Ende der Zwergenaufstände?

Das Zwergerl hatte letzte Woche einen … speziellen Tag. Schon beim Putzen stand sie unter Strom, sah und hörte alles – ob vorhanden oder eingebildet – und kam nicht zu ihrem üblichen entspannten Stehen am Putzplatz.

Bereits beim Schritt reiten wollte sie sich vor dem Durchschreiten der einen Ecke drücken. Sie blieb einfach stehen. Auf Schenkeldruck oder ein Anticken mit der Gerte schlug sie aus. Dann kam Frau Mutter hinzu und wedelte –vorsichtig – mit ihrer langen Gerte. Zwergi schlug aus, auf ein erneutes Wedeln plus Schenkeldruck meinerseits ging sie aber doch weiter.

Um das Ganze dann zwanzig Meter weiter am Tor zum Auslauf zu wiederholen… womit sie auch nicht durchkam.

Dann also hinten in der Ecke, wo auf der Koppel das abgesägte Bruchholz vom letzten Sturm liegt. Liegt da schon ein paar Tage, sie kennt es also, aber es war ein willkommener Grund, die Bremse zu ziehen. Nö, Madame, nix da.

Gut. Da sitzt aber eine dreifarbige Katze auf der Koppel. Ihr seht doch bestimmt ein, dass man an der nicht vorbei gehen kann?

Sahen wir nicht.

Zu guter Letzt dann noch meine Gemüsebeete. Die hab ich ja auch ganz bestimmt erst neu angelegt, die waren da vorher sicher nicht!!!

Als auch dieses Thema ausgeräumt war, trabte sie noch ein paar Runden ganz friedlich und wir hörten auf. Das Kasperltheater hatte insgesamt eine Dreiviertelstunde gedauert. Wo sie normalerweise nicht mehr als zwanzig bis dreißig Minuten geritten wird…

Am nächsten Tag nur Freilaufen, damit sie den etwaigen Muskelkater auskurieren konnte (Sah nicht so aus, als hätte sie einen)…

Einen Tag weiter fragte sie am Tor zum Auslauf gleich in der ersten Runde an, ob das vorgestern etablierte „wir bleiben nicht einfach stehen“ immer noch gelten würde. Anscheinend war ich da überzeugend – denn sie versuchte es kein einziges Mal mehr und marschierte wunderbar. Frau Mutter konnte auf ihrem Stuhl sitzen bleiben und zusehen. Auch das Galoppieren klappte prima.

Und am Sonntag konnten wir das wunderbar wiederholen, nicht eine Rückfrage ihrerseits gab es.

Erster Anfall von Pubertier oder so ähnlich abgeschmettert. Wir sind gespannt, was ihr noch so einfallen wird.

Verweht und Zugenäht

Montag und Dienstag – stürmisch. Mittwoch aufgrund von Föhn und zehn Grad Temperatursprung verrückt spielender Kreislauf.

Also erst am Donnerstag wieder was mit Zwergi getan. Freilaufen zum Ausbuckeln, was auch weidlich genutzt wurde.

Freitag habe ich sie dann wieder geritten. Diesmal mit Lottes Sattel, der noch vor drei Monaten gar nicht gut passte. Jetzt gerade liegt er besser als Zwergis eigener Sattel. Ein Lammfell gab ich dennoch darunter, damit ich nicht ganz so nah am Rücken sitze.

Zwergi marschierte auch ganz schön, wir kamen erstmalig einmal ganz um den Reitplatz im Galopp!! Auch dieser Sattel rutscht leicht vor – vermaledeiter runder Jungpferderücken. Aber deutlich weniger als der andere, insofern nun erst mal weiter mit diesem – bis zum nächsten Wachstumsschub…

Samstag Traumwetter und die Versuchung war groß. Letztlich siegte aber der Verstand, der sagte, dass Zwergis Rücken einfach noch nicht gut genug bemuskelt ist, um mich zwei Tage hintereinander zu tragen… also nur Freilaufen und die vage Hoffnung, dass der angesagte Sturm am Sonntag erst mittags loslegen würde…

Tja – wie der Titel des Artikels schon vermuten lässt, war das wohl nix. 5 Windstärken, in Böen 7. Kein Wetter für ein frisch angerittenes Pferd….

Schnäuzelchen und Zwergi halten Zwiesprache…

Zwergenaufstände

Montag: Heute wieder an der Longe massives Abspacken, weil die Nachbarin mit dem Hund über den Knick lief. Tut sie jeden Tag mehrfach aber heut war‘s gefährlich (fanden die anderen Damen auf dem Auslauf auch, insofern … alle deppert heute)

Nachher aber noch sehr manierlich über die diesmal drei Trabstangen marschiert.

Dienstag: Auf der rechten Hand zwei Mal blitzsauber auf Hilfe ohne Stimmkommando angesprungen. Beim dritten Mal galoppieren überhaupt!

Auf beiden Händen jeweils durch zwei Ecken gekommen.

Ansonsten ihr übliches ab und an mal minimales gegen Schenkel/Gerte motzen. Unterm Strich aber sehr gut heute.

Zirkel im Trab rechts schon sehr gut, Links driftet sie noch über die Schulter nach außen weg.

Mittwoch: Handarbeit. Übertreten auf der Zirkellinie, Übergänge vom Schritt zum Halt. Darauf bestanden dass sie mal etwas länger stehen bleibt. Das fällt ihr durchaus schwer. Nach zehn Minuten wegen eingefrorener Hände aufgehört.

Donnerstag: Heute nur Schritt und Trab, da der Platz fürs Galoppieren noch zu viel Frost hatte. Volten und Schlangenlinien im Schritt, viel Halten und vor allem Stehenbleiben geübt, auch etwas an den Schritt-Trab-Übergängen angefangen. Aussitzen probiert. Sehr bequem!

Freitag: eigentlich waren gemütliche 20 Minuten an der Longe angesagt. De facto hatten wir mehr als eine halbe Stunde bockendes Wildschwein. Wo nimmt die die Ausdauer dafür her?

Samstag/Sonntag: Samstags war ich Vormittags unterwegs, nachmittags zog der Sturm auf. Also Pause. Sonntag war es immer noch sehr windig. Zum Glück hatte ich einen Helfer, also war Freilaufen angesagt. Da konnte sie sich nun mal erlaubtermaßen ausbuckeln.

Wochenrückblick

Montag: Brav neben mir im Schritt warmgelaufen. Sobald es auf den Zirkel ging und es Trab hieß kam die Explosion. Fünf Minuten kaukasische Hupfdohle par excellence, sodass ich die Longierpeitsche fallen ließ, mit beiden Händen die Longe ergriff und beide Fersen in den Boden stemmte wie ein Cowboy beim Kälbereinfangen.

Dann war alles wieder eitel Sonnenschein, sämtliche Kommandos wurde befolgt und alles war gut. Naja, bis auf eine wirklich ganz kurze Hüpfattacke nach dem Handwechsel.

Ich versteh sie ja. Jetzt war der Auslauf zwei Wochen gefroren, der Platz auch reichlich fest – und heute war der Boden das erste Mal wieder griffig, da wir mal nachts keine Minusgrade hatten. Da freut sich dann das Junggemüse, dass es mal wieder hopsen kann…

Dienstag: Frau Mutter stand mit der langen Gerte in der Mitte, bereit zum Nachtreiben, sollte Zwergi wieder den Rückwärtsgang einlegen. Sie mußte aber nur zwei, drei Mal andeuten, dann ging das Zwergerl sofort wieder nach vorne. Außerdem hat sie mir einmal das Angaloppieren angedeutet, aber den Versuch nicht durchgezogen. Dann gab ich an günstiger Stelle das Stimmkommando dazu und siehe da – man kann auch galoppieren. Das klappte sogar auf beiden Seiten, sie sprang beide Male im korrekten Galopp an – und der fühlte sich echt toll an!!

Mittwoch: Heute mal zwei von Ls selbstgebauten Gassen als Trabstangen in den Weg gelegt. Erst war sie etwas mißtrauisch, wir gingen dann zunächst zwischen den Gassen durch, dann ging es auch im Schritt hinter mir her darüber. Nachher marschierte sie auch im Trab problemlos über beide auf einen Trabtritt Abstand liegende „Stangen“.

Donnerstag ging sie sehr schön fleißig vorwärts, trat zwischendrin auch schon an die Hand. Erst als schon zwanzig Minuten um waren, versuchte sie stehenzubleiben, einmal half Frau Mutter von unten nach, beim zweiten Mal ließ sie sich ganz schnell von mir überzeugen. Auf jeder Hand zwei Mal korrekt angaloppiert (und einige Male falsch). Insgesamt 30 Minuten (davon 10 Minuten warmreiten im Schritt und 5-10 Minuten „trocken“führen zum Schluss. In Tüddelchen, weil sie kein feuchtes Haar hatte.

Freitag: Arbeit an der Hand. Übertreten auf der offenen Zirkelseite, Schenkelweichen an der langen Seite. Im Trab ganze Bahn und Zirkel. Ca 20 Minuten

Samstag: Freilaufen im Schneetreiben

Sonntag: Kein einziger Versuch, stehenzubleiben. Schön vorwärts getrabt. Rechtsgalopp schon schön im Gleichgewicht, da kommt sie auch schon um eine Ecke. Links noch deutlich verhaltener und mit weniger Gleichgewicht. 30 Minuten inclusive 20min Aufwärmen und „Trockenführen“ im Schritt.

Ende der Faulenzerei!

… hieß es nun auch für Zwergi. Nach acht Wochen gammeln muss es nun hier mit der Ausbildung weiter gehen. Die Woche in Kurzform:

Montag: 20min Schritt und Trab nur am Kappzaum. Dehnt sich linksherum super ab, rechts herum nicht so gut wie Links. Übergänge kommen problemlos durch. Kommandos zum Halt vor dem Handwechsel auf beiden Seiten jeweils perfekt geschlossen gestanden. Sehr entspannt.

Dienstag: Erst mal wieder das Gleichgewicht unter dem Reiter suchen gegangen. Ein kleiner Durchstarter, war aber sofort wieder bei mir. Meist Schritt, aber auch ein klein wenig Trab. 20 Minuten insgesamt

Mittwoch: Sie hatte heute wohl etwas schlechte Laune 😉, ein zwei Mal den Hintern einen Hauch gelupft, aber total easy. Insgesamt sehr brav. 30 Minuten insgesamt

Donnerstag: Freilaufen. Ziemlich Gas gegeben und auch gebockt.

Freitag: 20 min recht gut, auch schon fleißiger als letztes Mal. Dann betrat Buddy den Platz und Zwergi vergaß, dass sie einen Vorwärtsgang hat. Auf Schenkel oder Antippen gab es nur noch unwilliges Kopfschütteln oder rückwärts. Letzteres erstaunlich im Gleichgewicht. Wir haben uns dann von Buddy einsammeln lassen und sind noch ein paar Runden gemeinsam Schritt gegangen. Sattel rutscht auch mit der Decke ohne Felleinsatz leicht nach vorne, aber nicht mehr so stark.

Samstag: Im Schritt und Trab. Ein Cavalletti in den Weg gestellt. Außerdem wieder Berühren mit der Longierpeitsche an der Hinterhand geübt.

Sonntag: Madame haben sich das mit dem Stehenbleiben und Rückwärtsgehen gemerkt und wollten es gleich noch mal probieren, nachdem sie die ersten Minuten super brav getrabt war. Auf Schenkeldruck oder Gerte ging dann der Hintern deutlich hoch 😳. Eine Helferin hat dann ein wenig von unten nachgetrieben und Zwergi hat dann doch recht schnell beschlossen, dass sie wieder vorwärts traben kann. Dann noch schön.

Woche 5

Viel hat Zwergi diese Woche eigentlich nicht getan. Also viel im Sinne von oft. die einzelnen Einheiten waren zwischen 15 und 30 Minuten lang.

Montag durfte sie nur auf der Koppel gammeln, Dienstag habe ich sie mit Hilfe von Töchting freilaufen lassen. Töchting hat das schon recht ordentlich gemacht – es ist nämlich nicht so einfach, die treibenden Hilfen so zu dosieren, dass Pferd weder hektisch durch die Gegend schießt noch in den Ecken stehen bleibt.

Mittwoch kam mir die Schule dazwischen, ich hatte nämlich völlig übersehen, dass das Leben jetzt wieder ein gewisses Normal hat und ich an Wochentagen vormittags in den Stall muss… also tat sie da auch nichts.

Donnerstag war Longe angesagt, das Helferlein saß das erste Mal ganz normal auf und wir führten ein paar Runden Schritt. Das Tierchen ist unglaublich verfressen, sie hatte ihr Mäulchen abwechselnd an der Longe oder meinen Handschuhen oder halb in meiner Hosentasche. Der Reiter obendrauf war komplett uninteressant.

Nun ja, das Ablenken mittels Leckerchen ist ja auch beabsichtigt, da man nie vorhersagen kann, wie so ein junges Pferd reagiert, wenn der Reiter sich über ihm aufrichtet.

Freitag habe ich sie nur kurz longiert und ihr dabei eine Stange in den Weg gelegt. Die ersten Male mußte sie noch Beine sortieren, dann hatte sie den Bogen raus.

Samstag und Sonntag hatte dann Helferlein wieder Zeit, also ging’s wieder ans Aufsitzen. Samstag nur geführt – und als der Reiter oben war, gab’s auch keine Leckerchen mehr – bei der Dame einfach kontraproduktiv, da sie sich dann nur noch auf meine Hosentaschen fokussiert.

Sonntag wollten wir dann nach ein, zwei Runden Schritt führen im Schritt longieren. War gar nicht so einfach, denn sie ließ sich nicht davon überzeugen , von mir wegzugehen. „Du hast da noch Brot in der Tasche“, schien sie zu sagen. Also Kopf bei mir, Hinterteil wich der Longiergerte aus.

Ohne Reiter oben drauf hätte ich mich da deutlicher durchgesetzt, aber so war das zu riskant. Die Lösung war dann der treibende innere Schenkel der Reiterin, der – erstaunlicherweise – sofort angenommen wurde.

Während des Schritt longierens trabte Zwergi zwei Mal von selber an, kam aber auf Kommando sofort zum Schritt zurück. Und nachdem das so problemlos und entspannt ging, durfte sie dann tatsächlich noch ein paar Runden Traben.

Irre. Drei Mal draufgesessen, fünf Mal Gewicht im Rücken. Und schon getrabt. So kann sie weiter machen…

Woche 4

Die Woche begann mit Freilaufen und einem Cavalletto. Erst durfte sie ihre überschüssige Energie loswerden , dann kam das Cavaletto in niedrigster Einstellung in den Weg. War ja mal so ziemlich uninteressant, sie trabte einfach drüber. Als wäre das nicht das erste Mal in ihrem Leben. Auch in halbhoher Einstellung das Gleiche. Hochgestellt (40cm sind das dann) machte sie brav einen kleinen Sprung darüber. Beim zweiten Mal war es dann gleich uninteressant und sie hob die Füße kaum, was dann ordentlich klepperte. Da scheint sie dann auch lernfähig zu sein, beim nächsten (und letzten) Versuch sprang sie wieder schön! (25 Minuten inclusive Aufwärmen)

Dienstag gab es die übliche Longenarbeit in allen drei Gangarten, und danach noch im Halt ein über dem Sattel liegendes Helferlein. Etwas überrascht ging sie ein paar Tritte rückwärts, das war‘s dann aber auch schon (insgesamt 30 Minuten).

Mittwoch hatte sie frei, Donnerstag ein wenig Longenarbeit.

Freitag war Hufschmiedtermin, zu dem wir fahren mußten. Die rote Mama ist ja ein alter Turnierprofi und mit der ging das Verladen ruckzuck- keine fünf Minuten. Beim Hufschmied (in dem Stall, wo sie aufgezogen wurde) war sie erst etwas aufgeregt, dann aber sehr brav und das Einsteigen in den Anhänger ging sogar noch schneller als beim herfahren. Und da das an diesem Tag Aufregung genug für ein junges Pferd war, haben wir nicht weiter gemacht.

Samstag gab es eine Einheit an der Longe, danach wieder drüberlegen des Helferleins. Zwei Tritte anführen, halten, runter rutschen. (30 Minuten)

Sonntag hieß es dann nach dem Ablongieren erstmals führen mit Gewicht. Gleich am Anfang gab es eine Schrecksekunde, da das Springpferd aus dem Gelände heimkehrte und Zwergi bremsen und gucken mußte. Mehr war aber nicht und weiter ging‘s. Zwei Runden führen, mein mitgebrachtes Brot war viel interessanter als das Gewicht im Rücken. Einfach klasse macht sie das! (30 Minuten)

Woche 3

Das Ross ist faszinierend….

Longiergurt? Pfft. Alles kein Problem, der interessiert nicht.

Also am nächsten Tag den Sattel. Vorsichtig in der Box angegurtet, für den Fall dass sie sich erschreckt. Da kann sie sich bewegen und ist nicht angebunden wie in der Stallgasse.

Ein Blick nach hinten, etwas schnuppern. Ist gut, ist halt ein Sattel.

Also auf den Platz und longiert. Alles entspannt. Irre.

Am nächsten Tag gab‘s dann allerdings ein paar Buckler beim Galoppieren 😉

Tag vier war dann zum Festigen. Sie geht völlig entspannt alle drei Gangarten mit Sattel. Das Galoppieren ist erstaunlich sicher, nur ganz selten springt sie auf dem falschen Fuß an.

Tag fünf war dann ohne Longe, nur Koppel. Und am Samstag ging‘s wieder auf den Platz. Jetzt erschien mir alles so sicher, dass ich zum Schluß den Deckengurt entfernte und die Bügel herabhängen ließ. Im Schritt kein Problem, also den Versuch auch im Trab unternommen. Eine Runde lauschen die Ohren nach hinten, dann wurden die hängenden Bügel wohl als uninteressant eingestuft und die Lauscher klappten wieder vor.

Und weil an dem Tag mein Helferlein da war, ging’s wiederum die Box, wo wir besagtes Helferlein vorsichtig über den Sattel hoben. Bäuchlings liegend, jederzeit bereit, wieder herunterzurutschen.

Und das rote Traumzwergi bekommt nur große Augen, zuckt aber nicht einmal. Ganz schnell dann wieder herunter und feste gelobt.

Und Sonntag dann Pause. Wochenfazit: maximal 25 Minuten pro Tag, meist sogar nur 15. das Roß lernt schnell

Woche 2

Unsere Einheiten haben sich leicht verändert. Die Schrittour zum Aufwärmen machen wir jetzt mit Handarbeit. Das ist nicht so fad. Anhalten, wieder im Schritt angehen. Hinten raus stehende Hinterbeine mit der Gerte touchieren, damit sie ausgleicht. Vorhandwendung. Und dann auf der Zirkellinie den einen oder anderen Tritt übertreten. Die Fragezeichen dabei werden weniger.

In der Longenarbeit sitzen die Übergänge zwischen Schritt und Trab linksherum jetzt schon richtig gut. Rechts herum fällt ihn noch so allerlei launiges Zeug ein. Losbocken, losflitzen, so was. Anhalten und umdrehen hat sie bislang noch nicht probiert. Ich hoffe, es bleibt dabei.

Es waren wieder vier Tage mit Longenarbeit und in der Mitte ein reiner Handarbeitstag.

Dann kam auch noch der „Zahnarzt“. Kontrollieren, ob alle Zähne so sind, wie sie sein sollen. Keine Milchzahnüberreste, die noch auf den Bleibenden sitzen und Probleme verursachen (sogenannte Zahnkappen). Ein paar Kanten waren da, die hat er korrigiert. Sie hat keine Wolfszähne (das sind die verkümmerten ersten Backenzähne, manche Pferde haben die, sie sind so groß wie der Radiergummi auf einem Bleistiftende und können sehr stören, wenn ein Trensengebiss ins Maul kommt. Sie sitzen auch nur oberflächlich und haben keine nennenswerten Wurzeln, sodass man sie leicht entfernen kann). Zur Behandlung wurde sie sediert.

„Rausch“ ausschlafen…