Eisschollenfischen und Eispfützenschliddern

Das wäre mein derzeitiger Vorschlag für neue olympische Disziplinen. Im Falle der Eisschollenfischerei habe ich gestern – mit Einsetzen des sibirischen Windes – mit dem Training begonnen und bin schon gut geübt.

Das Eispfützenschliddern übernehmen eher die Kindelein hinter dem Stall, wo sich eine gefrorene Pfütze über mehrere Meter erstreckt. Offensichtlich und deutlich hörbar machte das heute mittag im Sonnenschein viel Spaß.

Aber zurück zu den Eisschollen. Die finden sich auf der Tränkbadewanne der Pferde. Genau, die mit der vermeintlich ertrunkenen Maus. Mehrmals am Tag schlage ich die entstandene Eisschicht mit der Schaufel auf. Die großen Eisschollen werden dann mit der Schaufel rausgehoben, und für die Kleineren tritt das ausrangierte Küchensieb in Aktion. Die Schollen müssen raus, denn bei minus sieben Grad (bei Sonnenschein, aber im Schatten) frieren die Schollen sonst ruckizucki wieder zusammen.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit unserer 2016 erneuerten Wasserver“kabel“ung im Stall, die gerade ihre Härteprobe besteht. Seit ein paar Wochen haben wir unten in der Futterkammer auch einen Frostwächter dran, sodass nur noch der oberste Teil täglich abgelassen werden muss, die Leitung, die aus dem Haus kommt, aber nicht mehr. Zumindest bei den aktuellen Temperaturen nicht mehr. Vorsichtshalber steht ein kleiner Eimer Wasser in der Futterkammer (hatte heute eine Eisschicht drauf) und ein weiterer steht unter dem isolierten Wasserhahn. Besser gesagt, die Leitung ist isoliert, der Hahn  nicht. Daher liegt da jetzt noch eine dicke Abschwitzdecke drüber. Heute früh war das Wasser dort noch ungefroren. Auf jeden Fall müssen wir das weiter gut beobachten, damit wir den rechten Moment abpassen, falls wir die Hausleitung doch ablassen müssen. Schnäuzelchen hat heute auch entdeckt – nachdem wir den Hof nun sage und schreibe zehn Jahre besitzen – dass es einen Temperaturfühler im Futterkammerkeller gibt, den man oben im Stall ablesen kann. Er sagte heute -2 Grad. Der Frostwächterinstallateur meinte, wenn es so Richtung Minus zehn Grad im Keller ginge, dann sollten wir vorsichtshalber doch ablassen. Wegen des nicht isolierten/geheizten Wasserhahns.

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Ganz in Weiß

Oder auch: Winterwonderland.

Gestern kam ja schon so einiges vom Himmel herabgefallen, Frau Holle schüttelte im Akkord. Aber auch nach dem Dunkelwerden kannte sie keinen Feierabend. Heute früh, als ich die Pferde hinausließ, mußte ich trotz meiner hohen Winterstiefel vorsichtig gehen, damit mir nicht der ganze Schnee von oben in die Stiefelschäfte fiel.

Neugierig, wie ich nun einmal bin, schnappte ich mir den abgebrochenen Meterstab, der ständig im Stall logiert. Ohne mir eine Stelle besonders auszugucken wurde er im Boden versenkt: IMG_E5456

Jaaa – das ist schon ein bißchen was…

Natürlich verschwanden die Kindelein wieder den ganzen Tag im Garten. Sie kamen nur mittags hinein, um zu essen und marschierten dann – angetan mit einem neuen, trockenen Schneeanzug und trockenen Handschuhen wieder hinaus. Nicht einmal die olympische Übertragung des Biathlon konnte sie ins Haus locken. „Ach, Papa, bei den Männern ist das ja nie so spannend, ich bleibe lieber im Garten“, sprach Junior – und sollte sich so was von irren! Hat das heute einen Spaß gemacht, Herrn Fourcade und Herrn Schempp beim Endspurt zuzusehen!!!

Die Rösser haben sich ebenfalls am Schnee erfreut, sie durften heute auch auf die Hauskoppel. Dort haben sie fleißig nach Gras gegraben und sich ausgiebig gewälzt.

So, hier lasse ich Sie noch ein wenig an den Bildern teilhaben. Mit dem Schneemann will ich mich übrigens nicht mit fremden Federn schmücken – der steht bei den Nachbarn, der schon große Kinder hat.IMG_5435IMG_5458IMG_5460IMG_5470IMG_5471IMG_5472IMG_E5462IMG_E5463IMG_E5467P1120670-BearbeitetP1120672P1120673P1120674

Wie schön – endlich Schnee!

Wie bitte? So mag sich mancher fragen, denn ich zeigte ja schon ein paar Schneebilder diesen Winter. Aber jetzt – jetzt haben wir auch Temperaturen, die ihn bleiben lassen! Was hatten wir da diesen Winter schon – zehn, zwanzig Zentimeter Neuschnee, die dann innerhalb eines halben Tages wieder wegschmolzen oder -regneten, sodass wir danach nur noch Matsche, Matsche und noch einmal Matsche hatten. Nein danke, das brauche ich nicht. Aber Schnee und knapp unter Null – so kann das jetzt gerne noch ein, zwei, drei Wochen bleiben. Ich bin und bleibe bekennender Schneefreund.

Gestern war die Beleuchtung allerdings noch etwas diffus, da es wolkig und ziemlich diesig war. Dennoch hatte ich die Kamera dabei, als ich während meiner Arbeit über Land fuhr und habe ein paar Bilder geschossen, die ich Ihnen jetzt mal zeigen möchte.

Diesmal als Mosaik – ein Klick auf’s Bild macht groß.

Schneesonntag

Zur Zeit will es morgens gar nicht richtig hell werden. Gestern um kurz nach sieben entstanden diese Bilder – die blaue Stunde hatte noch nicht ganz begonnen, aber man konnte sie bereits erahnen.

Dieses Wochenende waren wir zu einem Dressurlehrgang bei meinem langjährigen Reitlehrer, der ja inzwischen weit fort lebt und nur noch für Lehrgänge hier bei uns ist. Der Kurs war wieder einmal sehr gut und die Liese und ich haben Fortschritte gemacht. Wenn wir so weiterarbeiten können wie bisher während dieses Winters freue ich mich auf die kommende Turniersaison.

Da der Lehrgangsort eineinhalb Hängerstunden fort war, hatte ich für die Liese eine Box organisiert und sie durfte dort übernachten. Was auch sehr gut war, denn Samstagnachmittag begann es aus allen Federbetten zu schneien. Da hätte ich nicht mit dem Anhänger fahren wollen!

Für ein Offenstallpferd, das Box kaum kennt, hat das Lieschen es sehr gelassen gemacht. Nur der Hafer wollte nicht so recht schmecken, ein wenig aufgeregt war sie wohl doch.

Die Reitanlage ist auf einem alten Gutshof untergebracht – wunderschön und mit einem urgemütlichen Stüberl!

Die braune Liese war dann am frühen Sonntagnachmittag doch recht froh, dass die ihre Freundinnen daheim wieder begrüßen durfte.

Begrüßt wurde ich wiederum von „Häuptling Krumme Zigarre“, den die Kindelein am Vormittag mit Schnäuzelchen zusammen gebaut hatten:

Der Schneepinguin

Junior und Papa sind fort zu einer Veranstaltung. Das Prinzeßchen spielt Lego, ich stehe im dichten Schneetreiben und gebe Reitunterricht. Auf dem Pferd eine durchgefrorene, aber glückliche Reiterin, denn sie schafft es heute das erste mal, ein Pferd ohne Ausbinder durchs Genick zu reiten.

Plötzlich kommt das Prinzeßchen in Schneemontur aus dem Haus und fängt an zu werkeln. Der Schnee ist gerade zwei Zentimeter hoch – aber der Schneemann (eher ein -männchen….) muss jetzt noch sein. Zum Glück ist es auch Pappschnee. Er bekommt Steinaugen und eine hübsche Himmelfahrtskarottennase.

Das Prinzeßchen findet, damit sieht er wie ein Pinguin aus.

(Beim fotografieren muss ich den Blitz einschalten, so dunkel ist es schon geworden)