Reste…

…sind ja noch genug da. Stoffreste. Also ran an den Speck, du hast ja jetzt Zeit. Dachte ich und schnitt zu.

Eineinhalb Wochen später die Feststellung: Mehr Zeit? Von wegen. Es verteilt sich nur anders.

Das Unnötigste ist das Am-Tisch-Sitzen, während die Kindelein für die Schule arbeiten. Sitze ich da, arbeiten Sie großartig. Bin ich weg, lenken sie sich ebenso großartig gegenseitig ab.

Aber einfach nur da sitzen? Bäh, todlangweilig. Lesen geht auch nicht immer. Also machte ich aus der Not eine Tugend: Die Nähmaschinen kamen ein Stockwerk tiefer. Deren Geräusch ist so gleichförmig, dass es die Kindelein nicht stört. Anfangs hatten sie noch ein paar Fragen („warum hat die Overlock vier Fäden, aber nur zwei Nadeln?“), als die aber beantwortet waren, lernten sie prima weiter und ich ließ die Maschinchen schnurren

Und deshalb ist jetzt ein weiterer Schlafanzug für‘s Prinzeßchen entstanden, bevor sie den Stoff nicht mehr mag. Die Zusammenstellung hat sie übrigens selber übernommen!

Möge die Macht…

Okay… wirklich selbstgenäht ist nur der Jedimantel. Bademantelschnitte sind praktisch. Das teegefärbte Oberteil ist ein gebraucht erstandenes, einst blütenweißes Karateoberteil.

Ich bin gespannt auf das Gesicht und hoffe, dass alles passt. Die Ärmel des Bademantels sahen auf der technischen Zeichnung deutlich weiter aus…

Büddel

Prinzeßchens Reithelm hatte bislang keinen Beutel und fand sich daher mal hier und mal dort. Meist aber gar nicht oder eben irgendwo ganz anders.

Mein Helm hatte zwar einen Büddel, aber der war schon vom Modell davor und vermutlich schon an die 15 Jahre alt. Und dieses Alter in Kombination mit dem besten aller Ehemänner, der fast alles kaputt kriegt *zwinker* bedeutete:

Zwei neue Büddel mussten her.

Reststoffe gab’s genug im Schrank, ein Schnittmuster fand ich bei Xawam und los ging’s!

Nahtgeschenk

Morgen ist das Prinzeßchen zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Nach Rückfrage bei der Frau Mama ergab sich: Spielsachen hat das Kind genug. Etwas zum Anziehen wäre toll.

Selbstredend kommt hier dann die Nähmaschine zum Einsatz. Erschwerend war, dass ich bislang nur für schlanke Kinder genäht habe, diese Freundin aber über deutlich mehr Körper verfügt. Die Maße schickte mir die Mutter dann schnell, genauso wie die Lieblingsfarben des Kindes. Lila, pink, rosa. Völlig normal also für das Alter.

Genäht habe ich ein Trägerkleid von Klimperklein, wie schon oft für das Prinzeßchen. Eine Nummer größer und zusätzlich mit einem weiteren Vorderteil. Damit der Ausschnitt dann wieder paßt, wurde die Mehrweite dort gerafft.

Das Kleid paßt dem Prinzeßchen von der Länge her und ist ihr zu weit. Hoffentlich also genau richtig für Ihre Freundin!

Eine Lou für das Prinzesschen

Hach, ich habe endlich wieder Lust, zu nähen. Die war mir ja irgendwie doch etwas abhanden gekommen.

Das Töchterlein hat kaum noch Pullover. Also gab es mal wieder eine Lou. Sie wird sehr gern getragen (und hat schon den ersten Triangel drin, weil das Prinzeßchen wo hängengeblieben ist…). Inzwischen hat sich auch ein gewisses Problem herauskristallisiert, das mich dazu nötigt, meine Schnittauswahl zu überdenken. Das Kind hat Schultern wie ein Preisboxer. Lou paßt in 140 an der Schulter gerade – obwohl das Prinzeßchen eigentlich erst Nähgröße 134 trägt…

Traumwetter haben wir hier gerade, fünfzehn Grad oder sogar etwas wärmer. Zu warm und zu trocken, sagt mein Verstand. Dennoch genießen wir es. Und die Pferde auch. Die kleine Koppel ist offen und es wird sich ausgiebig gewälzt und am noch sehr mageren Gras genagt. Auch unsere alte Dame natürlich – und wenn dann so ein Prinzeßchen zum Kuscheln kommt, ist sowieso alles bestens!P1180438P1180440P1180441P1180447