Jahuuuu! Es hat gewirkt!

Am 16. Juli 2019 habe ich unter der Überschrift : „Igitt, Maden in unseren Süßkirschen“ schon einmal einen Artikel geschrieben. Wir hatten uns ja damals belesen (Internet macht es möglich) und da wurde uns empfohlen gleich weiße Netze auf dem Boden auszulegen damit die herunterfallenden Kirschen ihre Ungezieferinhalte nicht gleich im Boden versenken konnten. Das haben wir auch brav getan. Siehe Bild.

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Die heruntergefallenen Kirschen haben wir eingesammelt und in der Sonne verschmurgeln lassen.

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So weit, so gut. Gegessen haben wir keine mehr. In der schlauen Lektüre stand aber auch drin, dass es pro Kirsche immer nur 1 Made gibt. Das ließ uns Hoffnung.

Im Frühjahr 2020 haben die Kirschen wieder super geblüht und es hat zur richtigen Zeit da drin gesummt und gebrummt. Und tatsächlich, der Baum hatte wieder gut angesetzt. Als die Kirschen noch ganz klein waren, aber schon so ein bischen gelblich wurden, haben wir vorschriftsmäßig das Vlies ausgelegt, einen Flüssigkeitsbehälter und die Gelbtafeln hineingehängt. Nun hieß es nur noch warten bis die Kirschen reif wurden.

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Und dann haben wir geerntet. Da ich dem Braten nicht so ganz traute, habe ich mir die Mühe gemacht die Kirschen zu halbieren. Dabei kam aber nur noch bei jeder 10ten bis 15ten ein Made raus. Die habe ich auf einem Küchenpapier entfernt und da wir wußten, pro Kirsche nur eine Made, haben wir sie genüsslich verspachtelt. Einmal in Form eines Kirschkuchens, den min Öllen gebacken hat (sehr lecker!) und dann  „natur“ mit Sahne (man will ja auch nicht leben wie ein Hund). Außerdem habe ich Berge verschenkt. Natürlich nur mit dem Hinweis, dass da hin und wieder was drin rumkrabbelt. Die Beschenkten waren aber alle nicht so heikel. Sie haben sie dankbar genommen. Eine ordentliche Fuhre hat Minchen bekommen.

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Und den Rest habe ich zu Marmelade verkocht. Hier seht Ihr die Ausbeute.

Natürlich haben wir auch anderweitig geteilt. Man soll ja nicht in Kirschbäume klettern, ist ungesund für die Knochen. Darum hat mein Mann in den vergangenen Jahren auch oben immer mit der Astschere Kirschen geerntet. Der Rest blieb für die Vögel. So auch in diesem Jahr. Nun bleibt das Vlies noch liegen bis alle Kirschen und wahrscheinlich auch das Laub unten sind. Alle hui wird das Vlies abgesammelt und dann wollen wir doch einmal sehen, ob es im nächsten Jahr vielleicht noch besser wird. Wenn nicht, ist auch nicht so schlimm, denn mehr kann man eigentlich nicht essen, zumal wenn es auch noch leckere Erdbeeren gibt. Habt Ihr auch das Gefühl, dass in diesem Jahr alles etwa einen halben Monat früher da ist? Schönes Wochenende Euch allen!