Gestern war Muttertag

Ganz frech habe ich mich am Samstag bei Minchen zum Kaffee eingeladen. Ich hatte nämlich etwas, das ich ihr gern schenken wollte und wenn ich bis zum Geburtstag wartete, dann wäre das einfach zu spät im Jahr gewesen. Und ich brauchte einen Grund, um es ihr zu schenken. Also Muttertag. (Eigentlich kann man den von mir aus abschaffen, wie auch den Valentinstag. Ist doch nur Geschäftemacherei)

Ach ja, ich hatte mich zum Kaffee eingeladen. Nachdem ich im Haus vorgewarnt hatte, dass jetzt die Hunde kommen (die fressen nämlich immer das Futter vom Theo weg), habe ich mich mit meinem Mitbringsel bewaffnet und mein Minchen total überrascht.

Ich hatte eine Glasschale mitgebracht, in die sie im Sommer wunderbar Blüten in Wasser legen kann. Die blühen dann herrlich auf und duften sogar noch und wenn es draußen grässlich ist und verregnet, dann hat man was Schönes im Haus.

Dieses Mal waren keine Blüten drin sondern selbstgebastelte Ofenhandschuhe. Seht mal hier:

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Sie sind mit einem hitzereflektierendem Vlies gepolstert  und von mir eigenhändig aus Stoffresten gepatcht.  Von der Glasschale habe ich leider kein Bild gemacht.

Aber ich war auch sonst noch recht produktiv. Aus demselben Stoff wie die Handschuhe habe ich ein kleines Tischdeckchen gemacht.

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Ja, und dann darf natürlich der obligate Caswell Quilt  Block nicht fehlen. Der ist schon lange fertig, ich habe aber immer vertrödelt, ihn hier einzustellen. Es ist jetzt der 15. Block von 30. Das wird noch dauern. Aber ich habe ja noch genug zu tun mit meinen zahlreichen UFOs.

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Jetzt wünsche ich Euch allen noch eine restliche schöne Woche und stelle diese Machwerke geschwind bei

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Kennt Ihr schon „Inklingo“?

Schon lange fasziniert mich dieses Thema: Drucken auf Stoff. Ich bin ein großer Freund des Lieselns= EPP=English Paper Piecing. Ist es doch so praktisch. Man kann es überall hinnehmen, zum Zahnarzt, Frisör, na eben überall hin, wo man möglicherweise Wartezeiten hat. Und da ich ja ein oller Wippstert bin und meine Hände nur schlecht ruhig halten kann, muss ich halt immer was zum werkeln dabei haben, sonst bekomme ich eine Krise. Irgendwo, ich weiß nicht mehr so genau wo, fand ich einen Hinweis auf die Webseite von Linda Franz „Inklingo“.  http://inklingo.com

Immer wieder hab ich mir das durch den Kopf gehen lassen. ein Mann hat mich für verrückt erklärt. Drucken auf Stoff, wie soll das gehen. Dann habe ich mir die freien Unterlagen heruntergeladen und ausgedruckt. Und studiert. Endlich habe ich mich entschlossen ein Stückchen Stoff mit Freezer Paper nach Anleitung zu bebügeln, den Drucker entsprechend der Anleitung einzustellen, das Druckerfach umzustellen und alles zu tun, was sonst noch nötig war. Immer mit einem ziemlich mulmigen Geflühl im Magen. Oh je, was würde mein Mann schimpfen, wenn ich den Drucker ruinierte….Ich habe alle Schritte sorgfältig aufgeschrieben und los gings.

Stoff waschen, trocknen, bügeln. FP draufbügeln, nicht vergessen, auf die rechte Seite. Auf lettergröße zurechtschneiden.Rein in den Drucker. Die richtige Seite aufrufen, Druckereinstellungen und Luft anhalten. Zieht er die Stoffseite richtig ein oder mault der Drucker gleich. Nein, nichts, kein übles Geräusch. Dann ist der Druck fertig. 

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Vow, gestochen scharf! Mein Mann war begeistert. Und kein Ramsch im Drucker! Schnell habe ich noch ein paar andere Stoffe bedruck, d.h. FP paper abziehen, auf neue Stoffvorderseite bügel und ab in den Drucker.DSC08047-1

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Dann habe ich ratzfatz die Teile ausgeschnitten und aneinandergenäht. Das geht mit einem einfachen „running stitch“, rauf runter, einmal zurück und weiter rauf runter. Und ruckzuck war so ein Stern fertig. Jetzt noch schnell gebügelt. Ist er nicht schön geworden?

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Dann noch schnell die Quadrate und Dreiecke eingenäht.

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Keine Affäre, keine Pappen, keine stumpfen Nadeln, kein Vorheften, kein hinterher herausnehmen der Schablonen. Einfach nur akkurat und klasse. Jetzt werde ich erst einmal alle meine Probestöffchen verarbeiten. Es wird wohl ein Tischläufer werden. Passacaglia habe ich schon ins Unreine geübt, noch mit handgeschnitzten Schablonen, nur um mal zu sehen, wie das aussieht, aber nachdem sich das Drucken so toll gezeigt hat, werde ich es wohl auch damit probieren.

Fazit: Es braucht ein wenig Grips, um den PC, den Drucker und den Text in den Griff zu bekommen, aber es lohnt sich. Außerdem kann man sich jederzeit bei Linda Rat holen. Sie ist ganz reizend und hilfsbereit. Probiert es einmal aus. Es ist toll!!! Bin mal auf die Resonanz gespannt.

Für alle Quiltfreunde stelle ich diesen Artikel in

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Rattazong, weg ist der Balkon..

ne, der Balkon nicht, aber unsere Terrasse. Als wir vor 30 Jahren dieses Haus gebaut haben, hatte ich mich in Cotto Fliesen verliebt. Obwohl der Fliesenmensch mir klipp und klar erklärt hatte, dass die Dinger keinen Bestand haben, jedenfalls nicht in unserem Klima, mussten sie es doch sein. 40 qm wurde sie groß, damit auch ja alle Oleander und all die anderen Pflanzen, die mein lieber Mann, der Mann mit dem grünen Daumen, so angeschafft hatte. (So ziemlich alle dieser Pflanzen sind aus Stecklingen selbst gezogen.)

Immerhin, fast 30 Jahre haben die Cottofliesen ausgehalten. Jetzt aber wurden sie unansehnlich. Was tun? Ein lieber Freund unseres jüngsten Sohnes, ist Fachmann für Feuchtes. Feuchte Wände, schimmelige Ecken, marode Hauswände. Er bietet hier in unserem Wohnort über die Firma „Naturwerk“ biologische Farben, Estriche und Putze  an. Und natürlich die dazugehörigen  Arbeitsmaßnahmen. Damit er sein Produkt auch im Ausland verkaufen kann, habe ich ihm vor Jahren seine Produktbeschreibungen und alles was dazugehört ins Englische übersetzt, natürlich kostenlos, denn 1. war er ein Freund meines Sohnes und 2. war seine Firma gerade im Aufbau begriffen. Da macht man so etwas einfach nicht.

Nun gut. Er kam und schaute sich den Kram an. Bäh, die Hauswände sind auch feucht. Da muss man was tun. Das Mörtelbett unter den Fliesen ist nass und das drückt an die Wände.

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Seht Ihr was ich meine?

Also ließen wir einen Kostenvoranschlag vom Fliesenleger machen. Der hat uns fast umgehauen. Der wollte allein für 20 qm schon 1500,00 Euro für das Weghauen der Fliesen, noch einmal 500 für das Bringen auf die Mülldeponie.

Wir haben geschluckt. Wir hatten noch Fliesen, also wurde Flickschusterei in Erwägung gezogen. Die paar Platten konnte mein Mann ja wegmachen….

Der Freund meines Sohnes – ich nenne ihn jetzt mal Max – kam, klopfte alle in Frage kommenden Fliesen ab, sie klangen verdächtig hohl und zeichnete sie an. Oh, wie schön, er konnte uns sogar einen Bohrhammer leihen. (Braucht er wohl in seinem Geschäft). Also hat sich mein lieber Mann am nächsten Tag an die Arbeit gemacht. Abends waren die ersten 3qm schon weggeschlagen. Auf meine Frage, ob das sehr anstrengend war (mein Mann ist auch schon fortgeschrittenes Semester) erklärte er, dass es nicht so schlimm sei.Da reifte in mir ein Gedanke:

Keine Flickschusterei, wenn er es allein wegmachen und entsorgen kann, dann reicht das Geld auch für eine neue Terrasse. Gesagt, getan.

04.23.2016-1aAm zweiten Tag hatte „Presslufthammer Bernhard“ schon die lange Seite in Angriff genommen. Nach Beendigung seiner täglichen Mühen wurde der „Kram“ dann zum Wertstoffhof gebracht. Ein Container hätte auch nur wieder viel Geld gekostet und der Wertstoffhof nimmt eh nur kleinere Mengen kostenlos an.

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„Ganz gemütlich“ hat er gemacht, mein Mann. Aber innerhalb von 14 Tagen war alles passiert.DSC08034-4a

Schlußendlich war nur noch dieser kleine Steg übrig. Lächerlich – zack, ich kam vom Reiten zurück – war er auch schon verschwunden. Nun sieht es überall so gemütlich aus!

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Nachdem die Betonplatte vom Schutt befreit war, strahlt sie uns jetzt grellweiß an. Nun, auch das geht vorüber. Wie es weitergeht? Ich werde Euch darüber berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Traum

ist unsere Clematis „Montana Rubens“ wieder einmal. Und irgendwo da drinnen nistet auch eine Amsel.

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Unser Garten macht jetzt die zweite Blauphase durch. Die Vergißmeinnicht. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich inmitten der blauen Blüten diese Mutation erblickte.

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Jetzt macht es wieder richtig Spaß über unsere „Latifundien“ zu gehen. Es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Caswell Quilt

Zur Zeit habe ich ein paar UFOs am laufen. Das Eine hält micht nachts, wenn ich zufällig mal wach werde, weiterhin wach, weil ich am grübeln bin, wie ich nun weiter verfahre.

Ich habe da zwei Panels, die ich aneinanderfügen möchte. Beide sind quilt as you go gefertigt. Wie mache ich jetzt die Borders? Bei Marti  Michell gibt es dazu eine gute Anleitung. Aber was nehme ich für einen Stoff?  Wie das Aneinanderfügen geht, habe ich inzwischen kapiert, aber wie weiter? Na ja, werde wohl noch ein paar Nächte drüber grübeln müssen.

Nicht grübeln musste ich über dieses Bild des Caswell Quilts. Lediglich die scharfen Ecken gaben mir Rätsel auf. Für das needle-turn-quilting sind sie schlichtweg eine Herausforderung. Aber lasst Euch sagen, diese Herausforderung macht  immer noch und immer wieder Spass. Es ist ja gerade das Tifteln, was mich begeistert. So, hier nun das Bild, das ich natürlich, wie immer bei

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einstellen werde.

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Der Hänger – Teil 1

hängerSonntag vor einer Woche haben Minchen und ihre werte Frau Mutter (Sie wissen schon, die aus Lutetia) wieder einmal unseren guten, alten Pferdehänger einer Reinigungskur unterzogen. Zum Glück – das muss man so schon fast sagen – haben sie dabei auch einen Blick unter die Gummimatten geworfen, die ansonsten immer so schön den Unterbau des Hängers vor unseren Augen verborgen halten. Was da zum Vorschein kam, dass vermuten Sie wohl bereits, hat uns nicht gerade gefallen:

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Nach einigem hin- und her haben wir beschlossen, dass es doch eigentlich nicht so schwer sein kann, diesen Boden selbst auszutauschen. Eigentlich wollte ich ja Urlaub auf dem Balkon machen. Stattdessen wird jetzt halt die Werkstatt beehrt. Das schadet wohl auch nicht, denn schließlich bin ich dann ja weg von der Straße. Oder so…

bretterNun denn, die erste Hürde haben wir bereits genommen. Ein Schreiner vor Ort hat uns die passenden Bohlen auf die Länge des Hängers zurechtgesägt, rund drei Meter lang und fünf Zentimeter stark. (Bitte entschuldigen Sie hier das schrecklich unscharfe Photo…)

Abholen konnte ich besagte Bohlen noch am Samstag. Bei der Gelegenheit „durfte“ ich mit dem Gespann aus Nobelhobel und Hänger mal wieder umdrehen üben, was in dem eher kleinen Hof des fraglichen Schreiners durchaus eine Herausforderung war. An dieser Stelle meinen Dank an den Erfinder der stufenlosen Automatik (hier: Multitronic), die ein derartiges Manöver sehr angenehm gestaltete. Das Holz liegt jetzt brav in unserer Werkstatt und harrt zusammen mit mir der Dinge, die da kommen.

img_0407Die erste Bestandsaufnahme nach einer gründlichen Dusche mit dem Hochdruckreiniger fiel dann an und für sich ganz positiv aus. Einige Schrauben wurden erst einmal ins Alteisen geschickt, die machten mir keinen übermäßig vertrauenswürdigen Eindruck mehr.

Ähnlich sah es mit einigen Teilen der Elektrik innerhalb des Hängers aus. Zumindest wissen wir nun, warum die Innenbeleuchtung nicht mehr funktionierte…

IMG_0408Ein guter Bekannter meines Vates, seines Zeichens ebenfalls Schreiner, hat mir dann glücklicherweise noch ein wenig Arbeit erspart. Zunächst war nämlich der Plan der, die Holzbretter mit einer Lasur etwas haltbarer zu machen. Seine (allemannische) Meinung war recht eindeutig: „Dees kaasch d’r schpare“. Zu Deutsch: „Das kannst Du Dir sparen“. Offensichtlich sind die Hinterlassenschaften der Pferde derart aggressiv, dass eine Lasur da keinen nennenswerten Vorteil bringen würde.

Samstag Nachmittag war ich schließlich kurz vor dem Versuch, die erste der alten Planken aus dem Hänger hebeln zu wollen. Nur um gleich wieder einen Schuß vor den Bug zu kassieren: Unter dem Hänger ist natürlich noch diverse weitere Elektrik verlegt. Hätte ich mir denken können, irgendwie muss ja der Strom zur Beleuchtung des Nummernschildes gelangen. Und da ich mich mit meinem Waschbärbauch eigentlich nicht unter den Hänger mühen will, war die Antwort hier relativ einfach: Unter einem unserer Garagenstellplätze gibt es eine Grube, von der aus man bequem ohne Hebebühne oder dergleichen an einem Fahrzeugboden arbeiten kann. Eine gute Gelegenheit, diesen Teil meiner Werkstattausrüstung endlich einmal einzuweihen.

Recht schnell reifte parallel allerdings auch die Erkenntnis heran, dass man das Dach des Hängers wohl herunternehmen müsse. Zumindest, solange ich die Garage nicht um wenigstens 60 Zentimerter aufstocken würde. Da dies nicht in Betracht kam, freut sich jetzt unser Nachwuchs über ein großes „Zelt“ in der Einfahrt:

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Zu zweit liess sich der Hänger daraufhin gut in die Garage hineinrangieren:

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Viel länger hätte das gute Stück allerdings auch nicht sein dürfen.

Wie die Geschichte weitergeht, erfahren Sie im Laufe der nächsten Tage. Bis dahin werde ich Ihnen hoffentlich Antworten auf einige drängende Fragen geben können. Beispielsweise ob in der Grube Kohle (oder Krokodile) zu finden waren. Oder ob der Ausbau der Planken nun doch ohne eine Ladung Zaubertrank zu machen war.

Schalten Sie also wieder ein, wenn es heißt „Der Hänger – Teil 2“.

Zwei ruhige Gartenstunden

Junior besuchte heute nachmittag erstmalig einen Freund aus dem Kindergarten, das Prinzeßchen hielt Mittagschlaf. Ich nutzte die Gunst der Stunde und verschwand in meinem Garten. Dafür, dass es den ganzen Nachmittag regnen sollte, blieb es wunderbar trocken und die Temperaturen waren wirklich angenehm zum Werkeln.

Das Wohnzimmerbeet nahm ich mir für heute vor. Systematisch von rechts nach links schritt die Arbeit voran und endete mit einem schönen sauberen Beet, einer ordnungsgemäß angebrachten Bewässerungsanlage – ein Bewässerungsstab fehlt allerdings noch, der liegt im Haus – und einer knallvollen Schubkarre Grünzeug für den Mist. Gras von der Beetkante (seitdem Schnäuzelchen ein paar Mal die Bewässerung beim Rasenmähen ruiniert hat, hält er Abstand vom Beet, was darin resultiert, dass ich immer mit der Rasenkantenschere hinterher muß), Unmengen an Löwenzahn und Ackerwinde sowie allerlei anderem Gewächs. Die verblühten Tulpen habe ich auch gleich zurückgeschnitten und zwei Dahlien gesetzt. Drei Pflanzstellen sind noch leer, aber ich bin noch dabei, meine Dahlienknollen zu sortieren, damit ich dieses Jahr nicht wieder eine niedrige Dahlie in den Beethintergrund setze, wie letztes Jahr geschehen.

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Die Akelei hat sich fleißig ausgesamt und blüht ganz wunderbar. Ich habe versucht, ein paar Blüten mit dem Fotoapparat einzufangen, aber die Bilder sind leider nicht ganz scharf geworden. Es gibt verschiedene Rot- und Violettöne und auch eine weißblühende habe ich entdeckt!!

Statt Akelei zeige ich Ihnen dafür noch einmal unseren großen Apfelbaum. Wenn nur aus der Hälfte aller Blüten Äpfel werden, gibts ne gute Ernte!

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