Es geht los im Wohnzimmerbeet

Als erstes blühen die Krokusse. Zwei Tuffs davon. Nur zwei!

Merke für den Herbst: Mehr Krokusse setzen!

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Krokusse

Wenn die Sonne rauskommt, hat sie jetzt schon richtig Kraft. Man merkt es: Der Frühling kommt unaufhaltsam näher. Die Orangenen Krokusse im Garten öffnen sich schon in solchen Momenten.

Die Schneeglöckchen blühen ja schon länger.

Und am Einfahrtsbeet haben sich doch einige Winterlinge durch die Schicht aus Rindenmulch gekämpft. Von den im Herbst gesetzten Zwiebelblühern sieht man noch nichts.

Oh, wie schmeckt das fein!

Das letzte selbstgebackene Brot ist bestimmt schon wieder ein Jahr her. Jetzt musste es mal wieder sein.

Also „schnell“ den Sauerteig zubereitet. Das allein dauert ja schon mal fünf Tage. Dann wiederum musste eben jener Sauerteig erst einmal eine gute Woche in den Kühlschrank, weil zum Einen genug Brot im Haus war, zum Anderen ich keine Zeit zum Backen hatte.

Aber heute! Hier ist der Teig schön auf der Heizung gegangen und darf nun aufs Blech:

Und dann kommt der Punkt, an dem ich mich bisher immer ärgerte. Denn kaum war der Teigling auf dem Blech, verlor er auch schon seine Form. Das resultierende Brot schmeckte dann zwar, war aber viel zu niedrig.

Ha, dachte ich mir so, diesmal aber nicht mit mir! Und verwendete den Tortenring, um das Auseinanderlaufen zu verhindern.

Tja – irgendetwas hatte ich wohl dieses Mal anders gemacht (wenn man mal von so völlig unwichtigen Kleinigkeiten wie einem völlig neuen Rezept aus einem anderen Backbuch absieht *ironieaus*) – denn das Brot explodierte beinahe im Ofen. Da es mangels Platz nicht zur Seite konnte, ging es eben nach oben. Dabei riß natürlich die Kruste oben auf.

Aber: ich glaube, ich muss das Rezept wiederholen. Es ist das beste Brot, das ich bisher gebacken habe. Natürlich mussten wir gleich probieren, sobald es halbwegs abgekühlt war. Hmmmm. Es geht nichts über noch warmes Brot mit Butter und ein klein wenig Salz!!

Eisschollenfischen und Eispfützenschliddern

Das wäre mein derzeitiger Vorschlag für neue olympische Disziplinen. Im Falle der Eisschollenfischerei habe ich gestern – mit Einsetzen des sibirischen Windes – mit dem Training begonnen und bin schon gut geübt.

Das Eispfützenschliddern übernehmen eher die Kindelein hinter dem Stall, wo sich eine gefrorene Pfütze über mehrere Meter erstreckt. Offensichtlich und deutlich hörbar machte das heute mittag im Sonnenschein viel Spaß.

Aber zurück zu den Eisschollen. Die finden sich auf der Tränkbadewanne der Pferde. Genau, die mit der vermeintlich ertrunkenen Maus. Mehrmals am Tag schlage ich die entstandene Eisschicht mit der Schaufel auf. Die großen Eisschollen werden dann mit der Schaufel rausgehoben, und für die Kleineren tritt das ausrangierte Küchensieb in Aktion. Die Schollen müssen raus, denn bei minus sieben Grad (bei Sonnenschein, aber im Schatten) frieren die Schollen sonst ruckizucki wieder zusammen.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit unserer 2016 erneuerten Wasserver“kabel“ung im Stall, die gerade ihre Härteprobe besteht. Seit ein paar Wochen haben wir unten in der Futterkammer auch einen Frostwächter dran, sodass nur noch der oberste Teil täglich abgelassen werden muss, die Leitung, die aus dem Haus kommt, aber nicht mehr. Zumindest bei den aktuellen Temperaturen nicht mehr. Vorsichtshalber steht ein kleiner Eimer Wasser in der Futterkammer (hatte heute eine Eisschicht drauf) und ein weiterer steht unter dem isolierten Wasserhahn. Besser gesagt, die Leitung ist isoliert, der Hahn  nicht. Daher liegt da jetzt noch eine dicke Abschwitzdecke drüber. Heute früh war das Wasser dort noch ungefroren. Auf jeden Fall müssen wir das weiter gut beobachten, damit wir den rechten Moment abpassen, falls wir die Hausleitung doch ablassen müssen. Schnäuzelchen hat heute auch entdeckt – nachdem wir den Hof nun sage und schreibe zehn Jahre besitzen – dass es einen Temperaturfühler im Futterkammerkeller gibt, den man oben im Stall ablesen kann. Er sagte heute -2 Grad. Der Frostwächterinstallateur meinte, wenn es so Richtung Minus zehn Grad im Keller ginge, dann sollten wir vorsichtshalber doch ablassen. Wegen des nicht isolierten/geheizten Wasserhahns.

Bethioua mit Tigern

Vor ein paar Wochen entdeckte ich beim Stöbern diesen wunderbaren Stoff bei Alles für Selbermacher. Ich konnte nicht anders – ich musste einfach zuschlagen, war mir doch so was von klar, dass er genau des Prinzeßchens Geschmack treffen würde.

Dann lag er doch noch eine Weile, weil ich mir nicht so ganz schlüssig darüber werden konnte, welchen Schnitt ich verwenden sollte. Aber schließlich wurde es doch eine Bethioua, denn ich fand den Schnitt beim Einhornshirt schon so  niedlich am Kind.

Das nächste Problem war die Größe. Das Mädel ist 1,23m groß und ich nähe gerne auf Zuwachs. Bei jedem anderen Shirt hätte ich also 134 genäht… Aber Bethioua ist doch relativ weit geschnitten. Einen Sack wollte ich denn doch nicht produzieren, also entschied ich mich für 128, gab aber am Saum einfach noch drei Zentimeter in der Länge zu.

Genäht ist der Schnitt ja wirklich flott, nur beim Einreihen des Rückenteils des abgerundeten Saums musste der Nahttrenner her. Es wollte mir eingereiht einfach nicht gefallen, also habe ich einfach ’normal‘ gesäumt. Jetzt mag ich das.

Der eine Ärmel ist übrigens an der Kurzarmlinie aus zwei Stücken zusammengenäht. Der bunte Stoff wollte nicht für zwei ganze Ärmel reichen. Mein erster Gedanke war: Schultern bunt, untere Ärmel im Grün des Rückens. Aber das sagte dem Prinzeßchen nicht zu. Sie selber kam dann auf den Gedanken, ich könne doch stückeln. Nun ja, anfangs zweifelte ich wirklich, ob das gut werden würde – aber das Prinzeßchen hatte Recht! Wir mögen das Shirt beide sehr gern!

Und damit geht’s mal wieder zum Creadienstag und zu Handmadeontuesday.

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