Der Gemüsegarten wird…

Man merkt, dass es Frühjahr wird. Konnte man die letzten Monate denken, man sei auf einem reinen Nähblog, ziehen nun wieder die Gartenthemen ein.

Am Wochenende verbrachten Schnäuzelchen und ich viel Zeit mit dem Gemüsegarten. Es wurde geplant, der Baumarkt heimgesucht und dann legte Schnäuzelchen los. Natürlich erst nach dem Freundschaftsspiel unserer Handball-Nationalmannschaft, das wir gemeinsam mit den Kindelein anschauen „mußten „. Juniors Lieblingstorwart stand im Kasten, des Prinzeßchen Zweitlieblingsfeldspieler hatte einen guten Tag – nach dem Sieg verschwanden die Kindelein zufrieden mit dem abgeschlappten Handball meines Bruders (der Ball hat vermutlich auch schon fünfzehn Lenze auf dem Buckel) auf die Einfahrt, zeichneten sich mittels Straßenkreide einen Kreis vor’s Garagentor und waren fortan beschäftigt.

Äh, wo war ich? Ach ja, beim Gemüsegarten…

Während ich mich auf’s Säen (Radieschen, Pariser Möhren, Spinat und Koriander) sowie das Entunkrauten von Him- und Stachelbeeren sowie des Rhabarbers machte, legte Schnäuzelchen am rechten Tomatenbeet los. Das, welches ich Ihnen neulich schon zeigte.

Sonntag am späten Nachmittag war er noch nicht ganz fertig, aber fast. Sieht schon richtig toll aus, finden Sie nicht?

Vor allem – diesmal ist es fast für die Ewigkeit gebaut. Da rottet nix mehr…

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Das erste Beet ist vorbereitet

Dieses Beet habe ich im letzten Jahr nach den Prinzipien des Square Foot Gardening angelegt. Inclusive des dafür empfohlenen Bodens, einer Mischung aus Kompost, Torf und wasserspeicherndem Vermiculit. Ob der Torf, dessen Einsatz ja inzwischen umweltkritisch gesehen wird, tatsächlich einen Effekt hat, konnte ich mangels eines Vergleichsbeetes nicht feststellen.

Festgestellt habe ich aber Folgendes: das Beet war gerade innerhalb von zehn Minuten von sämtlichen Überresten letztjähriger Pflanzen befreit und komplett gelockert. Mit der Hand, ohne Werkzeug! Mit eingeschlossen ein paar lästige Queckenwurzeln, die ich mal eben easy-peasy bis aufs Unkrautvlies hinunter komplett entfernen konnte. Was die Bearbeitung des Beetes angeht also ein klarer Positivpunkt für das System!

Festgestellt habe ich letztes Jahr auch, dass mir die empfohlenen 15cm Boden zu wenig sind. Zumindest für die Tomaten, die in diesem Beet wachsen. Wahrscheinlich werde ich da heuer noch ein wenig aufstocken.

Nebenan gibt es noch ein weiteres Beet, morsch und verunkrautet. Das ist heuer zur kompletten Erneuerung dran und hier werde ich dann mein Vergleichsbeet ohne Torf aufbauen, da die Bedingungen hier genauso sind wie im bereits vorhandenen Beet.

Und fleißig…

… waren wir auch. Wir haben für ein neues Quadratbeet die Grassoden abgestochen. Die beiden Kindelein halfen ganz prächtig mit – sie hoben die Soden aus dem Boden heraus und legten sie auf einen Haufen. (Vermutlich schlafen sie heute Nacht ganz hervorragend…)

Dann kippten wir noch zwei Sechzigliterbottiche Kompost, den ich heute vormittag geholt hatte, in das entstandene Beetloch. Nun müssen wir noch Erde daruntermischen und dann kann es losgehen.

Junior annektierte das Quadrat gleich für sich. Kartoffeln wolle er pflanzen, denn die äße er so gerne. Und Radieschen. Und. Und. Und.

Er beeindruckt mich, mein knapp fünfjähriger Gärtner 😉

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Herbstsonne

In der Küche stehen drei Flaschen Tomatensuppe, denn gestern konnte ich noch einmal gute zweieinhalb Kilo schöner, roter Tomaten ernten. Überhaupt ist immer noch etwas zu ernten im Garten. Die letzten Möhren zog ich heute aus der Erde, es sind zwar zu viele, um sie gleich zu essen, aber ich wollte das Beet abräumen. Die Karotten wuchsen auf der einen Hälfte des Hochbeetes und dort ist die Erde ziemlich zusammengesackt. Optimal also, um demnächst die Erde aus den diversen Kübeln aufzunehmen. Vorher jedoch mußte jede Menge Vogelmiere, die sich breit gemacht hatte, entfernt werden. Zum Glück geht Vogelmiere problemlos aus der Erde…

Meine Karotten geben mir allerdings Rätsel auf. Das ist nämlich der zweite Grund, warum ich die nun geerntet habe – sonst hätte ich nämlich bald nichts mehr zu ernten gehabt. Irgend etwas frißt sie. Sie stecken in der Erde und sehen vollkommen harmlos aus, aber wenn man sie herauszieht, bestehen sie nur noch aus einer leeren Hülle. Und das meine ich wörtlich. Ungefähr der äußere Millimeter der Karotte ist noch existent. Der Rest ist weg. Fort. Verschwunden. Ausgehöhlt. Ich frage mich schon, wer so was macht…

Die Quadratbeete sind auch geräumt. Im Einen wuchs sowieso nur noch die Zucchinipflanze. Drei letzte Zucchini konnte ich noch ernten. Auf dem zweiten Quadrat stehen nun nur noch die Pastinaken, die dürfen da auch noch ein wenig bleiben. Ich bin wirklich gespannt, wie die schmecken – ich habe noch nie Pastinaken gegessen.

Im Obstgarten ging es auch weiter. Der Rhabarber hat komplett eingezogen, Unkraut wucherte noch jede Menge drum herum. Nun nicht mehr 🙂 Die Himbeeren waren komplett abgeerntet und ich habe sie gleich noch zurück geschnitten, ebenso die Johannisbeersträucher. Ach ja, im Kartoffelbeet habe ich nun auch noch die letzten Steckzwiebeln eingesetzt. Es ist wohl schon sehr spät dazu, aber im vergangenen Jahr habe ich sie auch erst so spät gepflanzt und sie sind ganz wunderbar gewachsen!

Sonntag (14.10.), 15°C – gefühlt aber wärmer, sonnig mit Wolken

Gartenwetter

Am Vormittag war der Himmel bedeckt – juhu. Nichts wie raus in den Garten, nachdem Junior im Kindergarten ist. Prinzeßchen saß auf einer Decke im Gras und spielte hochkonzentriert mit Juniors Plastiktraktor. Kopfschüttelnd mußte ich feststellen, daß das Unkraut auch im Wohnzimmerbeet wieder wucherte. Wer sät da eigentlich immer diese hüfthoch wachsenden Disteln aus? Wenn ich denjenigen erwische – der bekommt aber was zu hören?

Zwanzig Minuten später sind zwei Obstkiepen voll mit unerwünschtem Grünzeug. Frau Landgeflüster spricht immer so freundlich von Wildkräutern. Nix da. Das hier sind keine Wildkräuter, das ist ganz profanes Unkraut

Als beide Kinder ihr Mittagschläfchen hielten – bei der Hitze ist selbst Junior richtig müde, der inzwischen nicht mehr regelmäßig mittags schläft – verschwand ich wieder im Garten. Zunächst der Gemüsegarten, sah es doch nach Regen aus. Ins Quadratbeet I säte ich noch einmal Spinat  (zwei Quadrate) und Möhren mit Radieschen (ein Quadrat) aus. Auch auf dem Hochbeet mußte ich ein wenig Unkraut zupfen – hier macht sich interessanterweise der Sauerklee breit. Ich kann Ihnen sagen, die Arbeitshöhe des Hochbeets ist richtig angenehm! Vor allem, seitdem wir ein Brett der Verkleidung fort genommen haben – letztes Jahr war es doch noch ein wenig zu hoch.

An Stelle des mißglückten Schwarzwurzelversuches säte ich eine weitere Reihe Spinat. Wir essen Spinat sehr gerne, daher ist viel gerade genug. Mein Lauch freut mich sehr – zwar sind nur die Hälfte der Pflänzchen gewachsen, da auch hier die Stallkatzen wieder ihr Unwesen trieben, aber diese Pflänzchen sehen sehr gut aus. In der Ecke des Beetes war nun allerdings ein Loch. Nachdem dort lieber Dinge wachsen sollen, die ich dort haben will, startete ich den Stangenbohnenversuch. Eine Stange, sechs Bohnen. Ich bin gespannt, ob die Stange im Hochbeet versackt oder stehen bleibt, wo sie soll.

Ach ja, einen Mörtelbottich hatte ich noch, da waren etliche Haufen Erde vom letzten Jahr drin gelandet. Dies füllte ich jetzt noch ein wenig auf und los geht es mit dem nächsten Experiment: Möhrchen im Mörtelbottich. Ich bin gespannt.

Dann wieder zurück in den Ziergarten. Leider reichte es nur noch  für den Gartenzaun, der den Ziergarten vom „Wirtschaftsgarten“ (klingt ganz schön hochtrabend, oder?) trennt. Jetzt sieht er wieder gut aus, frei von Quecke, Gras und Winde. Dann begann es zu tröpfeln und ich brachte das Werkzeug in Sicherheit.

Übrigens: Die erste Schale „Beerchen“ mit flüssiger Sahne, leicht gesüßt, habe ich danach verspeist. Hmmmm, wirklich fein!

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Jetzt ist Sommer

Das geht mir gerade im Kopf herum: Das Lied über den Sommer von den Wise Guys. Zur Zeit ist es kein Sommer, der nur im Kopf passiert – er ist echt. Temperaturen von 30 Grad, Sonnenschein, ein laues Lüftchen und kaum Wolken. Zwar muß man jetzt sehr früh aufstehen, wenn man reiten oder etwas im Garten arbeiten möchte (heute saß ich schon um sechs Uhr auf dem Pferd, dafür waren wir bis um elf mit Reiten und Stall machen fertig und konnten den Tag anderweitig verwenden), aber das ist für mich derzeit kein Problem. Im Sommer komme ich sowieso leichter aus dem Bett als im Winter.

Gestern gab es den letzten Spinat aus dem Quadratbeet, der begann nämlich zu schießen. Schön angedünstet mit ein wenig Knoblauch – das schmeckt fein. Die inzwischen frei gewordenen Quadrate habe ich von allem Unkraut befreit (viel war es nicht, die Versprechung, dass bei dieser Art des Anbaus weniger Unkraut wächst, scheint richtig zu sein) und den Boden gehackt. Nun sind vier Quadrate frei. Auf zweien wuchs der Spinat, auf einem die vier Salate, von denen drei verspeist sind und der vierte wegen extrem ekligen Schneckenbefalls direkt auf dem Kompost gelandet war. Keine Ahnung, was da noch drin war, ich möchte es glaube ich auch gar nicht so genau wissen. Widerlich war er auf jeden Fall. Und im vierten Quadrat war nichts aufgegangen, da die Stallkatzen immer umgegraben haben… Mal sehen, was ich da jetzt noch reinsäe, bis morgen sollte ich mich entschieden haben.

Auf dem Hochbeet ist der Schwarzwurzelversuch schief gegangen – da sind nur zwei überhaupt aufgegangen. Wahrscheinlich war das Saatgut doch zu alt (das gleiche Problem habe ich auch mit den Kräutern, da geht auch kaum was auf. Immerhin ein wenig vom Koriander…). Jetzt habe ich dort eine ganze Reihe frei – auf dem Hochbeet – da muß dann auch noch was hin.

Die Kartoffeln beginnen nun zu blühen, ich bin gespannt, wie sie dieses Mal schmecken. Der Biogartenversand spricht von 90 bis 110 Reifetagen – wenn es danach geht, muß ich noch vier Wochen warten, bis ich ernten kann. Das wird mir schwer fallen *lächel*

Die roten Johannisbeeren sind auch schon ziemlich reif, die ersten können geerntet werden. Die Schwarzen brauchen noch ein wenig länger. Erdbeeren haben wir ja selber keine im Garten, aber dafür im Ort einen Erdbeerstand, wo man die leckeren Dinger bereits gepflückt kaufen kann. Das finde ich sehr gut, denn ich muß wieder 50 Glas Erdbeermarmelade kochen, das ist ungefähr unser Jahresvorrat. Die Marmelade vom letzten Jahr war Anfang Mai aufgegessen 😀 Dafür brauche ich auch kaum andere Marmelade zu kochen, denn die wird eh nicht oder nur kaum gegessen!