Auf dem Turnier war alles entspannt. Gute Organisation, ausreichend Zeit, keinerlei Hektik, ein schön und einladend gebauter Parcours und ein Springpferd, das richtig Laune hatte, über die bunten Stangen zu hüpfen.

Letztlich gab es für uns eine Stilnote von 7,1. Das hätte für eine Platzierung gereicht, dummerweise aber bin ich einen Sprung nicht optimal angeritten, so daß eine Stange fiel. Da man für einen Abwurf eine halbe Note abgezogen bekommt, gab es halt keine Schleife.

Aber das macht gar nichts aus, ich bin so glücklich, dass alles so gut geklappt hat und wir beide so viel Spaß hatten! Das gibt Auftrieb für die Saison!

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