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Hier sitze ich nun in der Veranda eines steinalten Hauses, dem Vernehmen nach das Zweitälteste im Dorf, und trinke eine Tasse Tee. Dabei wundere ich mich schon ein wenig, dass die gute alte Thermoskanne Schnäuzelchens den Rest Tee von Frühstück bis halb fünf am Nachmittag warm gehalten hat. Beeindruckend. 

Die letzten Tage standen wir auf den Brettern und machten das Grödnertal unsicher. Das Prinzesschen macht ihren zweiten Skikurs, Junior inzwischen seinen dritten. Beide fühlen sich wohl und haben viel Spaß. Junior ist zwar der einzige Deutssprechende in einer Gruppe italienischer Kinder, aber dafür hat er im Skilehrer das große Los gezogen, denn es handelt sich um unseren langjährigen Vermieter, der mich schon seit meiner Kindheit kennt, denn auch ich habe schon in Gröden Skifahren gelernt.

Das Prinzesschen kennt ihren Skilehrer ebenfalls schon, denn den hatte sie bereit im vergangenen Winter, er konnte sich sogar an sie erinnern. Juniors Skilehrer des letzten Jahres erging es übrigens auch so, was in mir die Frage hervorruft, ob es nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, dass sich die Skilehrer an meine Kinder erinnern…

Wie dem auch sei. Die ersten beiden Tage hatten die Kinder nach- bzw. vormittags Kurs und derweil führen Schnäuzelchen und ich dann ebenfalls. Allerdings verholten wir uns etwas weiter weg, nur etwas, da man in zwei Stunden nicht so weit kommt. Für Plan de Gralba am ersten Nachmittag reichte es leicht, am zweiten Tag war dann Schluss mit den roten Pisten, denn die Saslong – ihres Zeichens Weltcupabfahrt im Super-G und der Abfahrt – sowie die schwarze Abfahrt nach Wolkenstein hinunter mussten erlegt werden. 

Bei der Saslong war ich restlos begeistert, so gut habe ich diese Piste noch selten erlebt. Ein Traum zu fahren, das Gleiche galt aber für die Schwarze nach Wolkenstein auch. 

Die große Tour war dann gestern angesagt, zwar weniger von den Pistenkilometern her, da kann man hier mehr erreichen, aber dafür war die zweite Weltcupabfahrt im Gebiet dran, immerhin so steil, dass man dort weder Super-G noch Abfahrt austrägt, sondern „nur“ einen Riesenslalom. Ich kann glaube ich von mir behaupten, ein guter Skifahrer zu sein, aber wenn man so in dieser Abfahrt steht und hinunterblickt, fragt man sich schon, welches Gramm Vernunft einem Skirennfahrer abgehen mag, um in dem Affenzahn dort hinunter zu rasen, wie die das tun. Und dann auch noch nonstop bis ins Ziel…

Wer das Skigebiet kennt, wird nun vermutlich ahnen, dass es sich um die Gran Risa handelt. Eine tolle Abfahrt, aber sie hat es in sich. Schnäuzelchen meinte gleich im oberen Stück, seine Ski überkreuzen zu müssen und sich in den Schnee zu legen, aber außer einer zerbrochenen Schnalle der Stockschlaufe ist nichts passiert .

Im Vergleich dazu war der heutige Tag sehr entspannt, die Kindelein hatten heute, wie auch schon gestern, von zehn bis vier Uhr nachmittags Kurs, so dass wir heute eine Tour über die Seiser Alm machten, gut zur Erholung und bei wunderbarem Sonnenwetter wirklich ein Genuss. 

Morgen haben die Kinder wieder halbtags, übermorgen ist Abschlussrennen. Junior ist fest davon überzeugt, dass er auch heuer wieder der Schnellste sein wird, man darf gespannt sein. Er kann ja nun nicht immer gewinnen…

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Liebe Frau Käferin

heute kam Deine kleine Aufmerksamkeit an. Eigentlich war ich schon fast aus dem Haus, aber der Kasten mußte noch geleert werden. 

Das Engelchen ist wunderbar und paßt gut zu unserem Haus. Und so liebevoll gearbeitete Handwärmer kann man immer gebrauchen, auch wenn es bei uns eher nicht kalt ist. Kommt aber bestimmt noch. Zusammen mit denen von Quiltfru, von denen die Kindelein noch nichts wissen dürfen, haben wir dann genug für die Familie. 

Fühle Dich ganz arg gedrückt, das Käferchen gleich mit, denn sie hat bestimmt geholfen. 

Fotos gibt es dummerweise keine, dafür aber welche von der beleuchteten Eis“skulptur“ im Grödnertal, die mir heute über den Weg lief. Deren Standort erklärt vielleicht auch, warum ich eigentlich schon aus dem Hause war..,

Schon vorbei

ist unsere Urlaubswoche in den Dolomiten. Eine Woche mit allerbestem Wetter und tollen Schneeverhältnissen, so daß wir in so viele schwarze Abfahrten gestochen sind wie möglich. Selbst die Gran Risa, eine tiefschwarze Weltcupabfahrt, war heuer beinahe einfach! 

    
   
Das Prinzeßchen durfte dieses Jahr – endlich! – ihren ersten Skikurs machen und es ist immer wieder unglaublich zu sehen, wie diese Knirpse mit vier bis fünf Jahren in einer Woche vom blutigen Anfänger zu kurvenfahrenden und bremsenden Skifahrerleins werden. 

Den Vogel schoß allerdings Junior ab. „Mini-N.eureuther“ war wieder unterwegs – er bretterte nur so um die Tore des Skikursabschlussrennens und holte sich erneut einen Pokal. Absolut unglaublich! 

 

„Ich will mal so gut skifahren wie Felix Neureuther!“

sprach Junior am Donnerstag morgen. Da stand er gerade mal seit Sonntag auf dem Ski. Skikurs im Grödnertal. Dort habe schon ich das Skifahren gelernt und Schnäuzelchen hat dort nach jahrelanger Abstinenz wieder angefangen. 

Nun also die nächste Generation. Am Sonntag gab’s erst Drama beim Ausleihen der Skischuhe – er wollte nicht einmal anprobieren. „Ich weiß aber, daß die drücken!“

Schließlich klappte es aber doch – andere Farbe der Schuhe, alles war gut. Empörung machte sich breit, weil er keine Stöcke bekam. Als Anfänger braucht er sie nicht. 

Dann also: Sonntag, Montag, Dienstag jeweils drei Stunden Kurs. Ein Skilehrer für fünf Kinder, was für ein Traum. Sonst sind es eher zehn oder zwölf. 

Am ersten Tag noch Skipark mit Förderband. Am zweiten bereits normale Anfängerpiste Marke hellblau mit Tellerlift. Am dritten Tag dann normalblau. Die Tage vier bis sechs waren dann „ganze“ Tage mit Mittagessen. Pommes mit Würstel. Und Ketchup. Und Zitronenlimonade. Dort gibt es die Beste abseits der Selbstgemachten. 

Und dann geht der Bengel hin und gewinnt am Freitag das Skikursabschlußrennen. Brettert da um die Tore, daß ich direkt Herzklopfen bekam und das Grinsen auf meinem Gesicht immer breiter wurde. Wahnsinn, was man in sechs Tagen lernen kann.