Spaß im Schnee

Nachdem die Weiber auf dem doch etwas verwinkelten Auslauf abspackten, öffnete ich doch lieber den Reitplatz. Nicht verwinkelt, groß, griffiger Boden. Ergo: Weniger Verletzungsrisiko.

Bekloppte Viecher. Aber offenbar hatten alle Spaß. Sogar die alte Dame, die sich sonst gerne vornehm zurückhält, nickte durch den Schnee.

Dem graust vor nichts…

Hatten wir im Sommer noch Sorge um Clumsy, so freuen wir uns jetzt jeden Tag über seinen Besuch.

Neulich wollte „min Öllen“ den Vogelfutterplatz neu bestücken aber Clumsy war da. Was tun? Vorsichtig hat sich „min Öllen“ mitsamt seinen Futtereimern an das Vogelhaus herangepirscht. Clumsy fand das sehr interessant.

Der dachte nicht daran wegzufliegen. Im Gegenteil, er hat noch lauthals gemeckert.

Erst, als er ihm ein paar Körner vor die Füße geworfen hat, ist er, unter Absingen schmutziger Lieder, davongeflogen. Übrigens, jetzt, mit Schnee, hat der kleine Kerl eine wunderbare Tarnung.

Nun wünsche ich Euch noch ein gesundes, nicht so einsames neues Jahr damit Ihr noch lange hier mitlesen könnt.

Roggenbrot

Das erste Brot im neuen Jahr ist gebacken. Ein reines Roggenbrot mit Schrotanteil.

Es ist ein bereits bewährtes Rezept, das wunderbar schmeckt, egal ob mit süßem oder herzhaftem Belag. Und es hält sich lang.

In der Herstellung gehört es zu den etwas aufwendigeren Broten meines bisherigen Repertoires, da es drei mal eine halbe Stunde gehen muss. Aber es ist den Aufwand wert, wobei es ja nicht wirklich Aufwand ist, denn gehen tut es ja von alleine. Aber man kann halt nicht eben Mal eineinhalb Stunden im Stall verschwinden nebenher…

Letztes Mal waren die Poren des Brots noch schöner, aber der Sauerteig war jetzt schon 14 Tage im Kühlschrank ohne Futter… da hat er dann nicht mehr so viel Triebkraft. Brot gebacken, Sauerteig aufgefrischt, alles bestens

Deppert…

Da predige ich doch seit Jahren allen, man solle ein junges Pferd nie ohne Handschuhe führen. Und was tu ich heute selber?

Richtig – Zwergi ohne Handschuhe führen. Es ging auf den Auslauf, und zwar einen für sie und die Friesenfreundin sollte auf den Nachbarauslauf. Getrennt sein üben. Große Empörung und Aufregung beim roten Nachwuchs (beim Friesen auch). Alles handelbar – aber nen Blutigen an der Pfote gab‘s vom Strick (oder was auch immer) eben doch.

Dann hatte ich mein Handy im Auto gelassen, sodass Sie jetzt kein Photo einer aufgeregt trabenden Zwergi zu sehen bekommen. Schade eigentlich, denn das sah wirklich sehr gut aus und ich freue mich schon darauf, wenn ich sie endlich anreiten kann…

Das Zigeunermaß habe ich heute auch bemüht, mißt sie doch derzeit erst 1,57m und ich war neugierig, womit ich noch an Wachstum rechnen kann. Das Zigeunermaß ist natürlich keine exakte Wissenschaft, aber im Großen und Ganzen stimmt es wohl. Demnach darf ich noch mit einer guten Handbreit Wachstum rechnen, damit wäre sie dann im Bereich ihrer Mutter – völlig ausreichend!

Zu guter Letzt: Rutschen Sie gut ins neue Jahr!

Friesenzähmen leicht gemacht…

… oder so ähnlich hieß es heute mal wieder.

Diesmal war die Friesische wieder reichlich unbegeistert, als ich mit Zwergi die Stallgasse hinunter marschierte. Fünf oder sechs Mal sind wir nur wenige Meter gegangen, haben dort kurz gewartet und sind wieder zur Box mit der Friesischen zurück gegangen. Dann platzte der Knoten und sie erkannte „Die kommt ja immer wieder“ und wir konnten erst die halbe, dann die ganze Stallgasse hinunter marschieren.

Dabei gab es dann noch eine kurze Irritation, denn da hatte doch tatsächlich jemand eine Tannengrüngirlande mit goldenen Sternen über der Stallgasse gespannt. Zwergi blieb davor stehen und bekam große Augen. Da wollte sie nicht drunter durch laufen.

Also noch mal zurück zur Box, ein kurzer Schnack mit der Friesischen- und noch einmal los. Diesmal war die Girlande vollkommen uninteressant und Zwergi ging anstandslos unten durch.

In fünf Tagen ist sie übrigens genau zweieinhalb Jahre alt.

Ganz ehrlich…

… ich hab ja so überhaupt kein Problem damit, heuer an Silvester nicht meine Pferde sicherheitshalber aufhalftern zu müssen für den Fall dass eins panisch ausbricht. Ich hab auch überhaupt kein Problem damit, dass ich sie nicht beobachten muss, während das Umfeld ballert…. könnte gern so bleiben.

Nun wird es aber Zeit,

dass ich endlich mal die neuen Herbsttischsets und den Herbstläufer, den ich für Minchens Geburtstag gewerkelt hatte, hier einstelle. Angefangen hat es eigentlich mit diesen wunderschönen Herbststoffen. Ich musste die einfach haben. Ihr wißt je, Stoffe machen süchtig. Dann dauerte es auch nicht lange bis ich das nötige Schnittmuster hatte. Gefunden bei Shabby Fabrics mit Vlies von June Taylor. Genäht wird das Ganze dann nach der Quilt-as-you-go Methode. Die Reihenfolge ist bereits auf dem Vlies aufgedruckt. So ging die ganze Geschichte ruck zuck.

Jetzt wünsche ich allen ein fröhliches, gesundes Weihnachtsfest.