Zwiebeln, Kartoffeln, Kräuter

… Habe ich heute geerntet. Das erste Mal überhaupt habe ich meine Zwiebeln zu Zöpfen geflochten. Das ist gar nicht schwierig, hätte ich nicht so gedacht. Hält auch wunderbar zusammen. Und sieht einfach hübsch aus.

Die Kartoffeln auf dem Hochbeet entstanden aus im letzten Jahr übersehenen und daher nicht geernteten Kartoffeln. Dabei hatte ich das Beet wirklich gründlich durchforstet. Allerdings frage ich mich, was diese Kartoffeln an Nährstoffen in diesem uralten Beet gefunden haben. Von Rechts wegen dürften da gar keine mehr drin gewesen sein. Wenn ich aber diese Kartoffelmonster ansehe…

Wie war das noch mal? Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln. Mann, muss ich deppert sein. 

Dann habe ich auch noch geschafft, den kompletten Rosmarin abzuernten und zum Trocknen zu hängen. Ebenso den Thymian und die Melisse. Nachdem auch nahezu zu die gesamte Petersilie schon eingefroren ist, kann ich behaupten, dass ich noch nie so viele Kräuter geerntet habe. 

Und das schönste: als ich die Kartoffeln aus dem Bett holte, war alles noch knochentrocken. Jetzt schüttet es. Das hätte einen schönen Schmierkram gegeben….

Das Abernten beginnt

Der Gemüsegarten besteht mehr aus Unkraut als sonstwas. Weniger meine Beete, die sind schon in Schuß. 

Aber durch das Entfernen der Thujahecke zum Auslauf ist der Giersch dort richtiggehend explodiert, ebenso die Brennessel. Das Auslegen einer lichtdichten  Plane half nicht, das Zeug wächst darunter weiter. 

Die Himbeere und der Rhabarber sind komplett überwuchert, die Johannisbeerbüsche voller Ackerwinde. 

Letztere konnte ich die vergangenen Jahre gerade so in Schach halten. Aber es ist mühselig. 

Und da das Hochbeet nach nunmehr sechs Jahren (oder so) auch auseinanderfällt, haben wir beschlossen: wenn die Bagger kommen hat auch der Gemüsegarten seinen letzten Tag an dieser Stelle. 

Daher muss ich nun abernten was geht. Angefangen habe ich gestern mit der Petersilie. Zwei schöne Sträuße dieser Größe – was ungefähr ein Drittel meiner Gesamtpersille ist – wurde kleingehackt und eingefroren. 

Fleißtag

Der gelbe Hibiskus und der, den meine Eltern aus Hawai’i mitbrachten, durften heute auf die Terrasse umziehen. Für das Fensterbrett im Wohnzimmer sind sie sowieso viel zu groß geworden.

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Beide Tomatenbeete wurden mit je vier Pflänzchen bestückt.

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In den letzten Jahren hatte ich ja nur eines dieser Beete. Da drängten sich dann fünf Pflanzen darin, was einfach zu eng war.

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In Quadrat Nummer zwei habe ich gesät: Spinat, Erbsen, Radieschen und Brokkoli.

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Beim Beet am  Treckerunterstand wachsen die Wintersteckzwiebeln. Außerdem jede Menge Unkraut. Man sah die Zwiebeln schon fast nicht mehr.

Jetzt sind sie wieder frei, und die Schubkarre ist halb voll mit Unkraut. Von den Zwiebeln sieht man derzeit nur das Grün. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich schon geerntet…

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In das rechte Tomatenbeet habe ich noch Koriander gesät. Den verwenden wir gerne in der Küche, vor allem auch bei den asiatischen Gerichten, die Schnäuzelchen so gerne zaubert. Auch wenn unser Nachwuchs diese nicht zu schätzen weiß und wir daher derzeit eher selten bis gar nicht asiatisch kochen….

Nachdem ich nicht wusste, wie keimfähig der Koriandersamen noch ist, habe ich die beiden vorhandenen Tüten komplett ausgesät.

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Ab sofort sollte ich mir wohl täglich eine Erinnerung setzen, damit ich nicht vergesse, die Tomate zu gießen.

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Gefühlte zehn Stunden habe ich am Terrassenbeet gesessen, und Austriebe der Herbstaster herausgerissen. So schön sie im Herbst blüht, aber ihr Expansionsdrang ist einfach zu groß! Im Frühjahr reißt man sie heraus, so daß nur noch ein kleines bißchen stehen bleibt, im Herbst ist sie wieder riesig. Aber schließlich soll an das Terrassenbeet an dieser Stelle eine Dahlie. Da muss sich die Aster zurückziehen!

Über dieses ganze Gewühl habe ich sogar glatt vergessen, Abendessen für die Familie zu kochen!

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Vergangenes Jahr bekam ich etliche Töpfe mit Dahlien vom Herrn Vater. Einige leerte ich in ein Eck an der Einfahrt, um die Knollen später in Beete zu pflanzen. Irgendwie müssen da wohl Samen von Vergissmeinnicht drin gewesen sein. In der Ecke blüht es schön blau!

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Mittwoch, 8. Mai, sonnig, kaum Wolken, 25°

„Bei uns ist das wie Unkraut!“

sprach die Nachbarin, als ich sie fragte, ob ich ein wenig Bärlauch bei ihr im Garten klauen dürfe. Und ich durfte.

Schon eine ganze Weile wollte ich einmal etwas mit Bärlauch kochen. Und als die Schwiegermutter am Wochenende entdeckte, dass im Garten der Nachbarin welcher wuchs, ging ich heute nachfragen.

Unsere ganze Familie ißt gerne Risotto, also wurde heute gleich ein Risotto mit Bärlauch ausprobiert. Den im Rezept angegebenen Weißwein zum Ablöschen ließ ich wegen der Kinder weg. Statt Ziegenfrischkäse wanderte ganz normaler Frischkäse hinein. Und natürlich jede Menge frisch geriebener Parmesan.

Uns hat’s geschmeckt!

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