Lieber Petrus

es wäre jetzt mal an der Zeit, dass Du auf Deinen Kalender guckst. Und vielleicht auch Deine Geographiekenntnisse ein wenig auffrischst. Es ist Juli. Sommer also. Gelegentlich fällt Dir das ja ein, dann lässt Du es richtig heiß werden. Über dreißig Grad, was für die Jahreszeit wohl normal ist. Dass es mir persönlich dann wieder ZU heiß ist, dafür kann ja der Juli nichts.

Dann aber wiederum kommen nur 20 Grad aus Deiner Wetterküche heraus. Statt dessen scheinst Du Indien nach Mitteleuropa zu verlegen und den Monsun gleich mit. Doch halt, Monsun heißt ja nur Starkregenfälle, mehrfach am Tag. Das, was hier derzeit abgeht, ist Monsun im Zusammenhang mit örtlichen Hagelfällen, dass Scheiben zu Bruch gehen und ganze Ernten und Gärten zerschlagen werden.

Braucht auch kein Mensch. Mal von den vollgelaufenen Kellern abgesehen.

Aber echt – findest Du nicht, es ist jetzt mal wieder Zeit für normaleres Wetter? Zumindest hier bei uns – uns musst Du nicht mehr beweisen, was Klimawandel ist. Vielleicht möchtest Du Deine Wetterkapriolen mal lieber in Washington schlagen?

Herzliche Grüße

Llewella

Über 1000 Sechsecke

habe ich in dieser Decke  verarbeitet. Lieseln nennt man diese Sportart auch. Und außerdem ist sie zu 99,98% absolut handgenäht. Einzig das Binding ist auf einer Seite mit der Maschine genäht. Auch die „in the ditch Nähte“ sind Handarbeit. Na ja, es hat ja auch nur 3 Jahre gedauert. Die Sechsecke kamen überall mit hin. Sie kennen das Wartezimmer des Zahnarztes, den Frisör, Zugfahrten und gaaaaanz viele Fußball- und Handballspiele. Und der absolute Witz ist, das ich dieses Muster schon in meiner allerersten Quiltzeitung, die, die alles ins Rollen brachte, schon gesehen hatte. Ich hatte dort eine Samplerdecke gesehen, die ich auch gemacht habe. Hier ein Erinnerungsphoto:1 Mein Erstlingswerk

Das Lieselpattern nannte sich „Himmel und Erde“. Da ich ohne Ende Stoffreste hatte, meinte ich, diese nun so ziemlich alle aufbrauchen zu können. Das war ein Irrtum. Von einigen Stoffen hatte ich einfach nicht genug, um ein schönes Bild zu geben. Eine liebe Quilterin aus Augsburg hat mir da ausgeholfen. Habe ich schon einmal erwähnt, dass Quilter – jedenfalls alle, die ich bisher kennenlernen durfte (egal ob USA, Australien oder Europa) außerordentlich hilfsbereit sind?

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Gott sei Dank hatten wir von alten Photoalben noch Photokarton übrig und mit Hilfe vom Internet habe ich dann exakt gleiche Hexagons runterladen und drucken können. Man kann sie mehrmals verwenden, aber durch die Behandlung werden sie irgendwie so läpprig. Ich habe sie nur einmal benutzt.

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Die nächste Schwierigkeit war die Fertigstellung. Appliziere ich das Teil nun oder nähe ich halbe Hexies dran und mache dann einfach ein Binding dran. Ich habe mich für Letzteres entschieden und es gefällt mir sehr gut so. Das Drauf-Applizieren hätte ja vielleicht noch mal ein halbes Jahr gedauert und dazu hatte ich keine Lust mehr. Es warten ja noch gefühlte 1000 Ufos auf Fertigstellung. Nun hoffe ich nur noch, dass die Decke meinem Sohn, der dürfte sie nämlich bekommen, gefällt. Deshalb muss ich sie jetzt ganz attraktiv photographiert zeigen, um sie dann auch bei den bekannten Stellen,DSC08860-1.jpg

HoT, Creadienstag und Dienstagsdinge einzustellen.

Ich hab‘ Pflanzen bestellt

Und damit die dann auch ins Beet können, sobald sie da sind, habe ich am Wochenende noch mal gewühlt, Hitze hin oder her. Alle Winden und Disteln sind fort, die verblühten Rosenblüten abgeschnippelt, die Rosen frisch gedüngt und den ordentlichen Schwung Muscarizwiebelchen, den ich von Frau Mutter bekommen hatte, habe ich auch endlich im Boden versenkt. 

Und nachdem Schnäuzelchen den Spaten geschärft hatte, konnten wir auch die Rasenkante zum Reitplatz hin schön abstechen. Sieht gleich viel besser aus! 


Der Pflanztopf beinhaltet eine Herbstaster. Eine der wuchernden Sorte, daher habe ich mal den Versuch mit dem Pott gestartet. Denn sie blüht wunderschön und ist ein echter Bienenmagnet. 

Die Clematis in der Eche Althaus/Anbau bekommt, wenn es regnet, kein Wasser ab. Kein Wunder, dass sie nicht so recht wachsen mag. Aber nun weiß ich das ja und werde ihr regelmäßig zu Trinken geben. Auf dass sie fleißig wachse. 


Schon vor zwei oder drei Wochen hatten Schnäuzelchen und mein Schwiegerpapa den Rosenbogen aufgestellt. Früher stand er ja an der Einfahrt, aber da ist kein Beet mehr. Und daher guckt er nun Richtung Reitplatz. An seiner Seite wächst nun Leontine Gervais. Ich bin gespannt, wie lang sie brauchen wird, um den Bogen zu erobern. Rambler sind ja an und für sich fix zugange. 

Das Bild des Rosenbogens ist auch schon diese zwei oder drei Wochen alt. Bis Samstag hatten wir hier heiß und sonnig, gestern kamen dann die Gewitter. Pünktlich zu den Bundesjugendspielen Juniors, die heute hätte stattfinden sollen. Es gibt einen Ausweichttermin, mal gucken, ob das Wetter dann besser ist. 

Samstag, 8.7.17: sonnig, 30 Grad
Sonntag, 9.7.17: bedeckte 29 Grad
Montagmorgen, 10.7.17: 17 Grad, Regen

Rosenblüte

Gestern abend habe ich noch schnell drei meiner Rosen fotografiert. Die Bilder sind nicht so furchtbar gut geworden, denn eigentlich war das Licht nicht mehr optimal und ich mußte die ISO-Zahl ein wenig hochstellen.

Aber ich wollte und konnte nicht auf heute warten – denn eine Stunde später entlud sich ein heftiges Gewitter, das sich zum Fotozeitpunkt schon angekündigt hatte. Heute sind keine schönen Rosenblüten mehr da, der Regen hat sie verbatscht.

Das erste Bild zeigt meine unbekannte Unverwüstliche, über die wir schon drei Mal drüber gemäht hatten, ich hatte an anderer Stelle schon von ihr berichtet. Das ist eben Natur, wie Mathilda so schön geschrieben hatte – und da hat sie absolut Recht! P1100325

Über die nächste Rose freue ich mich auch sehr. Ich habe sie schon über zehn Jahre, denn sie stand schon auf meinem Balkon in einem großen Topf, bevor wir unseren Hof kauften. Leider schaffte ich es nie, ihr gute Verhältnisse zu schaffen, so dass sie nie richtig wuchs, nie üppig blühte und ich jedes Frühjahr wieder bangte, ob sie wohl überlebt hätte.

Offenbar ist das nun alles Vergangenheit – sie steht nun im neuen Wohnzimmerbeet und zwar genau an der Stelle, an welcher der Bagger auf der Suche nach dem Brunnen tief nach unten grub. Perfekt für einen Tiefwurzler wie die Rose also, denn verdichtet ist dieser Boden nicht mehr. Und sie wächst, dass es eine Freude ist. Obendrein ist sie übersät mit strahlend weißen Blüten – ein Traum. Die Rede ist von Schneewittchen.P1100331

Aber am Allertollsten ist diese Rose hier! Sie mußte, wie etliche andere Rosen auch, im Topf überwintern. Im Februar/März sahen alle noch gut aus, begannen zu treiben. Und dann kam der Spätfrost im April. Diese hier ist die Einzige, die überlebt hat – und es ist ausgerechnet eine Rose der Hoffnung. Sie macht ihrem Namen alle Ehre!!! Zwar sieht sie hier ein wenig anders aus als auf der verlinkten Seite, aber da ich ja all meine Rosen kenne/kannte (so viele  waren es ja auch nie, die kann man sich merken), bin ich da sicher. Hier ist sie auch schon ziemlich verblüht. Ich hoffe, dass ich die zweite Blüte, die man als Knospe erkennen kann, früher „erwische“. P1100328

 

Kimono Tee – oder wie ich zum Lemming wurde

Wie ich vom Kimono-Tee-Skeptiker zu dessen Freund wurde habe ich Ihnen ja letzten Sommer schon geschrieben.  Allerdings blieb ich Ihnen das „erste“ Shirt bis dato schuldig. Da es inzwischen wieder Sommer ist, wollte ich Ihnen jenes Tee doch noch zeigen.

Natürlich wieder in der Traumkulisse meiner Lieblingsinsel *echtknorkezuwink*!

Übrigens lagern in meinen Stoffkisten noch ein, zwei Stöffchen und warten darauf, zugeschnitten zu werden. Wozu wohl? Na, natürlich zum Kimono Tee!

 

 

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