Ein wunderbarer Gartentag

Den hatte ich heute. Gleich nach dem Frühstück (eigentlich war es eher ein Spätstück) konnte man die Kindelein und mich im Wirtschaftsgarten wiederfinden. 

Wir haben gemeinsam das Erdbeerbeet von vertrockneten Blättern und Pflanzenteilen befreit.  

   
  
Im Anschluß haben wir gemeinsam das erste Quadratbeet eingesät. Vier Kohlrabi, vier Fenchelpflanzen, ein Schwung Karotten und Radieschen und drei Quadrätchen Markerbsen. Dann gut angegossen und das Antikatzengittee oben drauf. Die finden nämlich, dass der feinkrümelige Boden eines frisch eingesäten Beetes ein tolles Katzenklo abgibt.  

 
Die Kindelein haben großartig geholfen, ich habe wirklich gestaunt!

Danach verschwanden sie in den Sandkasten, während ich die Buddleia zurückschnitt und mich dann an die Haumichblaurose machte. 

Haben Sie zufällig auch eine Pauls Himalayan Musk im Garten? Dann wissen Sie vielleicht auch, warum sie bei uns die Haumichblaurose heißt. Sie bildet unglaublich lange Tentakel, mit der sie nach jedem Vorbeigehenden greift. Und dann sticht sie zu. Ich schwöre Ihnen, die macht das mit Absicht. Vermutlich kichert sie auch noch dabei. 

Da aber bald der Bagger kommt habe ich die Rose heute nahezu auf Stock gesetzt. Und dabei geschimpft wie ein Rohrspatz. 

Ernte 2015

Ernte 2015

10 Mairübchen
ca. dreißig Wintersteckzwiebeln
ca. ebensoviele Sommerzwiebeln
4 Dessertschälchen rote Johannisbeeren
5 violette Kohlrabi
3 riesige Knolle Fenchel
4,8 kg Belle de Fontenay Kartoffeln
haufenweise Marena Kartoffeln (eine große Kiepe ist voll und es sind noch welche im Beet)
geschätzte 4kg Belana Kartoffeln (ein Quadrat und das Leihbeet abgeerntet)
3 Broccoli
1 Romanesco
14 Salatgurken
jede Menge Tomaten
4 Stuttgarter Riesenzwiebeln
2 Portionen Spinat
gaaanz vieleMöhren

Und heute ernten wir…

Ich finde es einfach toll, wenn ich für unsere Mahlzeiten nur in den Garten zu gehen brauche. Irgendwie ist das etwas ganz Besonderes, wenn das Gemüse im eigenen Beet gewachsen ist. Heute erntete ich die dritte Kohlrabi und dieses Jahr scheine ich es erstmals mit dem regelmäßigen Wässern hinbekommen zu haben – bislang ist keine einzige Kohlrabi geplatzt und sie schmecken kein bißchen holzig. Mit der Sorte bin ich dieses Jahr nicht so glücklich, die Kohlrabi schmecken bei weitem nicht so süß wie die vergangenen Jahre. Ich mag sie gar nicht so gerne als Rohkost essen, was eigentlich schade ist, denn als Rohkost esse ich Kohlrabi eigentlich am Liebsten. Ob’s an der Sorte liegt? Blaue hatte ich bislang noch nie angebaut.

Dafür hat mich Belle de Fontenay heute wieder begeistert. Diese Kartoffel schmeckt einfach toll! Nachdem die Blüte nun schon eine Weile her ist, habe ich einfach einmal mit der Grabegabel ein wenig im Treckerbeet gebuddelt. Und ich war richtig überrascht: So große Kartoffeln habe ich von Belle de Fontenay noch nie geerntet, normalerweise waren das eher kleine Knöllchen, um die man gut seine Faust schließen konnte. Lecker, aber unheimlich aufwendig zu schälen, weil so klein. Ja, ich weiß, viele Leute essen Frühkartoffeln mit Schale, aber dafür konnte ich mich bislang nicht erwärmen.

Belle de Fontenay

1,2 kg Belle de Fontenay

Bislang sieht also die Ernte des Jahres so aus:

Zehn Mairübchen
ca. dreißig Wintersteckzwiebeln
vier Dessertschälchen rote Johannisbeeren
drei violette Kohlrabi
1 Knolle Fenchel
1,2kg Belle de Fontenay Kartoffeln

Und aus Herrn Vaters Garten haben wir bekommen und schon verspeist bzw. eingekocht

Vier Salatgurken
zwei Knollen Fenchel
jede Menge Kirschen (die haben wir so schnabuliert bzw. in den Rumtopf geworfen)
fünf Zucchini

2014 – Nutzgarten

Aussaaten, Frühbeet

23.02.               Radieschen, Salat „Babyleaf“

Aussaaten, Hochbeet

21.03.               Saatband mit Möhren und Radieschen

02.04. Steckzwiebeln „Stuttgarter Riesen“

Quadrat 3 – Juniors

20.04. Kartoffeln „Ditta“

Traktorbeet

20.04. Frühkartoffeln Altesse (linke Hälfte bis zum Holzpfosten des Traktorunterstands) und die bereits bewährte Belle de Fontenay (rechte Hälfte)

Geerntet, Hochbeet

1x Schwarzwurzeln

Italienische Tomatensuppe

Hier kommt sie, meine Lieblings-Tomatensuppe. Das Rezept stammt aus einer alten Kochbuchreihe, die ich bei meiner Mutter kennenlernte und die ich inzwischen auch im Regal stehen habe. Kaufen kann man sie nur noch antiquarisch und ich hatte das Glück, daß Herr Vater eine Ausgabe für mich ergattern konnte. Die Reihe heißt „Menü“ und es gibt sie in großem Format, ungefähr A4 und in kleinerem, ca A5 großen Format. Das ist das, welches ich habe. Leider neigen die kleinen Bücher zum Verlieren der Bindung, so daß man dann einige lose Blätter in den Büchern liegen hat, aber das macht mir wenig aus!

Für die Tomatensuppe sieht das Rezept 1 Kilo Tomaten vor, ich nehme aber lieber 1,5 oder sogar 2 Kilo, damit man sie auch als Hauptgericht essen kann. Sonst eignet sie sich vermutlich nur als Vorsuppe.

Als erstes werden ein oder zwei Zwiebeln, je nach Größe, kleingehackt und in gutem Olivenöl angeschmurgelt. Dann noch eine Zehe Knoblauch dazugeben und kurz mitbrutzeln, dabei muß man aber aufpassen, der Knoblauch brennt sehr schnell an. Als nächstes kommen die kleingeschnittenen Tomaten dazu. Je nach Größe viertele ich die roten Früchtchen, manchmal schneide ich sie auch kleiner. Ab in den Topf und ein bißchen mitschmoren, dann gebe ich einen Liter Fleischbrühe dazu, natürlich kann man da selbstgemachte verwenden, ich nehme aber immer gekörnte Brühe. Außerdem bin ich eher vorsichtig mit der Dosierung des Suppenpulvers, es soll ja nicht durchschmecken.

Als Gewürze kommen dann noch Majoran, Basilikum und Pfefferminze hinzu. Wenn ich habe, nehme ich frische Kräuter und davon dann auch reichlich. Maßangaben kann ich keine machen, das geht nach Gefühl und Wellenschlag, auch, wenn ich getrocknete Kräuter verwende. Natürlich wird noch gesalzen (vorsichtig! die Brühe ist ja schon recht salzig!) und gepfeffert.

Anschließend darf das Ganze ein Stündchen vor sich hin köcheln.

Das Passiergerät, das als nächstes in Aktion tritt, habe ich seit dem vergangenen Sommer. Es ist eine rechte Höllenmaschine, ein wenig laut ist sie schon, aber dafür schafft sie die beschriebene Menge Tomatensuppe in nicht einmal zehn Minuten!

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Und sehr viel bleibt auch nicht übrig. Ein paar Kerne rutschen zwar durch, aber das ist nun wirklich nicht schlimm…

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Die durchpassierte Suppe bringe ich dann noch einmal zum Kochen und fülle sie dann in Flaschen ab, die gründlich gewaschen und direkt vor dem Abfüllen noch einmal mit heißem Wasser ausgespült werden. Natürlich habe ich noch nicht so viel Erfahrung damit, da ich letzten Sommer das erste Mal Suppe abgefüllt habe – aber wir haben letzten Winter immerhin drei Mal Tomatensuppe gegessen und in keiner einzigen Flasche – beziehungsweise in keinem einzigen Joghurtglas, denn letztes Jahr habe ich in 500g Joghurtgläser abgefüllt – ist Schimmel gewachsen.

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Die Suppe ist im Prinzip verzehrfertig. Als Einlage gebe ich immer noch – so stehts auch im Rezept – gekochten Reis hinzu. Das besondere I-Tüpfelchen ergibt sich dann noch durch einen Löffel Schmand/Crème fraîche in den Suppenteller.

Guten Appetit!

Birnen- und Tomatenschwemme

Der Birnbaum trägt dieses Jahr wirklich reichlich. Dummerweise ist der Rest der Familie nicht unbedingt begeistert von diesem Obst. Und das, obwohl es eine Williams-Birne ist (unnötig zu erwähnen, daß Schnäuzelchen gegen die flüssige Form der Williamsbirne nicht einzuwenden hat…)

Also mußte eine Möglichkeit her, in der die Birne nicht nur haltbar, sondern auch dem Rest der Familie schmackhaft gemacht wird. Gefunden habe ich ein richtig leckeres Rezept für Kompott, das sogar Schnäuzelchens Segen erhielt.

Das Praktische daran ist obendrein, daß dabei auch Quittengelee verarbeitet wird. So viel, wie ich davon jedes Jahr mache, können wir gar nicht essen!

Also: 200g Quittengelee in einen Topf, dazu 300ml Wasser und den Saft einer halben Zitrone sowie deren Schale geben. Eine Vanilleschote samt ausgekratztem Mark hinzu. Aufkochen, dann die Birnen hinzu. Ich schneide sie in mundgerechte Stücke, man kann sie aber sicher auch als Viertel oder Spalten belassen. Zehn Minuten kochen – oder eben bis sie weich sind, die Birnen – und abfüllen.

Das ergab diese zwei Gläser Kompott. Es waren ungefähr 600g vorbereitet gewogene Birnen.

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Tomaten gibt es heuer auch reichlich, wobei die Sorten sich sehr unterschiedlich verhalten. Sportivo wächst super, die längliche Tomate, deren Namen ich vergaß, neigt sehr zu braunfäuligen oder verschrumpelten Früchten, der gefällt es bei mir wohl nicht so sehr.

Zwei Kilo Tomaten stehen gerade bei mir auf dem Herd und werden zu Suppengrundlage für den Winter verarbeitet. Lecker!

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Zucchini

Ich könnte jetzt nicht behaupten, dass ich dieses Jahr in Zucchini ersaufen würde. Meine eigene Pflanze, die Gelbe, macht eher weniger Zucchini. Die meiner Eltern, mit grünen Früchten, gibt da scheinbar schon mehr her.

Zeit also, einmal Zucchinisuppe zu kochen. Das geht schnell und schmeckt. Mein Rezept ist diesem hier von Barbara sehr ähnlich. Ich werde mich einmal daran halten. Kräuter habe ich bislang nie dazu gegeben, ich bin mir auch noch nicht schlüssig, welche ich verwenden soll.

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