Von wilden Tieren

Guten Abend, meine lieben Freunde,

heute habe ich Ihnen zwei ganz besondere Tiere mitgebracht. Einen rotschöpfigen Jaguar sowie ein blondmähniges Tigerweibchen; beide Arten sind in freier Wildbahn nur noch sehr selten anzutreffen und das gemeinsame Auftreten beider ist als wahre Rarität zu betrachten.

Daß man sie so selten bemerkt, liegt natürlich auch an der großen Vorsicht, mit denen sie sich zu bewegen wissen. Wenn man nicht so genau hinsieht, kann man sie aufgrund ihrer perfekten Tarnung in heimischen Wäldern gerne übersehen.

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Verhält man sich als Beobachter allerdings still und unbeweglich wird man bald Zeuge ihrer überschäumenden Lebensfreude, die sich in gemeinsamem Spiel mit Raufen, Springen und Jagen Bahn bricht.

Von nicht unerheblicher Bedeutung für das Entdecken jener seltenen und seltsamen Tiere ist auch die Jahreszeit. Sichtungen können zwar das ganze Jahr über erfolgen aber gehäuft findet man derartige Lebewesen ab dem gumpigen Donnerstag oder einige Tage davor. Am Aschermittwoch wiederum verschwinden sie in den unerforschten Tiefen der Wälder, um sich den beobachtenden Augen zu entziehen.

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Halten Sie doch auch einmal Ausschau in den Wäldern um Ihren Wohnort, ob Ihnen dort auch so lebenslustige Tierchen über den Weg laufen. Ich kann es Ihnen nur empfehlen, denn Sie werden viel Freude an ihnen haben.

Jaguar: Stoff von Stoffwelten, Shirt: Raglanshirt (140) von Klimperklein, Hose: Lieblingsbuxe (134) von Fred von Soho

Tiger: Schnitt nicht mehr präsent, da bereits 2014 genäht
Creadienstag, Handmadeontuesday, Dienstagsdinge

 

Sommerfest!

Vergangenen Sonntag war Sommerfest im Kindergarten. Die Kinder hatten ein kleines Stück einstudiert und unser Prinzeßchen war darin ein Pferd 😉 Dazu benötigte sie ein braunes Shirt und eine schwarze Leggins. Da es nachgerade unmöglich ist, ein braunes Shirt in Kindergröße zu kaufen – ohne Druck – suchte ich den örtlichen Stoffladen auf und bekam dort glücklicherweise braunen und schwarzen Jersey.

Inzwischen bin ich ja schon recht fix im Nähen des Raglanshirts von Klimperklein, hier in 116, sowie der Beinschmeicheleien von Rosarosa, hier in 110/116 ausgeführt. An einem Abend hatte ich die beiden Sachen zugeschnitten und genäht. Jetzt werde ich mir noch ein hübsches Bügelbild für das fade braune Shirt aussuchen, denn sonst wird sie es nicht weiter tragen wollen.

Ich finde, sie gibt ein großartiges Pferd ab!

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Schon vor einigen Wochen fertig gestellt hatte ich Schnäuzelchens farbenprächiges Hemd. Der Stoff ist schon gut abgelagert gewesen, hatte ich ihn doch vor bereits eineinhalb Jahren gekauft, weil ich nicht gelesen hatte, dass es ein Baumwollstoff ist. Ich ging von Jersey aus und bestellte 1,50m für ein T-Shirt.

Nun, wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil und so wartete der Stoff in seiner Kiste auf einen Anfall von Wagemut, denn ein Hemd hatte ich noch nie genäht und hatte daher eine gewisse Scheu davor.

Ich entschied mich nun also für einen Burdaschnitt und legte los. Erst einmal reichte der Stoff nicht, da er dummerweise einen Rapport hat. Also noch einmal nachbestellt, jetzt war genug da. Zugeschnitten, losgelegt.

Ähm, ja. Das ist ein Hemd, kein Shirt. Das Vorderteil im Stoffbruch zuzuschneiden, war daher eine wenig intelligente Idee. Nun war da keine Nahtzugabe – also noch mal ein wenig nachbestellt.

Aber danach flutschte es. Der Kragen war eine gewisse Herausforderung und Knopflöcher hatte ich bislang auch noch nie genäht. Ich habe auch nicht herausgefunden, wie ich es anstellen kann, dass ich das erste Knopfloch nähe und die Maschine dann alle nachfolgenden in der selben Größe automatisch fertigstellt. Laut Anleitung kann sie das, aber offensichtlich bin ich nicht intelligent genug, um  diese richtig zu verstehen. Also jedes Loch manuell genäht – ich bin zufrieden 😉

Beim Annähen der Knöpfe ruinierte ich zunächst einen. Man sollte halt doch daran denken, dass man dabei den Transport versenken muss *seufz*

Aber: Für einen ersten Versuch bin ich mehr als zufrieden! Die Größe ist richtig ausgewählt und sogar die Länge paßt, da hatte ich bei meinem Lulatsch von Gatten doch ein wenig Sorgen gehabt. Und die Sache mit dem Rapport habe ich auch zufriedenstellend hinbekommen.

Der Schwiegerpapa und sein Plotter haben dann für die großartige Rückansicht gesorgt, nachdem Schnäuzelchen sofort einfiel, wie denn das Computerspiel seinerzeit geheißen hat, aus dem diese Pixelbildchen stammen…

Nun will ich aber nicht weiter quasseln, jetzt dürfen Sie Bilder angucken!

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Verlinkt mit Creadienstag, Handmade on Tuesday und Dienstagsdinge

Fischli

Für das Prinzeßchen gab es wieder einmal ein klimperkleines Trägerkleid. Wieder einmal in der einfachsten Version mit Bündchenausschnitten, dieses Mal in Größe 116. Es paßt ihr prima, dabei hatte ich eigentlich auf Zuwachs nähen wollen. Nun ja.

Dazu gab es ein Raglanshirt zum Unterziehen, ebenfalls von Klimperklein. Diesmal mit kurzen Ärmeln, aber es ist noch genug vom Stoff übrig, so dass ich noch eines mit langen Ärmeln nähen werde, damit das Kleid auch herbst- und wintertauglich wird.

Die Leggins untendrunter ist, wie schon so oft, nach dem Schnitt „Beinschmeicheleien“ von Rosarosa entstanden – der paßt der Prinzessin einfach perfekt.

Ich finde das Set einfach toll, der Stoff erinnert mich an Preußlers „kleinen Wassermann“ und das Prinzeßchen liebt ihr neues Kleid. Daher zeige ich es endlich mal wieder bei HOT und beim Creadienstag.

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