Schöner kann man den Winter nicht malen

Schneegestöber… Stundenlang rodelnde Kinder … Ein Galopp im Schnee, bei dem das rote Pferd nicht mit meiner Tempoauswahl einverstanden war… Vögel beobachten… Tee mit Buch auf der Couch… Doch, ja – so gefällt mir das!p1180167p1180170p1180188p1180189p1180191p1180206p1180212p1180216p1180239p1180263

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Es schneibt seit dem Morgen

Junior wollte wissen, wie viel Schnee Opa und Oma im Schwarzwald haben. Dort gibt es nur 8 cm. Wir mussten dann doch gleich den Meterstab in den Schnee halten, es sind sogar 13. Erstaunlich, dass wir einmal mehr Schnee haben. Es ist jetzt kurz vor drei und es schneit immer noch. Die Kinder waren 3 Stunden draußen und kamen klatschnass aber glücklich wieder ins Haus.

Ich weiß, dass viele Leute da draußen über den Schnee meckern. Ich mag ihn! Ich werde mich nachher mit meinem Häkelzeug auf die Couch setzen und es mir gut gehen lassen.

Auf ein Neues!

Jetzt schreiben wir schon das Jahr 2019. Wie die Zeit verfliegt!

Ich hoffe, Sie sind alle gut ‚rübergekommen. Wir haben hier schön in der Familie gespeist – das übliche Fondue chinoise *hmmmm* – und haben das Jahr gemütlich ausklingen lassen. Ein, zwei Irritationen gab es. Erst war der Dill in der Gefriertruhe nicht auffindbar – und später sorgte ein Teller in Scheiben geschnippelter Lauch dafür, dass wir alle mehr oder minder aufgelöst – halb genervt und halb am Lachen – durchs Haus flitzten und diesen Lauch suchten. Irgendwann beschlossen wir – dann halt Fondue ohne Lauch. Wir gingen an den Kellerkühlschrank um die vorbereiteten Platten mit Fleisch zu holen – und – da stand der Teller Lauch.

Jeder einzelne von uns hatte einen Blick in diesen Kühlschrank geworfen!!!!! Es war einfach unglaublich, und beweist wieder einmal, dass der Mensch doch gerne das sieht, was er zu sehen erwartet. Und das waren – Fleischplatten. Kein Lauchteller. Meine Güte, was haben wir gelacht.

Heute früh begrüßte mich dann ein Igel im Garten. Im Januar nicht gerade optimal. Ganz schnell stellte ich ihm ein Tellerchen mit Katzenfutter hin, an dem er sich nach anfänglicher Scheu dann auch gütlich tat. Nun hat er immerhin wieder etwas im Bauch. P1180149

Tadaaa!

Ich habe fertig! Ach, schon vor ziemlich langer Zeit habe ich mir bei Craftsy eine Videoklasse mit Annie Unrein   „Sew sturdy travel organizers“ heruntergeladen, aber dann doch nie so richtig den Absprung gefunden. Nun stand mal wieder ein Besuch bei meiner Schwester an und, wie immer, haben wir uns was zu nähen vorgenommen. Ja, und das war dann der „Hanging Cosmetic Bag“.

Genommen habe ich einfach Stoff aus meiner Kiste. (Da ist ja immer noch so viel drin. Unglaublich! Merkwürdigerweise kommt immer wieder etwas dazu.) Flugs wurden die Zutaten bei Quiltzauberei und Snaply bestellt. Und dann ging es ab zu meiner Schwester. Leider mussten wir dort wegen der Reissverschlüsse noch in die Stadt. Allerdings erfolglos. Dann mussten wir natürlich unbedingt auf den Holländischen Stoffmarkt, wo wir zwar die Reissverschlüsse ergattern konnten, aber wohl weil Winter, keinerlei nennenswerte Quiltstoffe zu Gesicht bekamen. Schade. Der Geldbeutel allerdings hat sich gefreut. So haben wir es dann nur geschafft einige Teile zu quilten und zuzuschneiden.

Meine Schwester war dann viel schneller als ich. Ratzfatz hatte sie ihren Beutel fertig. Er  ist, wie ich finde, sehr gut gelungen.

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Ja und hier ist nun mein Exemplar.

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Das ist die Meshtasche

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Die Rückseite

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         Die Vorderseite

Mir hat die Arbeit unglaublich viel Spass gemacht. Die Anleitung von Annie Downs sind präzise und, wenn man des Englischen mächtig ist, sehr gut verständlich. Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich die Tasche in der Praxis bewährt.

Habt ein schönes Weihnachtsfest und kommt gut rüber ins neue Jahr

 

 

Schnäuzelchen hat ne Öse locker

… besser gesagt, sein Pullover. Da die Berge uns rufen und mit ihr die Kälte, machte ich mich ans Reparieren. Verabscheue ich, hilft aber nix…

Das Lästigste an solchen Arbeiten ist allerdings inzwischen das ständige Brille ab für’s eigentliche Flicken und Brille auf für jeden Blick auf die Anleitung (die gibt’s übrigens hier) am Rechner…

Und einen halben Nachmittag später heißt es dann: Zwei Ösen! (Schauen wir mal, wann die andere ausreißt…)

Was ich allerdings nicht bedachte… um die alte Öse von der Kordel ab- und die neue Öse aufzuziehen musste ich den Überzug des Kordelendes aus giftgrünem Kunstleder abmachen. Tja, und das selbe Ding wieder dran – ging nicht. Jetzt muss ich mich erst mal auf die Suche nach dem Rest des grünen Kunstleders machen… Wird ne haarige Angelegenheit… ich hab so gar keine Idee, wo ich danach suchen muss…

Von Deppen im Schnee…

… gleich drei von der Sorte konnte ich heute erleben. Nein, die Kindelein waren unschuldig, die haben nur mal wieder mit den Inlinern Biathlon gespielt… Obwohl ja eigentlich angesagt ist, dass sie nur Inliner fahren sollen, wenn die Straße trocken ist, was durch den tauenden Schnee heute nicht der Fall war. Nun ja.

Die Deppen gingen heute auf vier Beinen. Ich hatte nämlich die glorreiche Idee gehabt, dass ich mit zwei Reitschülern heute ausreiten könnte. Die sitzen beide schon ziemlich stabil im Sattel und beherrschen auch den leichten Sitz. Und die Pferde sind ja brav… Die nicht ganz so brave hatte ja ich unter dem Allerwertesten.

Nun ja – wir ritten so gemütlich durch den Schnee, alles war bestens. Bis zur Biogasanlage. Hier trat Depp Nummer eins in Aktion, was aber zu erwarten gewesen war. Diese Biogasanlage findet mein verhindertes Springpferd jedes, aber auch jedes Mal gefährlich. Im Schritt vorbei geht nicht, da landet man unweigerlich zehn Meter im Feld. Da ich das gerne vermeide – wer will schon auf Kriegsfuß mit den Landwirten stehen – geht es da normal im Trab vorbei. Mir ist zwar nicht klar, warum die Biogasanlage im Trab ungefährlicher sein soll als im Schritt – aber man muss Pferde ja nicht immer verstehen.

Wir also in ruhigem Trab auf das Corpus Delicti zu. Das Springpferd sieht – einen Minibagger. Der baggert nicht nur neben der Anlage, sondern klappert auch schön fleißig mit der Baggerschaufel. Da wir von hinten kommen, sieht er uns nicht.

Bumms, der Zosse steht – und nichts wie rein mit dem Rückwärtsgang. Die beiden eigenlich braven Vierbeiner finden das eine coole Idee und sind gleich voll mit dabei. Glücklicherweise lässt sich meine Dame schnell überzeugen, dass vorwärts doch die bessere Idee ist und es geht an der Biogasanlage im Trab vorbei.

Jaaaa – und dann hatte wohl das älteste Pferd im Bunde mit ihren 21 Jahren die närrische Idee, dass jetzt das Galoppieren angesagt sein und zog davon. Der junge Mann oben drauf brauchte eine Weile, bis er sie wieder angehalten hatte, aber das sah alles noch ganz lässig aus.

Wer gar nicht mehr lässig war, war das Springpferd, die eigentlich fand, man könnte jetzt mal ein prächtiges Wettrennen starten. Da ich sie nicht ließ, bekam sie ziemlich schlechte Laune und bei der dritten im Bunde war das nicht sehr viel besser. Aber alle drei beruhigten sich wieder und weiter ging es in gemütlichem Schritt.

Wie heißt es doch so schön? Je öller, je döller? Auf das rote Pferd traf das heute ganz besonders zu. Die Aktion mit dem Weggaloppieren brachte sie nämlich noch sage und schreibe zwei Mal. Während ihr junger Reiter sie immer wieder nach ein paar hundert Metern  problemlos zum Halt brachte und sie dann geduldig auf uns Nachfolgende wartete (so nach dem Motto „War da was?“)  hatten wir ein wenig zu kämpfen. Wettrennen, Sie verstehen? Geht ja gar nicht, dass da eine einfach davon galoppiert…

Heil daheim angekommen sind wir wieder. Und ganz ehrlich – dass die alte Dame noch so viel Spaß am Laufen hat, freut mich unglaublich!