Heute leider schauerlich

Das Wetter lädt nämlich nicht gerade dazu ein, das Haus zu verlassen. Es regnet zwar nicht mehr – das hat es am vergangenen Wochenende nahezu ständig getan – aber vom Frühlingswetter der letzten Woche ist leider nichts übrig geblieben. Was sehr schade ist, besteht doch mein Wohnzimmerbeet immer noch zu zwei Dritteln aus Unkraut *seufz*.

Blühen tut es aber schon recht hübsch im Gärtchen. Krokusse und Schneeglöckchen überall verteilt, im Wohnzimmerbeet auch brav die violetten und weißen Krokusse; außerdem sind die rosa Muscari dabei, aufzublühen. Allerdings: Da müssen noch viiiiiel mehr davon ins Beet. Im Herbst dann…P1090072

Von einer älteren Pferdefrau, die ihren Stall aufgeben muss, bekamen wir eine Gartengarnitur, die auf unsere neue Terrasse paßt wie dafür gemacht. Einmal abschleifen und neu einlassen wird wohl notwendig sein, und ein neues Sonnendach ist auch einmal fällig. Aber für’s Erste erfüllt sie ihre Funktion, Junior und das Prinzeßchen haben sie schon ausgiebig getestet. Hausaufgaben, einfach nur Lesen, Kneten… Geht alles. P1090075

 

Winterfest

… ist nun auch die Terrasse. Alle Stühle und der Tisch sind in ihrem jeweiligen Winterquartier gelandet, die Töpfe abgeräumt und die Fliesen mittels Wasser und Besen gereinigt. Den Hochdruckreiniger – mit dem unser Nachbar gerade die Straße vor seinem Haus säuberte – fanden wir für die vorwinterliche Reinigung doch ein wenig übertrieben, daher haben wir das aufs nächste Frühjahr verschoben.

Das Vogelhaus hängt auch seit ein paar Tagen wieder und wird schon sehr gerne angenommen. Weiden-, Blau- und Kohlmeisen sind die häufigsten Gäste, Spatzen kommen auch, diese mögen aber scheinbar lieber das von den Meisen aus dem Haus geworfene Futter vom Boden. Natürlich ist unser Häuschen katzensicher aufgehängt, was die gefiederten Gesellen auch schon herausgefunden haben, denn die ganz Mutigen fliegen sogar an, wenn sich unser Kater auf der Terrasse sonnt. Gleichzeitig ist das Vogelhäuschen auch so angebracht, dass wir es vom Eßzimmer aus hervorragend beobachten können, was vor allem Junior ganz prima findet.

Das Wetter war heute übrigens wieder ganz wunder-wunderbar. Der Föhn erlaubte uns Bergsicht vom Feinsten und schenkte uns blauen Himmel und angenehm milde Temperaturen. Lediglich die Windböen hätte es nicht gebraucht – aber wer will angesichts eines solchen Wetters schon motzen. Ich nicht. Schön war es.

Samstag (03.11.), sonnig mit Wolken, 15°C

Schnell noch mal…

Morgen soll es schneien. Im Laufe des Tages wird die Schneefallgrenze auf 400 Meter herunter gehen. Unser Garten liegt auf knapp 500 Metern Höhe. Und die Hälfte des Apfelbaumes hing noch voller Äpfel.

Nun nicht mehr. Ein großer Wäschekorb voller Äpfel steht nun im kühlen Keller und sollte die nächsten Tage noch verarbeitet werden, denn diese Äpfel sind leider nicht lagerfähig. Aber Apfelkuchen, Apfelmus und Apfelmarmelade sind schließlich leckere Dinge!

Minimalgärtnern

Ständig donnert es aus allen möglichen Himmelsrichtungen. Zwischendrin kommt auch mal etwas Nasses von oben herunter – aber für mehr als ein wenig Tröpfeln scheint es heute nicht zu reichen.

Frau Mutter brachte mir heute sechs wunderbare Petersilienpflanzen vorbei – mit einem schönen Gruß des Herrn Vater. Hach, toll. Heuer hatte ich noch keine ausgesät. Ich wußte nämlich nicht, wohin. Im Tomatenbeet hatten wir sie bis letztes Frühjahr stehen. Da wollte ich nicht schon wieder Peterle pflanzen – mir war nicht klar, ob der zeitliche Abstand schon ausreichend sei. Im Hochbeet war kein Platz mehr. Und im zweiten Quadrat war auch keiner mehr, denn Herr Vater hatte mich auch noch mit sieben Broccolipflänzchen versehen, die dort zwar eigentlich auch nicht hinein sollten – aber Junior hatte einen unbeaufsichtigten Moment genutzt und alle  aus ihren Töpfen gezogen. Drei konnte man sogar als ‚wurzelnackt‘ bezeichnen. Irgendwo mußten sie also hin – und da war das eben fertig gewordene Quadratbeet gerade richtig.

Dort wächst im übrigen, ganz in ein Eck gedrückt, auch noch die Zuchinipflanze, die ich bekam von – Sie ahnen es, Herrn Vater!  Er ist eben ein leidenschaftlicher Gärtner!

Wohin also mit dem Peterle? Kurz entschlossen gab ich ihm einen Platz in zwei schönen Balkonkästen, die nun auf der Terrasse stehen. Schließlich heißt es ja auch immer, man solle die Kräuter möglichst nah am Haus ziehen, damit man auch bei Regenwetter welche holen geht!

Ein paar Minuten blieben noch vom Mittagschlaf der Kinder. Also noch flink zwei weitere Kästen mit Erde gefüllt – und endlich Dill und Koriander gesät. Die Samen sind uralt – ich bin gespannt, ob sie noch aufgehen!

Donnerstag (31.05.), vormittags sonnig und sehr warm, nachmittags bedeckt und gewittrig 

Garteln im Warmen

Trotz Wärme: Ab in den Garten.

Projekt Nummer eins: Das Nascherbsenbeet für Junior. Zum Glück nur recht schmal und auch nicht lang, denn der Boden ist fast schon wieder zu trocken, um ihn umzugraben. Umgegraben, Erde abgestochen, gehackt, mit ein wenig gekaufter Erde vermischt. Und dann kam das Schönste: Junior durfte seine Erbsen legen. Anscheinend hat er aufgepaßt: Es mußten unbedingt zwei Erbsen in jedes Loch hinein. Nun gut, es waren ja genug da. Dann wurde fleißig angegossen – Kindergießkanne? Nein, wozu denn? Die große von Muttern ist doch viiiiel besser, außerdem hat die so eine schöne Dusche drauf…

Projekt Nummer zwei: Die Terrasse. Auch so eine Sache, die Junior unheimlich gefiel. Wasser draufgießen, abfegen. Mehrere Wiederholungen, bis die Terrasse sauber war. Allerdings war Junior der Ansicht, sie sei noch nicht sauber genug. Er griff sich die große grüne Gießkanne, füllte sie am Mörtelbottich und wurde dann erst mal ein wenig ungnädig, weil er die volle Kanne nicht tragen konnte. Mit meiner Hilfe gelangte die schwere Gießkanne dann doch auf die Terrasse. Ausgießen konnte er sie selber, den Besen bedienen auch. Ganz fleißig gewischt hat er, mein Gärtnergehilfe. Ich hätte ihn knuddeln können. Zwar war er inzwischen genau so naß wie die Terrasse – aber was soll es, das trocknet wieder. (Danach begab er sich dann in den Sandkasten – können Sie sich die Panade vorstellen?)

Mittwoch (23.05.), sonnig, 28°C

Der Anfang ist gemacht!

Ein paar  Stunden haben Schnäuzelchen und ich heute vormittag im Garten gewerkelt. Genauer gesagt wurde die Terrasse winterfest gemacht. Zunächst habe ich die Pflanzen zurückgeschnitten, die Schnäuzelchen anschließend in den Keller zum Überwintern einräumte. Der Enzianhochstamm, die Wunderblume, drei Topfdahlien und die Pfefferminze mußten dran glauben, wobei mir Junior begeistert beim Festdrücken des Pflanzenrückschnitts im Unkrautpott geholfen hat. Die Schmucklilie wurde zwar nicht zurückgeschnitten, aber natürlich auch eingeräumt.

Die einzige Pflanze, die dieses Jahr im hellen Hausgang bei 12 Grad überwintern darf, wird mein Wandelröschen sein. Im vergangenen Winter habe ich nämlich einmal vergessen, die Kellertüre abzuschließen – und prompt ist sie nachts aufgesprungen. Wie Murphy das so macht, war das natürlich mit minus zwanzig Grad die kälteste Nacht des Winters und davon hat sich die Lantana nicht wirklich erholt. Sie hat zwar durchgetrieben, aber so spät im Jahr, dass ich sie schon beinahe in den Müll befördert hätte. Und geblüht hat sie auch nicht.

Die Zwiebeln der Sterngladiolen habe ich dann auch noch aus der Zinkwanne geholt. Nun ist da noch eine einzige Heidepflanze drin und die Bergenie, ich werde mir überlegen, was ich da die nächste Woche noch hineinpflanzen möchte, damit ich auch ein wenig Schönes für den Herbst und Winter auf der Terrasse habe.

Die Bank wollte ich Ihnen auch schon lange einmal zeigen. Eine liebe Freundin hat sie in der Garage ihres Schwiegerpapas in spe entdeckt – und da sie dort nur auf den Sperrmüll gewandert wäre, hat sie sie in liebevoller Kleinarbeit restauriert und uns geschenkt. Sie macht sich doch wirklich prima auf unserer Terrasse, nicht wahr?

Sonntag (17.10.), bedeckt, aber trocken, 6°C