Ein Babyset

Frau Mutters Nachbarin ist wieder einmal Großmutter geworden, Grund genug, dass Frau Mutter einen hübschen Stoff besorgte und mich bat, ein Willkommensgeschenk für den neuen Erdenbürger zu werkeln.

Ganz fröhlich zeigt Henrike nun das neue Outfit, das aus einem Regenbogenbody in 68 sowie einer Checkerhose in 62 mit mitwachsenden Bündchen besteht. Die Größenkombination hat sich bewährt, aus mir unbekannten Gründen haben die meisten Babys, die ich bisher kennenlernte, obenherum eine Größe mehr als untenherum.

Henrike hat eine etwas ungünstige Figur für Regenbogenbodys. In der Breite paßt der Body, aber in der Länge reicht er bis zu ihren Knien. Auch die Ärmel sind etwas zu lang. Die Hose wiederum paßt gut. Puppen haben halt keine normalen Proportionen, aber ich finde, sie präsentiert das Set sehr hübsch. Auch der „Rettungsteddy“ – er heißt deswegen so, weil Junior ihn auf einem Turnier von den Sanitätern des Rettungswagens geschenkt bekam – einfach so – scheint Freude am Fotoshooting zu haben.

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Und ab damit zu Creadienstag, Handmadeontuesday und Dienstagsdinge

Kimono Tee – oder wie ich zum Lemming wurde

Wie ich vom Kimono-Tee-Skeptiker zu dessen Freund wurde habe ich Ihnen ja letzten Sommer schon geschrieben.  Allerdings blieb ich Ihnen das „erste“ Shirt bis dato schuldig. Da es inzwischen wieder Sommer ist, wollte ich Ihnen jenes Tee doch noch zeigen.

Natürlich wieder in der Traumkulisse meiner Lieblingsinsel *echtknorkezuwink*!

Übrigens lagern in meinen Stoffkisten noch ein, zwei Stöffchen und warten darauf, zugeschnitten zu werden. Wozu wohl? Na, natürlich zum Kimono Tee!

 

 

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KSW 24 – ich war dabei

Und zwar ganz eindeutig: ich war. Denn die KSW 24 ist schon eine ganze Weile vorbei, derzeit läuft schon Nummer 25.

Ich hatte mich für die 24 zwar beworben, war aber nicht ausgewählt worden. Darüber war ich nicht ganz unglücklich gewesen, denn irgendwie hätte ich doch wenig Zeit gehabt. Tja, und dann kam er doch bei mir an, der Höhlenstoff von Frau Käferin, den ich wurde ein Nachrücker.

Da war er nun, der Stoff. Und sprach kein einziges Wort mit mir, was er werden wolle. Völlige Planlosigkeit. Die Zeit verstrich und ich mußte passen. Dumm, das.

Irgendwann kam mir aber noch die zündende Idee. Jetzt kann ich nachliefern und tue es hiermit. Aus dem schwarzen Stoff entstand ein luftig-leichter Unterrock für ein Lienchen, die Kombistoffe hat sich das Prinzeßchen selber ausgesucht. Dazu gab es dann noch ein klimperkleines Raglanshirt mit einem glitzernden Delfin – das Kind brach in wahre Begeisterungsstürme aus.

Das Lienchen ist blitzschnell genäht und ich schätze, es wird hier nicht bei einem bleiben. Und hier kommen noch die Bilder:

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Klicktaschen für das Glotzophon

Ich trage gerne riesige Sonnenbrillen. Sie lassen den Wind an den Seiten nicht rein und sind daher auch perfekt zum Skifahren geeignet. Am liebsten mag ich sie, wenn sie schön dunkle Gläser haben, aber die sind, wenn der Himmel nur grau ist, mich aber trotzdem blendet (ich bin da schon ein bischen hypersensibel), zu dunkel, also benötige ich noch ein Nasenfahrrad mit heller getönten Gläsern. Bei „http://www.echtknorke.de“ fand ich ein Tutorial für eine schnelle Klicktasche. Die war zwar für eine Brille zu klein, aber Breite und Länge konnte ich ja mühelos anpassen. Bei „https://www.youtube.com/user/TheCraftyGemini/videos fand ich dann noch eine etwas feinere Machart mit ohne offenen Nähten in der Tasche. Also habe ich mir aus beiden Anleitungen meine Eigene gemacht. Seht mal hier:DSC08502-1

Kaum hatte ich das gute Stück meinem Ehegespenst gezeigt, als er es auch schon für sich reklamierte. „Mensch, das wäre doch was für meine Fahrrad/Skibrille!“ Und was soll ich Euch sagen: Weg war sie. Und wie prima die Brille da hineinpasst, das könnt Ihr hier sehen

DSC08503-1Nun ja, die war weg. Also musste ich mir noch eine Tasche nähen. Und die sieht jetzt so aus:

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Damit Ihr auch sehen könnt, was ich „mit ohne Nähte innen“ meine, zeige ich sie jetzt auch mal geöffnet.

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Da passt sogar noch ein Brillenputztuch hinein. Für den Klickmechanismus bin ich in den Baumarkt gegangen und habe ein 3 m langes Metallmaß „im Sonderangebot“ erstanden. Da kann ich noch viele Klicktaschen machen. Innen gepolstert ist die Tasche mit Vliesresten. Fazit:  Geht schnell, macht Spass, ist nicht teuer und ein Superteil für Brillen.

Wie immer werde ich es hier einstellen:

http://www.creadienstag.de

http://handmadeontuesday.blogspot.de

http://dienstagsdinge.blogspot.de

Sternenlou

In der Adventszeit gab es ja beim Gesichtsbuch etliche Verlosungen von Stoffdesignern, bei denen ich auch fleißig teilnahm. Und einmal hatte ich sogar Glück, ausgerechnet bei meiner Lieblingsdesignerin Petra Laitner. Deren Stoffe gefallen mir eigentlich alle, es gab noch keinen, wo es in mir vehement „oh neeee“ sagte.

Als das Überraschungsstöffchen ankam, war aufgrund der Farbe gleich klar – das gibt etwas für das Prinzeßchen. Das Schnittmuster „Lou“ von Ki-ba-doo lag schon eine ganze Weile fertig ausgeschnitten hier. Für ein Kapuzenshirt reichte der Stoff nicht, aber den Wickelkragen wollte ich sowieso schon lange einmal versuchen und dafür war genug da. Also – auf Los geht’s los. Ich verzichtete auf die seitlichen Einsätze, da ich zum Einen eh keinen passenden Kombistoff gehabt hätte und zum Anderen fand, es sei viel zu schade um den tollen Sternenstoff. Ohne Einsätze und ohne Taschen ging es gleich noch viel schneller, aber das Prinzeßchen mußte auf das „richtige“ Anziehen noch ein paar Tage warten, bis die bestellte Kordel nebst Kordelstoppern da waren. Aber dann war sie begeistert.

Genäht in 122 ist Lou für das derzeit 115cm große Kind noch reichlich, aber das macht bei diesem Schnitt nichts, ist er doch sowieso kleidähnlich. Mit einer Leggins drunter sieht es fesch aus und das Kind ist begeistert von den Kordelstoppern. Mich selber irritiert der Kragen mehr als er mir gefällt, aber es könnte auch daran liegen, dass Lou eben noch zu groß ist. Mal sehen, ob das Prinzeßchen in den monsterweiten Kragen noch hineinwächst.

Die „Naht“ vorne am Saumbündchen ist übrigens keine, das ist nur der Stoffbruch des Bündchens, ich denke, dass der nach dem Waschen dann verschwindet.

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Verlinkt mit Creadienstag, HandmadeOnTuesday und Dienstagsdinge.

Von wilden Tieren

Guten Abend, meine lieben Freunde,

heute habe ich Ihnen zwei ganz besondere Tiere mitgebracht. Einen rotschöpfigen Jaguar sowie ein blondmähniges Tigerweibchen; beide Arten sind in freier Wildbahn nur noch sehr selten anzutreffen und das gemeinsame Auftreten beider ist als wahre Rarität zu betrachten.

Daß man sie so selten bemerkt, liegt natürlich auch an der großen Vorsicht, mit denen sie sich zu bewegen wissen. Wenn man nicht so genau hinsieht, kann man sie aufgrund ihrer perfekten Tarnung in heimischen Wäldern gerne übersehen.

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Verhält man sich als Beobachter allerdings still und unbeweglich wird man bald Zeuge ihrer überschäumenden Lebensfreude, die sich in gemeinsamem Spiel mit Raufen, Springen und Jagen Bahn bricht.

Von nicht unerheblicher Bedeutung für das Entdecken jener seltenen und seltsamen Tiere ist auch die Jahreszeit. Sichtungen können zwar das ganze Jahr über erfolgen aber gehäuft findet man derartige Lebewesen ab dem gumpigen Donnerstag oder einige Tage davor. Am Aschermittwoch wiederum verschwinden sie in den unerforschten Tiefen der Wälder, um sich den beobachtenden Augen zu entziehen.

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Halten Sie doch auch einmal Ausschau in den Wäldern um Ihren Wohnort, ob Ihnen dort auch so lebenslustige Tierchen über den Weg laufen. Ich kann es Ihnen nur empfehlen, denn Sie werden viel Freude an ihnen haben.

Jaguar: Stoff von Stoffwelten, Shirt: Raglanshirt (140) von Klimperklein, Hose: Lieblingsbuxe (134) von Fred von Soho

Tiger: Schnitt nicht mehr präsent, da bereits 2014 genäht
Creadienstag, Handmadeontuesday, Dienstagsdinge

 

Handarbeitsbüddel

Ich habe noch nie einen Artikel gut vierzehn Tage vordatiert. Dann wiederum habe ich auch noch nie bei einem Taschen-Sew-Along mitgemacht. Sozusagen also zwei neue Dinge auf einmal. Fehlt nur noch die Schokolade.

Irgendwann im November besuchte uns die Familie meiner besten Freundin und diese nutzte die Gelegenheit, ihren Strickbeutel – eine von diesen schlichten weißen Stofftaschen aus dem Einkaufsmarkt ohne jeglichen Aufdruck – bei uns zu vergessen. Irgendwer hatte sie nämlich auf einen Korb gelegt, irgendwer hatte was draufgelegt und da das Ding so wunderbar unscheinbar ist, war es auch schon den Blicken entschwunden.

In der nächsten Woche kam dann auch der unvermeidliche Anruf, ob sie denn ihren Strickbüddel bei uns vergessen hatte. Da hatte ich ihn noch nicht gefunden, das dauerte auch noch ein paar Tage. Ich versprach, ihn zu schicken – und vergaß es. Irgendwann vor Weihnachten brachte die beste Freundin sich und den Büddel wieder per Telefon in Erinnerung, aber da hatte ich dank Frau Mutter schon eine Idee gehabt, also sprach ich von „ich schick das Ding“, hatte aber durchaus vor, dies noch zu verschieben.

Denn Frau Mutter hatte eine Anleitung im Netz entdeckt, wie man einen Handarbeitsbeutel nähen könne. Eine Videoanleitung aus den USA, sie hatte sich sofort mit Material eingedeckt und losgelegt.

So ganz schlecht fand ich den nicht, ich hatte schon einen (anderer Machart), den ich mal gekauft hatte, was lag also näher, den 08/15 – Stoffbeutel meiner Freundin durch so ein Ding zu ersetzen? Quasi als Weihnachtsgeschenk? p1080428

Frau Mutter war so lieb, mir die Reste ihres Materials zur Verfügung zu stellen – nur dummerweise gab’s dann vor Weihnachten ein paar gesundheitliche Verzögerungen, sodass der Büddel nicht einmal angefangen wurde. Genäht wurde er dann im Januar, aber ich mußte bis heute, in den Februar, warten, bis ich ihn bei greenfietsens Taschen-Sew-Along 2017 vorstellen darf. Schwierig, die Warterei. Aber wahrscheinlich nur fair bei derjenigen, die ich meiner Freundin zumutete.

Die Videoanleitung hat ihre Tücken. Mir fehlen Detailblicke auf die Nähte und irgendwie wirkt das Ganze etwas konfus. Die Vorstellerin hat sicher alles gut vorbereitet, aber dennoch kommt es für mich etwas durcheinander rüber, wie sie da ihre vorbereiteten Stoffstücke hinter dem Tisch hervorzaubert. Aber man versteht, was sie erklären will, spätestens nach dem zweiten Mal Ansehen.

Hilfreich ist ein Lineal, das weiß, was Inch sind. Ich hatte keines, rechnete mir alles um und schnitt dann mit aufgerundetem Maß zu. Wenn man darauf achtet, dass die Schnittteile, die aneinander sollen, die passende Größe haben, geht das auch. Allerdings bildete ich mir ein, ich wolle außen um die Tasche noch ein rundherum gehendes Stoffteil haben, das Taschen für Häkelnadeln, Scheren und ähnliches Zeug haben sollte. So, wie es meiner hat. Das Stück ist im Original nicht vorgesehen, ich nahm am Umfang des Büddels Maß und schnitt mir daraufhin ein Stück Stoff zu, das ich doppelt legte und mit der offenen Kante am unteren Rand rechts auf rechts annähte, um es dann nach oben umzuklappen. Hier gab es dann schon ein paar Falten. Ich versuchte, aufzutrennen, aber das verwendete Material für Stand und Stabilität schien nicht dafür geeignet, da hätte ich mehr kaputt gemacht. Mag aber auch sein, es lag an mir und meinem zu der Zeit mal wieder reichlich erkältetem Kopfe.

Also gab es nur drei schmale Taschen für Häkelnadeln und vier größere Taschen für allen möglichen Krimskrams. p1080430

Die Henkel nähte ich deutlich länger, als in der Anleitung angegeben, denn ich hatte die  von Frau Mutters‘ Büddel als zu kurz empfunden. Auch die Kordel zum Zuziehen zog ich anders ein – nicht nur eine, die man dann mittels Schleife zubinden muss, sondern zwei gegengleich eingezogene, an den Enden verknotete. Jetzt kann man das obere Ende wie bei einem Turnbeutel öffnen. p1080427

Im Videotutorial wird auch erklärt, wie man das Cover so annäht, dass man damit auch die vorherigen Nähte kaschieren kann, damit von diesen beim Waschen nichts ausfransen kann. Das habe ich gemacht, allerdings nicht daran gedacht, dass ich schlauerweise das Cover hätte gegen Ausfransen versäubern sollen – jetzt franst halt das aus, wenn meine Freundin es wäscht. Allerdings – wann wäscht man schon einen Handarbeitsbeutel. Doch eher selten. p1080425

p1080426Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem ersten Werk in diese Richtung, auch wenn es noch ein paar Macken hat. Aber Taschen zu nähen war ja nun bisher so gar nicht meines. Und aller Anfang ist bekanntlich schwer.

Und nun auf zu greenfietsen zum Februar-Thema des Taschen-Sew-Alongs 2017!