Fasching naht…

… und Junior hat eine klare Vorstellung. Mal sehen, ob die Mama das passend umgesetzt bekommt. Drei Teile müssen gekauft werden, der Rest wird selbstgemacht.

Hier mal der Beginn. Glücklicherweise brauchte er sowieso neue Gummistiefel, da auch seine Füße wie Unkraut wachsen. Mit acht Jahren – na gut, fast neun – schon Schuhgröße 36… oje, wo wird das enden?

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Von wilden Tieren

Guten Abend, meine lieben Freunde,

heute habe ich Ihnen zwei ganz besondere Tiere mitgebracht. Einen rotschöpfigen Jaguar sowie ein blondmähniges Tigerweibchen; beide Arten sind in freier Wildbahn nur noch sehr selten anzutreffen und das gemeinsame Auftreten beider ist als wahre Rarität zu betrachten.

Daß man sie so selten bemerkt, liegt natürlich auch an der großen Vorsicht, mit denen sie sich zu bewegen wissen. Wenn man nicht so genau hinsieht, kann man sie aufgrund ihrer perfekten Tarnung in heimischen Wäldern gerne übersehen.

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Verhält man sich als Beobachter allerdings still und unbeweglich wird man bald Zeuge ihrer überschäumenden Lebensfreude, die sich in gemeinsamem Spiel mit Raufen, Springen und Jagen Bahn bricht.

Von nicht unerheblicher Bedeutung für das Entdecken jener seltenen und seltsamen Tiere ist auch die Jahreszeit. Sichtungen können zwar das ganze Jahr über erfolgen aber gehäuft findet man derartige Lebewesen ab dem gumpigen Donnerstag oder einige Tage davor. Am Aschermittwoch wiederum verschwinden sie in den unerforschten Tiefen der Wälder, um sich den beobachtenden Augen zu entziehen.

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Halten Sie doch auch einmal Ausschau in den Wäldern um Ihren Wohnort, ob Ihnen dort auch so lebenslustige Tierchen über den Weg laufen. Ich kann es Ihnen nur empfehlen, denn Sie werden viel Freude an ihnen haben.

Jaguar: Stoff von Stoffwelten, Shirt: Raglanshirt (140) von Klimperklein, Hose: Lieblingsbuxe (134) von Fred von Soho

Tiger: Schnitt nicht mehr präsent, da bereits 2014 genäht
Creadienstag, Handmadeontuesday, Dienstagsdinge

 

Kinderfasching

Puh, endlich ist es geschafft: Beide Kinder sind pünktlich zu ihren Faschingsfeiern in  Kindergarten und Schule gekommen. Das war nicht ganz sicher zu erwarten (oder doch?), hatte ich doch gestern nachmittag noch keinen Handschlag an Juniors Kostüm vorgenommen.

Letztes Jahr war er ja einfach. Da wollte er Astronaut sein. Das konnte man gut kaufen. Aber heuer? Pin.gu.in. Es war ihm nicht auszureden. Also denne, die nähfähige Frau Mama kapituliert und ordert Stoffe. Und eine Nachtschicht eingelegt. P1030684P1030680P1030676

Genäht habe ich ein klimperkleines Raglanshirt in 128 sowie die Hose des Schlafanzugs Day&Night von nEmadA. In 122/128. Der Pinguin paßt perfekt – und Junior hat nun einen Schlafanzug mehr (so er ihn heute in der Schule heil läßt, man weiß ja nie…), denn so läßt er sich weiter verwenden. Wobei ich das Oberteil gerne noch mit einem Pinguinbügelbild aufpeppen würde, mal sehen, wo ich so eines herbekomme.

Ich habe zuerst überlegt, ob ich die beiden Stücke verbinde und einen mit Reißverschluß im Rücken versehenen Einteiler draus mache. Aber das habe ich dann doch wegen der schlechteren Weiterverwendbarkeit unterlassen.

Das Prinzeßchen war ja letztes Jahr Alice im Wunderland. Das Kleid paßte ihr obenrum noch, unten war es reichlich kurz. Aber da sie  heuer als Prinzessin gehen wollte (die unprinzessinnenhafteste Prinzessin, die ihr je gesehen habt – ist sie doch eher eine wilde Maus), konnte ich das Kleid weiterverwenden. Es gab ein breiter zugeschnittenes, im Rücken zu knöpfendes Raglanshirt aus „Faschingsglitzerstoff“ darunter und einen schnell zusammengezimmerten Rock aus eben jenem Stoff darüber. Das Fräulein ist glücklich und läuft den ganzen Tag damit herum.

Fasching hat mir noch nie so viel Spaß gemacht wie jetzt mit meinen Kindern *lach*

 

Resteverwertung III

Uff. Endlich fertig. Was man nicht alles so anstellt…

Da hätte ich doch Stein und Bein geschworen, daß auf dem Dachboden meiner Eltern noch Faschingskostüme lagern. Pustekuchen. Auf die Schnelle mußte nun also ein Indianerkostüm her. Und das am Samstag mittag.

Also ran an die Buletten. Im Hosen nähen bin ich ja nun schon geübt (haha), nach einer genähten Jeans. Einen Reißverschluß zum recyceln fand ich auch schnell, lag doch bei mir im Schrank noch eine alte, kaputte Reithose herum (auch wenn ich mich wirklich frage, warum ich die noch nicht entsorgt habe, aber das ist ein anderes Thema.) Also flugs den Reißverschluß heraus getrennt und losgelegt. Taschen brauchte die Hose nicht, so daß es recht fix ging. Samstag abend war sie fertig.

Der Gedanke, dass ich keinen Reißverschluß gebraucht hätte, sondern daß ich einfach nur einen Gummizug hätte fertigstellen müssen, kam mir, als der Reißverschluß schon drin war. Nun gut, ich betrachte das als Übung!

Das Oberteil war schon schwieriger. Auf die Schnelle fand ich keinen Schnitt, also entschied ich mich für den Regenbogenbodyschnitt von Schnabelina. Ich habe großzügig Stoff zugegeben, denn der Schnitt ist für einen enganliegenden Body aus elastischem Stoff gedacht. Das Oberteil des Indianeranzugs war aber weder – noch. Im Endeffekt paßt er Junior gerade eben, ist eher 104 als 110, aber die Hauptsache ist, er paßt.

Die Fransen an den Armen habe ich auch vollkommen falsch eingesetzt, die hätten eigentlich an der Unterkante des Armes sein sollen, nicht an der Oberkante. Aber was soll es, die Kinder wissen es zum Glück nicht so genau und Junior war glücklich über seinen eingefärbten, aus einem alten Bettbezug gefertigten Indianeranzug. Hugh, ich habe gesprochen!

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