Zwergi

Zweimal wöchentlich ist ja nun für Zwergi „Arbeiten“ angesagt. Wobei der Begriff eigentlich nicht den Kern der Sache trifft.

Wir lassen ein paar Runden freilaufen, um die Stimmung festzustellen. In der Regel ist das sehr entspannt und es wird nur gemütlich getrabt. Selten mal galoppiert.

Es sei denn, ich wage es, zur Futterzeit aufzutauchen. Dann reagiert Madame ausgesprochen ungehalten und es wird sich erst mal bockend und wiehernd verausgabt.

Dennoch machen wir langsame Fortschritte. Inzwischen habe ich den Zügel am Kappzaum. Auf der linken Hand funktionieren die Übergänge aus dem Schritt zum Halt schon gut. Meist steht sie still, nur manchmal weicht die Hinterhand nach außen aus.

Beim Führen von rechts hatten wir anfänglich Diskussionen. Geht ja gar nicht, dass der Zweibeiner an der „falschen“ Seite geht.

Bei den ersten Versuchen riß sie sich los und bockte davon. Beim zweiten Mal ruderte sie immer mit ihrem Kopf in meine Richtung, was meiner Brille nicht gut tat. Zum Glück kann Schnäuzelchen löten, sodass das Nasenpad nun wieder sitzt. Ab sofort gehe ich mit Kontaktlinsen zum Jungpferdeausbildung. Eh vernünftiger.

Beim dritten Übungstag – gestern – war auch das Vergangenheit, sie marschierte auch von rechts geführt prima mit und die ersten Übergänge zum Halt gelangen auch gut.

Übrigens dauern unsere Einheiten in der Regel um und bei 20 Minuten. Zehn Minuten fürs Warm- und Ablaufen, zehn Minuten für die eigentliche Handarbeit.

Sonntagsschnipsel

Wieder ein Wetterchen zum Eier legen.

***

Auf-Stock-setzen der Weigelie beendet.

***

Nach meinen drei Clematis gesucht. Alle drei komplett zurückgefroren. An den Etiketten steht „ausreichende Winterhärte bei normalem Winter“. Ausreichend hört sich ehrlich gesagt nicht vielversprechend an. Und nach welchem Maßstab bemißt sich heute ein normaler Winter? Und was hatten wir??

***

Dem THW gegen Magdeburg die Daumen gedrückt und dabei das unterbrochene Projekt Hexagondecke wieder aufgegriffen.

***

Zwergi wieder ein Viertelstündchen an der Longe gehabt. Zur Halle hin und zurück heute ohne Probleme. Die ersten paar Runden an der Longe noch mit Bocken, dann brav um mich rum. Und danach erstmalig ein paar Runden entspannten Schrittes in der Halle außenrum geführt. Dazu hatte sie bislang zu wenig Ruhe.

Das war das dritte Mal an der Longe.

***

Sonnig, 14 Grad, kein Niederschlag.

Ran ans Gestrüpp

Traumhaftes Wetterchen heute. Echt wahr. Die Pferde pennten in der Sonne.

Vormittags durften sie freispringen. Der Räuber soll das jetzt lernen und wenn man sich schon die Arbeit macht, alles aufzubauen, kann auch gleich alles springen, was darf. In dem Fall die Schwarze und das Buschpferd, die beide kaum zu bremsen waren. Das letzte Mal springen ist schon recht lange her – und ja, es gibt tatsächlich Pferde, die das leidenschaftlich gern machen.

Nachmittags ging’s dann noch ein Stündchen an‘s Gestrüpp. Die Buddleja bekam ihren jährlichen Schnitt verpasst. Es ist immer wieder faszinierend, wie sie dann in einem Sommer wieder ihre ursprüngliche Größe erreicht.

Tja – dann die Weigelie… seit sie gepflanzt wurde, wurde sie nicht geschnitten. Die Blüten wurden weniger und weniger. Also ran an den Speck und auf Stock gesetzt. Ein übles Loch ist jetzt in der Hecke. Die Forsythie daneben wäre eigentlich genauso fällig – aber nicht dieses Jahr. Das ist mir dann zu viel Loch. Und schließlich brauchen die Vögel ja einen Busch, in dem sie sitzen und zetern können. Tun sie normal in der Weigelie. Die machen enormen Krach dabei. Jetzt müssen sie halt eins weiter ziehen.

Ganz fertig ist sie noch nicht – aber morgen ist auch noch ein Tag.
Mich gruselt jetzt schon beim Gedanken, dass das alles noch weg muss…
Theo fand den neuen Unterschlupf im Garten recht interessant.

Sonnig, frühmorgens neblig, 16 Grad, kein Niederschlag

Es wird ernst

Heute war Zwergi das zweite Mal in der kleinen Halle. Zwischen den beiden Terminen lagen zehn Tage.

War der Weg zur Halle letztes Mal noch reichlich unheimlich, ging das heute eigentlich schon recht gut. Der Misthaufen war noch nicht hochgeschoben und der restliche Weg wurde durch – O Schreck! – eine Pfütze versperrt.

Mit ein wenig gutem Zureden marschierte sie dann aber problemlos durch und auch die noch folgenden Matsch- und Wasserstellen auf dem Weg zur Halle waren unproblematisch.

In der Halle zeigte sie sich dann heute deutlich selbstbewußter als noch das letzte Mal. Quiekend und ausschlagend bockte sie um mich herum. Bis auf einmal blieb sie dabei aber problemlos auf der Zirkellinie um mich herum, also alles völlig normal für so ein Junggemüse. Nach zehn Minuten war dann auch genug gelaufen und wir machten uns auf den Weg zurück in den Stall.

Da nun neben dem Weg ein Gabelstapler stand – neeeein, der war da vorher bestimmt noch nicht! – versuchte sie mir zunächst klarzumachen, dass man an dem nicht vorbeikönne und der bessere Weg direkt über den Misthaufen führe. Immerhin ließ sie sich zum Stehenbleiben und Gucken überreden.

Wie – der bewegt sich ja gar nicht?

Ist gut, der frißt keine kleinen Pferdemädels – ich geh dann mal weiter.

War da irgendwas?!?

Echt wahr, ich hab mich nur über sie amüsiert …

Spaß im Schnee

Nachdem die Weiber auf dem doch etwas verwinkelten Auslauf abspackten, öffnete ich doch lieber den Reitplatz. Nicht verwinkelt, groß, griffiger Boden. Ergo: Weniger Verletzungsrisiko.

Bekloppte Viecher. Aber offenbar hatten alle Spaß. Sogar die alte Dame, die sich sonst gerne vornehm zurückhält, nickte durch den Schnee.

Im Nebel

Bekanntlich gibt es ja Pokémons. Sie wissen, diese kleinen unsichtbaren Tierchen, die man nur mithilfe eines Smartphones entdecken und dann fangen kann.

Gut, dass die Reitersleut‘ nun wissen, was für unheimliche Gesellen die Pferde immer so sehen. Denn offenbar konnten Pferde die Pokémons immer schon sehen, und das ganz ohne Smartphone. In den Reitplatzecken sitzen die gerne oder in Hallen hinter der Bande. Gelegentlich verstecken sie sich hinter den blauvioletten Herbstastern am Feldrand. Oder im Maisfeld. Oder im Wald.

Letzten Freitag müssen sie über unseren Auslauf geeilt sein. Jedenfalls war da ordentliches Remmidemmi. Schnorchelnde, aufgescheuchte Pferde. Bis auf die Rote – denn die läßt sich auch von Pokémons nicht aus ihrer Seelenruhe bringen. So lang kein Rind vorbei kommt, kann neben der auch die sprichwörtliche Bombe explodieren..

Himmelfahrtsgewühl

Irgendwie war heute Garten – Pferde – essen angesagt. Nach dem Frühstück ging’s in den Stall, misten, das Ex-Springpferd verarzten und mit dem Jungpferd einer Freundin arbeiten.

Nachmittags dann der Garten. Das Frühbeet abbacken, die schon recht großen Salate, Fenchel und Sellerie umsetzen, die Gurken ins Beet. Die Beetumrandung säubern. Das schon viel zu hoch gewachsene Zeug unter den Himbeeren entfernen. Schnäuzelchen will morgen mähen, jetzt können wir endlich mulchen. Die Himbeeren haben angesetzt wie verrückt…

Die Terrassenumrandung mit den Dahlientöpfen steht jetzt auch, gedüngt und gewässert habe ich auch noch.

Und endlich mittags sowie abends auf der Terrasse essen! Schnäuzelchen warf mittags den Grill an, abends gab’s selbstgebackene Körnerbrötchen. Ach ja, zum Frühstück gab‘s auch selbstgebackene, aber ohne Körner.

Montag, 18.5., sonnig, 23 Grad, 0 ltr.

Dienstag, 19.5., sonnig, 25 Grad, 0 ltr.

Mittwoch, 20.5., wolkig, 22 Grad, 0 ltr.

Donnerstag, 21.5., sonnig, 24 Grad, 0 ltr.