Sauerkirschen

Irgendwie hängt ein fetter Ast über unserem Koppelzaun. Zum Glück hat er beim Fallen den Zaun nicht zerstört.

Erstaunlicherweise gehört der Ast zu einer Sauerkirsche. Ehrlich wahr – da wohne ich jetzt zwölf Jahre hier und habe noch nicht bemerkt, dass im Knick eine Sauerkirsche wächst?!?

Und wie die heuer trägt!

Da man ebenerdig ruckzuck ernten kann war schnell ein Pott voll. Und da die Biester keine Parasiten hatten, waren ganz schnell sieben Gläser Marmelade gezaubert.

Tag des Schlafs

Den gab es bei uns eigentlich nicht am heutigen Tag. Eher den Tag der Kirsche.

Den Vormittag verbrachte ich bei meinen Eltern. Kirschen pflückend. Kirschen entsteinend, denn meine Mutter besitzt eine Entsteinungsmaschine, die diesen Namen tatsächlich verdient. Meine ist eher eine Steinübersehmaschine. Von zehn Steinen holt sie einen heraus.

Nachmittags bzw. auch abends wurden die Kirschen dann verarbeitet. Nach einem Rezept meiner Mutter, das mich erst stutzen ließ (Zimt mit Kirschen?), aber nach kurzem Probieren war klar: So mach ich das auch. Nur, dass meine Kirschen nicht kleingeschnitten werden, sondern ganz bleiben dürfen. 1,5kg Kirschen, 200g Zucker, 1/2 Zitrone. Wasser nach Wunsch dazu, damit die Kirschen nachher auch bedeckt sind im Glas.

Lecker.