Novembergarten

Die Sonne scheint. Der Himmel ist wunderbar blau. Fast keine Wölkchen. Nur ein richtig kalter Wind erinnert daran, dass bereits November ist.

Von meiner Schwiegermama erhielt ich noch ein paar Ableger von Erdbeeren. Sie versicherte mir, dass ich diese auch jetzt noch einpflanzen könne. Ich bin gespannt, ob sie über den Winter erfrieren oder ob ich tatsächlich nächstes Jahr ernten darf.

Das eine Quadratbeet ist ja schon seit einiger Zeit leer. Noch ein wenig frische Erde darauf, aus den Kübeln, in denen die Kartoffeln wuchsen, und hinein mit den Erdbeerpflanzen. Zwei der drei Reihen sind nun mit Erdbeeren belegt.

Weiter im Text mit dem schmalen Beet am Traktorunterstand. Dort haben die letzten Romanesco- und Brokkolipflanzen zwar Blätter ausgebildet aber fast keiner hat mehr einen Kopf bekommen.

Aus der linken Hälfte habe ich alle Pflanzen entfernt. Anschließend hackte ich das Beet, was ziemlich anstrengend war, denn es war einiges an Gras hinein gewachsen.

Auf der rechten Hälfte stehen noch einige Broccolipflanzen, die ich erst abernten und einfrieren muss.

Weiter ging es mit der Terrasse. Der Kürbisgeist hatte das Zeitliche gesegnet und bevor er sich entschließt, davonzufließen, musste er auf den Kompost. Als die Terrasse aufgeräumt war, hängte ich gemeinsam mit Junior auch das Vogelfutterhaus auf. Jeden Winteranfang überlege ich mir, dass so ein schönes großes Futterhaus auf einem Ständer doch prima wäre für unsere Terrasse. In letzter Konsequenz fallen mir aber leider immer genügend Dinge ein, die ich mit dem Geld besser besorgen sollte. Also hängt es wieder, das kleine Futterhaus. Wozu die Pressbändel aus dem Stall nicht nützlich sind….
Jedenfalls können die Piepmätze jetzt kommen. Es ist angerichtet.

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Übrigens ist es schon faszinierend: die Rosen blühen immer noch!

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Auch die ersten Dahlien habe ich nun endlich aus der Erde geholt. In der Garage dürfen sie abtrocknen, dann wandern sie in den Keller.

Die niedrige rote Dahlie steht beim Grill am Kamin. Die mittelgroße, die nicht blühte, daneben. Sie zerfiel beim herausnehmen in zwei Teile. Fire and ice, die über den Sommer auch ein ganz schöner Prügel wurde, ist die dritte auf dem Grill. Vielleicht, liebe Elke, falls du das hier liest, meldest du dich noch einmal, wenn du noch tauschen möchtest.

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Die Sache mit den Pellkartoffeln

Wenn wir in den Kindergarten fahren, müssen wir an etlichen Feldern vorbei. Das letzte Feld auf der rechten Seite, bevor die Stadt beginnt, wurde schon seit einigen Wochen mit folgenden Worten begrüßt:

„Auf dem Feld, da wachsen Pellkartoffeln, schau mal!“

Natürlich wächst da derzeit höchstens Unkraut und ich frage mich schon, wie er ausgerechnet darauf kommt, dass dort PELLkartoffeln wachsen und nicht ganz normale Kartoffeln. Dennoch stimme ich ihm immer zu, denn Korrekturen erreichen lediglich heftiges Insistieren.

„Doch, da wachsen Pellkartoffeln!!!!“ Mit mindestens fünf Ausrufezeichen!

Heute früh gab es dann die Steigerung.

„Die Pellkartoffeln sind ganz zugeschneit, guck mal!“

Wettervorhersagen

Die stimmen ja nun nicht immer. Nicht umsonst wurde in unserer Familie das Wort von den „Metereolügen“ geprägt. Gestern haben wir einfach ein wenig nachgeholfen, Junior und ich. Wir haben ganz fleißig „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ gesungen, damit es heute auch wirklich schneit. Können Sie sich das Strahlen in seinem Gesicht vorstellen, als heute früh tatsächlich alles weiß war?

Den ganzen Vormittag hat es geschneit, erst im Laufe des Nachmittags ließ der Schneefall nach. Es ist nasser, schwerer Schnee – was Junior ziemlich zu schaffen machte, als er mit seinem Schneepflug in der Einfahrt die weiße Pracht beiseite schieben wollte. Es dürften so zwischen fünfzehn und zwanzig Zentimeter sein, die gefallen sind. Die Pferde versanken bis zu den Fesselgelenken im Schnee, auf den Winterdecken lag die weiße Schicht fünf Zentimeter hoch.

Die nächsten Tage soll es kalt bleiben, was mir gut gefällt. Der Winterdienst, der bis zum Nachmittag brauchte, um alle Straßen wieder frei befahrbar zu bekommen, hat seine Aufgabe nun erledigt. Man darf also hoffen, dass es über das Wochenende hübsch weiß bleibt, die Straßen aber dennoch gut benutzbar sein werden. So mag ich den Winter.

Nummer fünf und sechs

Der Endspurt beginnt. Mit großer Begeisterung hat Junior heute Mürbeteig-Ausstecherle fabriziert. Nach zwei Blechen verging ihm aber die Lust und er wurde kreativ. Er formte Schlangen und etwas, was er als Männlein bezeichnete, wobei man aber schon viel Phantasie benötigte. Gebacken werden durften diese –  aber man darf sie nicht essen, so hat er es bestimmt.

Währenddessen begann bei mir das Projekt „Dominosteine“. Schon seit Jahren wollte ich diese ausprobieren, aber ich habe es nie in Angriff genommen. Nun aber. Der Lebkuchenteig war schnell hergestellt, allerdings habe ich auf Orangeat und Zitronat verzichtet, da ich diese nicht mag. Statt dessen gab ich abgeriebene Schalen von Orange und Zitrone hinzu. Nach dem Backen gab es erst mal irritierte Blicke, denn der Teig war ziemlich aufgegangen. Das würden keine Dominosteine, sondern Hochhäuser werden, wenn ich die Würfel nur einmal halbieren würde…

Also gedrittelt. Jeweils zwei Teile ergaben einen Dominostein, dazuwischen eine ordentliche Schicht selbstgemachtes Quittengelee und Marzipan. Das Ganze dann noch mit Kuvertüre überzogen. Eine ziemlich leckere Schweinerei, wie ich finde. Allerdings ist es auch sehr aufwendig. Den ganzen Nachmittag in der Küche zu stehen für knapp dreißig Steinchen… da fragt man sich schon.

Fünfzehn Grad im November

Einfach unglaublich. Ein Wetterchen zum Ausreiten, Spazierengehen, Garteln oder sich mit einem guten Buch auf die Bank auf der sonnenbeschienenen Terrasse niederzulassen.

Nichts davon habe ich getan. Die Freundin, mit der ich normalerweise sonntags ausreite, stand in der Küche und nutzte den Tag beim Backen ihrer Adventsplätzchen, das Spazierengehen habe ich Opa, Oma, Junior und Prinzeßchen überlassen und anstatt mich auf die Bank zu setzten, habe ich zwei meiner Pferde auf dem Platz geritten und zwei Stunden Reitunterricht gegeben. Auch eine Möglichkeit.

Übrigens: Die Quitten sind endlich alle entsaftet und nun warten acht Liter Saft darauf, zu Gelee verarbeitet zu werden..