Mach‘ mal neu !

Das war das Motto des heutigen Tages. Gleich zweifach, denn im Stall arbeitete Schnäuzelchen mit einem Bekannten an der Reparatur der Miste. Besser gesagt, sie wurde im hinteren Teil komplett erneuert. Mit Betonschalsteinen – herrlich praktisch. Sieht aus wie eine Mauer, die Steine sind aber nur aufeinandergestellt. Eisen ist natürlich auch mit drin, damit die neue Mauer gute Verbindung zur Betonbodenplatte bekommt. Löcher sind noch drin, die werden am Montag ausgeschäumt und dann kann der Beton kommen. Er wird einfach in die Schalsteine hineingegossen und wird sich dann in den Steinen verteilen, so dass wir im Endeffekt eine schöne stabile Mauer bekommen.

Und dann ist hoffentlich wirklich und endgültig Schluss mit zusammenbrechenden Umrandungen!IMG_0664IMG_0662

Während die Männer im Stall beschäftigt waren, begab ich mich endlich an das erste – und vermutlich für dieses Jahr auch das Einzige – Gemüsebeet meines Gartens. Wenn Sie schon länger bei mir mitlesen, wissen Sie ja, dass der alte Gemüsegarten mit seinen Quadratbeeten weichen musste, weil wir den Auslauf der Pferde vergrößert haben.

Ursprünglich wollte ich ja bereits dieses Jahr einen komplett neuen Gemüsegarten anlegen. Aber die Vernunft siegte, denn wir wollen erst einmal alle angefangenen Baustellen am und ums Haus herum fertig machen und da sollte ich dann nicht neue aufmachen. Auch wenn mir das unheimlich schwer fällt, denn ich liebe es, im Gemüsegarten zu werkeln.

Wie dem auch sei, heute ging es also an’s Tomatenbeet. Aufgrund des Umbaues hatte es weichen müssen, dort wurde Boden aufgeschüttet. Aber der Holzrahmen war noch gut, er wurde also an die selbe Stelle wieder hingestellt.

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Heute ging es dem leeren Rahmen „an den Kragen“. Und natürlich wieder nach den Prinzipien des Square Foot Gardening, denn meine Quadratbeete hatten mich mit ihrer Pflegeleichtigkeit durchaus überzeugt.

Als Erstes kam ein Unkrautvlies hinein. Es wurde mittels Tacker an der Umrandung befestigt. Da der Boden nicht eben war, sondern bucklig und krumm, musste erst ein bisschen Erde hinein, damit ich das Vlies nicht zu hoch an den Brettern befestigen konnte.

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Nach langem Hin- und Herüberlegen habe ich mich dafür entschieden, das erste Mal mit dem „richtigen“ Substrat des Square Foot Gardening zu arbeiten. Als ich meine ersten Beete anlegte, gab es die Komponenten hier noch nicht so einfach zu kaufen, inzwischen, acht oder neun Jahre später, schon.

Das Substrat für die Beete ist eine Mischung aus Kompost, Torf und Vermiculit. Ich sehe Sie schon förmlich die Augenbrauen hochziehen. Torf soll man nicht mehr verwenden. Ich weiß. Dieses Substrat ist einmal ein Test, denn es wird vollmundig versprochen, dass die Kombination aus Kompost, Torf und Vermiculit das Gärtnern so viel einfacher machen soll, da Torf und Vermiculit ein hohes Wasserbindungsvermögen haben – weniger oft gießen, weniger Wasserverbrauch –  und der Boden locker bleibt – weniger Arbeit mit der Hacke. Der Sinn des Komposts als Nährstoffgeber dürfte ja jedem klar sein.

Ich bin noch skeptisch, ob der Unterschied zu meinem bisherigen Kompost – Erde- Gemisch tatsächlich so gravierend ist. Insofern gut, dass dieses Beet für dieses Jahr das Einzige bleiben wird. Hier können Sie es fertig sehen:

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Für das „richtige“ Square Foot Gardening fehlt jetzt noch der Einteiler. Aber Rom wurde ja schließlich auch nicht an einem Tag erbaut…

Falls Sie sich ein wenig über die Hintergründe belesen wollen, können Sie auch einfach mal zum „Genialen Gemüsegarten“ hinüberlesen…

Samstag, sonnig, wenige Wolken, 19 Grad

 

Gelage

Gemütliches Beisammensein im Stroh… Billy, Charly, Mia, Miss Schüchtern, Frl. Fauch, der freche Oskar und Linus. Mia ist die Mama des ganzen Haufens, Linus dürfte zwei Jahre sein, Charly und Billy sind vom letzten Jahr. Gemeinsam halten sie unseren Stall mäusefrei.

Durchschwitzen die Dritte

Am Vormittag begab ich mich wieder nach oben an den Wald. Vierzig Meter Elektroband, dem Einbau von zwei Brücken und eine Stunde Sensenarbeit später, begleitet von einer dicken Blase am Zeigefinger und einem blutigen Daumen ist die Koppel am Wald wieder benutzbar. Zwar sind noch ein paar Kleinigkeiten zu richten, vor allem am Koppeltor, wo Schnäuzelchen einmal mit dem Traktor hängenblieb und die Torgriffe muß ich auch noch austauschen – aber das sind im Verhältnis tatsächlich nur noch Kleinigkeiten…

Einmal durchschwitzen bitte!

Innerhalb einer Dreiviertelstunde. Obwohl der Teil des Koppelzauns, den ich heute von Brombeerranken befreite, im Schatten lag. Aber nun ist es geschafft – alles, was mich nun noch vom Wiedereinziehen der untersten Zaunlitze abhält, sind Brennesseln. An die muß man mit der Sense ran. Ich hoffe, dass Schnäuzelchen einmal abends nicht zu spät vom Arbeiten kommt, um das noch vollends zu erledigen. Dann können die Pferde wieder auf die Waldkoppel!

Wilde Beeren

Eigentlich mag ich Brombeeren und vor allem Himbeeren ja gerne. Aber nicht, wenn sie unseren Koppelzaun überwuchern, so daß das Elektroband kaputt geht und obendrein kein „Saft“ mehr auf dem Zaun übrig bleibt.

Vorher sah das überall so aus. Finden Sie das unterste Elektroband? (Leider sind das alles nur unschöne Handyphotos, aber die dicke Berta wollte ich doch nicht mit nach oben schleifen..)

Eine Dreiviertelstunde später sah das dann doch gleich besser aus. Auch wenn ich noch nicht fertig bin. Beileibe nicht. Aber ein Anfang ist gemacht.

Dienstag (04.09.), wolkig mit Sonne, 22°C