Fertig!!

Vor ziemlich genau zehn Tagen startete mein neuestes Projekt. Irgendetwas scheine ich immer zu tun zu brauchen und wenn es im Garten keinen Arbeit gibt, suche ich mir eben irgend etwas Neues. Nicht, daß meine Tage mit Stall, Pferden, Haus und Kindern nicht ausgefüllt genug wären…

Irgendwie regte ich mich immer darüber auf, dass Jeans für kleine Buben so teuer sind. Und Junior war plötzlich ziemlich in die Höhe geschossen, so daß ihm nur noch wenige seiner Hosen paßten. Diese beiden Dinge zusammen führten nun aber noch nicht sofort zu einem Erfolg. Irgendwie stieß ich in den unendlichen Weiten des  Internets auf Schnabelinas Welt und ihre Ebooks. Und prompt war der Gedanke geboren – das versuche ich auch!

Also lud ich mir Schnabelinas Ebook herunter und  zog los, um Stoff zu besorgen. Glücklicherweise haben wir hier in unserem Kaff einen recht nett sortierten Nähladen, wo ich zumindest einen schönen Jeansstoff bekam, in ausreichender Menge für zwei Hosen.  Am Dekostoff, mit dem ein paar Teile der Hosen abgesetzt werden sollten, scheiterte es jedoch. Irgendwie gab es keine Stoffe, die gleichermaßen für Jungen und Mädchen geeignet gewesen wären – immerhin wird das Prinzeßchen die Hose irgendwann auftragen, so Junior die Hose  nicht vorher ruiniert hat.  Nachdem ich keinerlei Onlineshops über Stoffe kenne, landete ich schnell bei Frau Mutters Onlineshop für Quiltstoffe – Quiltmania. Dort wurde ich dann auch fündig 😉

Und dann ging es los. Schnabelina beschrieb in ihrem Ebook wirklich ganz hervorragend, wie die Hose zu nähen sei. Natürlich mußte ich auch ein paar Mal auftrennen. Das erste Ärgernis war der Reißverschluß und der Schritt, aber beim dritten Versuch klappte es dann und ich war sehr zufrieden mit meinem Machwerk. Am hinteren Hosenteil baute ich dann noch einen Fehler ein – obwohl im Ebook noch genau steht, man solle aufpassen, dass diese und jene Naht genau aufeinandertreffen müssen, war ich hier eben ungenau und durfte wieder einmal auftrennen. Ziemlich fingeliensch war auch die Arbeit am Hosenbund, aber irgendwie klappte es dann doch. Nur den Gummizug bekam ich einfach nicht hinein in den Stofftunnel. Bis zu einem Drittel verschwand er im Bund und danach konnte ich ziehen, wie ich lustig war – das Gummiband dehnte sich und dehnte sich, aber mehr passierte auch nicht. Schließlich zog ich einen schmaleren Gummi ein. Sicher nicht so perfekt wie das andere Band, aber dennoch nicht ganz schlecht.

Allerdings hat mein Junior offensichtlich keine Größe von der Stange. Während ihm die 110 oben herum – mit dicker Strumpfhose darunter und eingestecktem T-Shirt hervorragend paßt, ist ihm die Hose doch deutlich zu lang. Man kann ziemlich genau erkennen, daß die Knieabnäher etliche Zentimeter unterhalb des Knies liegen. Auch das Schiff dürfte ein wenig weiter oben segeln! Nun ja, so kann er noch ein wenig wachsen. Wahrscheinlich werde ich die Hose unten noch ein wenig umschlagen, irgendetwas fällt mir da schon ein, Nähanfänger hin oder her.

Er trägt seine Hose mit großer Begeisterung. Das applizierte Schiff hat übrigens einen weinroten Mast bekommen – er bestand darauf. Junior hat mich nämlich fleißig beim Nähen unterstützt. Dass er mir nicht in die Maschine gekrochen ist, hat mich fast verwundert…

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Ich muß mal wieder angeben

Frau Mutter hat mal wieder zugeschlagen. Schnäuzelchen und ich bekommen seit etlichen Jahren einen Adventskalender von ihr. Dieses Jahr hat sie sich selbst übertroffen, denn es hingen nicht einfach Päckchen am Kalendern. Nein, sie schleppte noch einen Karton voller Päckchen an – sie gehören zu den Herzchen oder Weihnachtsbäumen, die mit Anfangsbuchstabe und Nummer versehen am Kalender hängen – übrigens der, den Frau Mutter mir als Kind selbst bestickte.

Die ersten beiden Päckchen, die ich öffnen durfte, waren gleich solche Buchstaben-und-Nummern-Päckchen. Und was soll ich sagen… Irgendwann habe ich wohl mal erwähnt, dass ich mein Wohn- und Eßzimmer gerne öfter im Jahr, dem Anlaß gemäß, dekorieren würde. Schaut mal her, was sie gezaubert hat. Auch an dieser Stelle noch einen riesigen Knuddler an die beste Mutter der Welt!

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Gestrickt

Als es Ende Oktober so kalt war, reifte die Erkenntnis. Juniors Mütze, so schön warm und plüschig und richtig kuschelig, paßt definitiv nicht mehr. Und irgendwie hatte ich mal wieder Lust, die Stricknadeln in die Hand zu nehmen, auch wenn ich noch nie eine Mütze gestrickt hatte.

Nachdem ich so meine Probleme mit den Anleitungen in den zu kaufenden Strickzeitschriften habe und diese immer drei Mal durchlesen muß, um sie eventuell einmal zu verstehen und das Verstandene dann nach zwei Tagen wieder vergessen habe, machte ich mich in den Weiten des Internets auf die Suche nach einer Anleitung.

Es gibt jede Menge Anleitungen zum Mützenstricken, stellte ich bald fest. Aber irgendwie war keine Kopfbedeckung dabei, die mir so wirklich gefallen wollte. Immerhin führte mich die Suche zu dem Gedanken, dass ich gerne eine Inkamütze stricken wollte. So schön mit Ohrenklappen und Bommel. Es dauerte übrigens schon eine gute Woche, bis ich herausfand, wie diese Sorte Mützen heißt. Und suchen Sie mal im Netz nach einer Anleitung für etwas, dessen Namen Sie nicht kennen! Das ist richtig spaßig.

Fündig wurde ich dann doch. Frau Farbenmix hat ein Ebook erstellt, wie ich es brauchte. Leider kostete es etwas, aber auf der anderen Seite gibt man ja schließlich auch Geld für eine Strickzeitschrift aus, die man in der Regel auch nur für ein einziges Kleidungsstück kauft. Also los.

Das Ebook war sein Geld wert. Zwar war es nur sechs Seiten lang, aber dafür wird – auch für einen Strickidioten wie mich – vollkommen verständlich beschrieben, wie diese Inkamütze gewerkelt werden soll.

Am Freitag nachmittag ging es also in das Wollgeschäft. Junior durfte sich die Farben selber aussuchen. Ich finde, der junge Mann hat Geschmack !

Samstag vormittag begann ich zu stricken, am Sonntag nachmittag war es fertig, mein Mützenerstlingswerk. Hier noch ungebügelt mit daher welligem Rand.