PowPowJuna am MeMadeMittwoch

Nachdem ich ja nun zwei Übergangsjacken für die Kinder genäht habe (von denen ich die des Prinzeßchens noch gar nicht gezeigt habe, muß ich einmal nachholen), war ich der Ansicht, ich hätte genug geübt, um mich an eine Jacke für mich zu wagen (HA!!!)

Nachdem ich in den unendlichen Weiten des WWW schon so viele schöne PowPowJunas gesehen hatte – auf den Schnitt hatte mich Frau Mutter im vergangenen Jahr schon aufmerksam gemacht, als ich so mit meinen Kapuzensweatjacken kämpfte – war schnell klar: So eine sollte es auch werden.

Bereits in den Sommerferien im hohen Norden wühlte ich mich zwei oder drei Abende lang durch die verschiedenene Online-Stoffläden. Bis ich ihn fand und klar war – der mußte es sein! Als Futter entschied ich mich für Baumwollfleece, dazu grünes und graues Bündchen.

Muckelies Anleitung ist bis auf zwei Details gut verständlich geschrieben. Das eine Detail sind die Paspeltaschen. Ich habe sage und schreibe vier davon genäht, bis ich zwei verwertbare bekam. Wobei es bei der dritten nicht an Muckelie lag – da war ich schlichtweg zu blöd. Ich benötigte ja ein neues Vorderteil, denn den ganzen Kram aufzutrennen erwies sich als unmöglich – der Jersey war zu empfindlich und die Lilo näht zu gut. Und was tut man dann so? Richtig, den Schnitt entgegend des Fadenlaufs auflegen. Echt blöd, wenn auf der einen Seite nun die Bäume richtig stehen und auf der anderen falsch… Noch blöder, wenn man das erst bemerkt, wenn die Tasche schon fertig eingenäht ist. Dafür kann ich jetzt wirklich Paspeltaschen nähen… Sogar ein kleines Tutorial ist dabei entstanden.

Das zweite Detail, das ich nicht richtig verstand, war der Reißverschluß.  Das Bild im Ebook zeigt ganz eindeutig, daß der RV auch ein Stück in die Kapuze reicht. Tja, da hat Frau Llewella wohl das Bildchen nicht angesehen, im Text stand’s nicht und bei den bisher genähten Jacken war’s auch nicht so… Und nun endet mein RV eben etwas weiter unten. Macht aber nicht wirklich etwas aus, denn wenn es so kalt ist, daß es da an den Hals zieht, kann man aufgrund der gigantischen Weite der Kapuze (beim ersten Überziehen sagte Schnäuzelchen spontan: „Du siehst aus wie der Imperator!) leicht und locker einen Schal in die Jacke ziehen. Und das ist ein tolles Detail, denn wenn man Schals oberhalb von Jacken anzieht, zieht es immer irgendwo rein – und das hasse ich ja wie zehn Pfund grüne Seife.

So, nun aber genug Blabla. Mein Fazit des Schnittes: Tolle Jacke, kuschelig warm, perfekt für die Übergangszeit, so eine näh ich mir ganz bestimmt noch mal!

(Ach ja – genäht habe ich in 40. Ich trage normal 38, aber es sollte auch noch ein Sweatshirt drunter gehen können. Perfekt!)

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So – und damit bin ich dann auch mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei!

Heut‘ wird geplantscht!!!

Hier melde ich mich nach vierzehn Tagen Sommerurlaub wieder zurück. Frau Mutter alias Quiltfru hat hier ja wunderbar die Stange gehalten, so daß es im Blog auch etwas zu Lesen gab.

Obwohl Junior ja meinte, ich solle die Nähmaschine doch mitnehmen, habe ich nun zwei Wochen dieses Hobbys entsagt. Es fiel gar nicht einmal schwer, aber ich freue mich, daß es jetzt endlich wieder losgehen kann.

Noch vor den Ferien passierte es: Ich entdeckte diesen Stoff bei Alles für Selbermacher… Ich konnte nicht anders – er mußte mein werden! Und schon wieder, nach dem Kleid für mich, eine Premiere: Ein Badeanzug für mich nach diesem Schnitt von Sewy.

Ich hatte ja schon in einigen Blogs gelesen, daß Badelycra so gräßlich zu verarbeiten sei. Er sei so flutschig, hieß es. Damit hatte ich nun so gar keine Probleme, ich fand, den konnte man nähen wie jeden anderen Stoff auch. Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis nur so teilweise zufrieden. Zum Einen ist das sicherlich der mangelnden Erfahrung beim Nähen eines Badeanzuges geschuldet – es war unheimlich schwierig, den richtigen Dehnungsgrad des Badegummis an Arm- und Hals/Rückenausschnitten hinzubekommen. Entweder zu labberig – oder dann so straff, daß es zwar saß, mich aber drückte. Gut, ich bin da bestimmt auch empfindlich – aber bei der Vorstellung, einen ganzen Tag am Strand zu sitzen und das in einem Badeanzug, dessen Träger mich drücken, überkam mich doch das kalte Grausen.

Ohne Frau Mutters Hilfe hätte ich das Teil sicherlich in die Ecke gepfeffert. So aber hielt nun dieser wilde Anzug in meinem Schrank Einzug, was auch allerhöchste Eisenbahn war, denn mein einer Badeanzug war nach nunmehr ungefähr zwanzig Jahren reichlich labberig und der andere paßt zwar noch gut, dürfte aber nur unwesentlich jünger sein.

Der zweite Wermutstropfen kam dann im Urlaub auf. Jetzt weiß ich wieder, warum ich diese Sorte Rückenausschnitt nie leiden mochte. Warum nur hatte ich das vergessen? All meine anderen Anzüge hatten immer über dem Rücken gekreuzte bzw. zusammengefaßte Träger, niemals aber diesen riesigen Ausschnitt hinten. Vielleicht sind meine Schultern zu abschüssig oder ich einfach zu doof – aber mir rutschen die Träger immer von der Schulter. Also: Knoten ins Taschentuch – nie wieder einen Badeanzug mit großem Rückenausschnitt.

Denn wenn mir mal wieder ein Stöffchen „über den Weg läuft“, schließe ich einen erneuten Badeanzugversuch nicht aus.

Ach ja: Unnötig zu erwähnen, daß auch das Prinzeßchen und Junior unbedingt Hosen aus diesem Stoff haben „mußten“…

So, und nun sei es genug der Schwafelei, laßt lieber Bilder sprechen und das dann am Besten auch noch beim MeMadeMittwoch!!

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Ganz was Neues für mich!

Nun ist es passiert – ich habe das erste Mal ein Kleid für mich genäht. Vermutlich war klar, daß es irgendwann so weit kommen würde. Auslöser war dieser Blogpost bei Mamigurumi. Der Stoff hatte einen unglaublichen „Will haben!!“-Faktor.

Da ich nun aber ein Neuling in Sachen Kleider für mich bin, habe ich mich in den Weiten des Netzes erst einmal auf die Suche nach einem Stöffchen für ein Probekleid gemacht. Erstaunlicherweise wurde ich da recht schnell fündig – für schlappe 3,25€ pro Meter gab’s ein Reststück von zwei Metern, das ich mir sofort sicherte. Keine Baumwolle, sondern Polyester, aber sei’s drum.

Der Schnitt war auch relativ schnell entdeckt, denn im hiesigen Nählädchen lag ein Werbeheftchen von Burda herum – auf dem Cover eben jener Schnitt.

Eigentlich war das Kleid relativ einfach zu nähen. Der Reißverschuß war eine kleine Herausforderung, da ich noch nie einen verdeckten Reißverschluß eingenäht hatte und auch nicht das passende Spezialfüßchen dafür hatte – aber dank dieser Anleitung gelang es auf Anhieb und so was von gut. Darauf bin ich schon ein wenig stolz, auch wenn Eigenlob stinkt. Dann müssen Sie jetzt halt ein wenig lüften.

Die nächste Herausforderung war dann doch wieder der Reißverschluß. Und zwar sein oberes Ende. Das Gegennähen der Ausschnittsblende war ja einfach – aber dann war es an der einen Seite höher als an der anderen. Nee, das geht so nun ja gar nicht. Also ein Stück aufgemacht, neu genäht. Besser, aber nicht gut. Wiederholung des Procedere – nun war ich zufrieden.

Auch die Ärmelblenden waren einfach zu nähen. Ich habe allerdings sowohl bei den Ärmeln als auch beim Ausschnitt von rechts abgesteppt – ich habe dem Braten nicht getraut. Nachher bleibt der Beleg nicht da, wo er hingehört – nämlich IM Kleid.

Für den Rocksaum hatte ich tatkräftige Hilfe. Frau Mutter – Quiltfru – zauberte einen Rockabrunder aus ihrem Arsenal und schritt zur Tat. „Nicht bewegen, am Besten nicht atmen“ ist eine mühselige Sache, kann ich Ihnen sagen. Das Ergebnis rechtfertigt die Mühen.

Das Kleid habe ich auch bereits ausgeführt – dummerweise haben wir hier gerade viel, nur keine sommerlichen Temperaturen, so daß ich immer eine leichte Jacke drüber getragen habe. Für die Fotos nutzten wir dann einen Aufenthalt in Frau Mutters Rosengarten – Modelqualitäten besitze ich allerdings wirklich keine *lach*

Und heute bin ich auch mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei! Und Hamburger Liebes Kamehameha kann kommen!

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Eine Kaschi für mich

Um dieses Freebook bin ich ja schon lange herumgeschlichen. Schließlich meinte ich, den richtigen Stoff gefunden zu haben. Ich bestellte ihn mit einem vermutlich dazu passenden Bündchenstoff. Aber als er dann ankam, war ich nicht überzeugt. Nicht vom Stoff, sondern vom Bündchen. An sich ein sehr schönes Bündchen, aber passend zu den Kullern?

Also wurde der Stoffvorrat geplündert. Alle möglichen Bündchen wurden an den Stoff gehalten, fotografiert, per Email mit Frau Mutter besprochen. Auch die Damen im Forum waren hier sehr hilfreich.

Schließlich hatte ich eine Bündchenfarbe beschlossen und los ging es. Genäht ist dieses Raglanshirt ja wirklich ruckzuck. Die Lilo zickte bei der Overlocknaht wieder einmal, seltsamerweise nur, wenn ich eine Jerseynadel verwendete. Mit Universalnadel ging alles prima. Muß man nicht verstehen, aber die Dame ist eben eine Diva.

Fazit nach dem Nähen: Die Ärmel sind viiiiiiel zu lang. Fünfzehn Zentimeter konnte ich sie kürzen, für die ersten Fotos bei der Zaubernuß habe ich die Bündchen noch umgeschlagen gehabt. Nach dem Umbau sind die Ärmel passend, nun vielleicht sogar einen Ticken zu kurz, haben dafür aber längere Bündchen bekommen.

Frau Mutter und Schnäuzelchen waren sich bei der Länge des Shirts einig: Zu lang. Zehn Zentimeter müssen weg.

Eigentlich gefiel es mir ja schon in länger – aber es ist unpraktisch so.  Da ich mein Händikoikabel immer in der Hecktasche meiner Hose trage war die Länge der Kaschi nicht optimal – ständig nach oben schieben ist einfach nichts.

Also gab ich nach, zehn Zentimeter ab und das Bünchen neu hingenäht. Was für ein Glück, daß ich mir einen Bündchenstoff ausgesucht hatte, von dem ich genug Material besitze.

Schade, daß das Licht zur Mittagszeit doch recht grell ist, so kann man die Farben kaum wahrnehmen geschweige denn das Muster im mintfarbenen Stoff erkennen. Aber meckern wir nicht, freuen wir uns lieber über die Frühlingstemperaturen!

Und somit bin ich auch wieder einmal beim MeMadeMittwoch dabei.
Schnitt: Shirt Kaschi (Freebook)
Stoff: Kuller mint vom Stoffonkel
Bündchen aus dem Fundus

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