Die Welt der Windjammer

Jetzt stehe ich hier an Bord der Passat, einer Viermastbark. Obwohl sie nicht mehr segelt, erzählt jede Planke, jedes Tau und jede Rahe von all den Abenteuern, die dieses Schiff auf den Weltmeeren erlebt haben muss.

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Das Notruder auf dem Achterdeck.

Sie ist nicht einfach nur ein Segelschiff wie viele andere. Sie war einer der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren diese Schiffe noch immer in der Lage, der sich immer weiter verbreitenden Dampfschiffahrt Paroli zu bieten. Die besten Besatzungen, die man sich vorstellen konnte, segelten diese robusten Schiffe. Sie waren so gut, dass es annähernd als Linienbetrieb galt.

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Die Passat in Travemünde.

Dieser Windjammer hat seine großen Reisen allerdings längst hinter sich. Die Passat hat ihre Aufgabe als Museumsschiff in Travemünde gefunden. Dort zeugt sie noch heute von dieser beeindruckenden Zeit.

Ihren Charme spielt sie dabei erst auf, wenn man sich einmal an Deck befindet. Erst dort wird einem klar, wie groß das Schiff dann doch ist. 115 Meter lang, 14 breit, gebaut 1911 in den Werften von Blohm und Voss. Das Gros des Schiffs ist dabei noch orignal restauriert, also kein Nachbau. Bis 1957 umrundete sie 57 Mal das Kap Hoorn.

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Ebenfalls ein Traditionsname: Blohm & Voss.

Lange höre ich dem ehrenamtlichen Kollegen zu, der mir viel über das Schiff und seine Geschichte erzählte. Einiges wusste ich bereits. Beispielsweise, dass die P-Liner schnell waren. Wirklich schnell. Schon die Passat lief bei gutem Wind circa 18 Knoten (ca. 33 km/h). Die Preussen, ein Fünfmast-Vollschiff und ebenfalls ein Flying P-Liner erreichte sogar 20 bis 21 Knoten (39 km/h). Auch, dass sie nach dem neusten Stand der Technik gebaut wurden. Robust genug, um auch die Stürme von Kap Hoorn abzureiten. Und das in Rekordzeit.

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Ein Modell des Flying P-Liners Preussen, ein Fünfmast-Vollschiff und noch bis ins 21. Jahrhundert(!) der größte Segler, der je gebaut wurde.

Richtig kribbelt es im Bauch aber erst, als ich unter Deck ankomme. In der vorderen Hälfte des Schiffes ist der Frachtraum erhalten geblieben. Erst dort begreife ich, was 8 Meter Schiffsrumpfhöhe wirklich bedeuten. Noch unvorstellbarerer wird mir in diesem Augenblick die Tatsache, dass dieses Schiff in Rekordzeit über die Weltmeere segeln konnte. Segeln. Ohne Hilfsantriebe. Nur mit Windkraft.

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Der Frachtraum der Passat.

Lange stehe ich vor den verschiedenen Reiseberichten, teilweise in Form eines kurzen Filmes, teilweise in Form von großen Wandtafeln mit alten Fotos. Auch heute, einen Tag später verschwinden die Bilder nicht aus meinen Gedanken. Ebenso wie viele kleine Details. Beispielsweise der 34 Tonnen schwere Anker (inklusive Kette). Oder die in liebevollen Details nachgestellten Szenen.

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Die Kombüse

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Der Funkraum

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Das Lichten des Ankers war Handarbeit…

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Das Getriebe, über das der Anker gehoben wurde – eines der vielen Originalbauteile!

Ein Teil von mir findet es unglaublich schade, dass diese Schiffe weitestgehend von den Meeren verschwunden sind. Nachvollziebar und völlig schlüssig, aber nichts desto trotz schade.

Nur noch vier Flying P-Liner sind erhalten, nur noch einer davon fährt tatsächlich zur See. Die Padua segelt noch heute als Segelschulschiff unter russischer Flagge. Sie war eine Reparationszahlung und führt heute den Namen Kruzenshtern.

Was mir bleibt ist die Faszination eines in der heutigen Welt beinahe unglaublichen Schiffes, einer Meisterleistung der deutschen Ingenieurskunst. Dieses Gefühl wird mich – und noch viel mehr den kleinen Jungen in mir – noch lange begleiten.

Vielen Dank an die Stadt Lübeck, die diesen Teil der deutschen Geschichte erhalten hat.

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Liebe Frau Käferin

heute kam Deine kleine Aufmerksamkeit an. Eigentlich war ich schon fast aus dem Haus, aber der Kasten mußte noch geleert werden. 

Das Engelchen ist wunderbar und paßt gut zu unserem Haus. Und so liebevoll gearbeitete Handwärmer kann man immer gebrauchen, auch wenn es bei uns eher nicht kalt ist. Kommt aber bestimmt noch. Zusammen mit denen von Quiltfru, von denen die Kindelein noch nichts wissen dürfen, haben wir dann genug für die Familie. 

Fühle Dich ganz arg gedrückt, das Käferchen gleich mit, denn sie hat bestimmt geholfen. 

Fotos gibt es dummerweise keine, dafür aber welche von der beleuchteten Eis“skulptur“ im Grödnertal, die mir heute über den Weg lief. Deren Standort erklärt vielleicht auch, warum ich eigentlich schon aus dem Hause war..,

Sommerurlaub 2016 – VI

Und dann ging es wieder zurück Richtung Heimat.

Wir brachen mit der ersten Fähre früh um sechs Uhr auf. Es schauerte und das Inselwetter für den Tag war durchwachsen vorhergesagt.

Bereits auf Höhe Hamburg war uns aber klar, dass es warm werden würde. Glücklicherweise hatte ich vorgesorgt und für jeden hitzetaugliche Kleidung dabei. Gegen Mittag suchten wir uns wieder ein Städchen, dessen Wiki.pediaartikel verheißungsvoll klang. Mobiles Internet ist manchmal schon eine feine Sache.

Dieses Mal verschlug es uns nach Bad Gandersheim, was wirklich eine hübsche Altstadt mit einer beeindruckenden alten Kirche hat. Das Lokal fürs Mittagessen war zwar eher eine Kneipe, aber das italienische Essen war gut, so dass wir über das nicht ganz optimale Ambiente hinwegsahen.

Ansonsten wäre ich da am Liebsten wieder umgedreht und auf meine Insel zurück gefahren. 34 Grad – das braucht doch kein Mensch. Vor allem nicht mein Kreislauf und ich…

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Sommerurlaub 2016 – V

Tja – und die letzten Tage hatten wir wieder traumhaftes Sommerwetter. Warm genug, dass wir hinter unserem Windschutz ordentlich ins Schwitzen gerieten und wir mehrmals am Tag zum Abkühlen ist Wasser tauchten. Die Kinder haben nun auch verstanden, wie man Wellen „fängt“. Man muss sich nämlich in die brechenden Wellen hineinwerfen, das ist super. Natürlich waren es nur ganz kleine Wellen, da bei solchem Wetter nun mal kaum Brandung da ist. Aber für die Kinder waren die genau richtig!

Ein paar Impressionen lasse ich Ihnen noch da. Pünktlich zum Vorabend der Abreise kam dann das schlechte Wetter und in der Nacht ging ein Gewitter über uns nieder, das sich gewaschen hatte.

Sommerurlaub 2016 – IV

Auch wenn das Wetter nicht zum am-Strand-liegen einlädt, kann man auf meiner Lieblingsinsel einiges unternehmen. An deren Südspitze liegt nämlich Sonderho, eine alte Seefahrer“stadt“, die einmal – vor sehr langer Zeit – sehr bedeutend gewesen ist. Aus dieser Zeit stammt auch das älteste Seezeichen Dänemarks, das inzwischen nur noch als Nachbau erhalten ist und auch nur noch eines von zwei Bestandteilen. Das war unheimlich interessant, vor allem auch, weil ich dieses Ding noch gar nicht kannte – und das, obwohl ich schon so oft in Sonderho gewesen bin.

Auf dem Flohmarkt erstanden wir zweit Tüten mit Legosteinen, mit denen die Kinder dann wirklich ausgiebig spielten. Es entstanden unter anderem eine ganz tolle Autofähre und ein Ruderboot mit Männlein und Rudern – Junior hat nämlich interessiert beim Rudern anläßlich der olympischen Spiele geguckt.

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Flohmarkt in Sonderho


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Dänemarks älteste Seemarke


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inclusive Beschreibung


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Natürlich gibt’s da auch Schätze zu finden


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Ich liebe diese hübschen Häuschen!

Abgesehen einmal davon kann man auch bei schlechtem Wetter am Strand spazieren gehen. Man tut allerdings gut daran, wenn man einen Satz Kleidung zum Wechseln dabei hat – ich war vorbereitet, nur das Handtuch hatte ich vergessen – denn für die Kinder gibt es beim Baden kein schlechtes Wetter!

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Sommerurlaub 2016 – III

Die ersten Tage auf der Insel waren traumhaft schön. Der Wettergott meinte es wirklich gut mit uns, so dass wir jeden Tag von elf bis halb vier/vier am Strand zu finden waren.

Am ersten Tag hatten wir noch so unsere Probleme mit dem Aufbau des Windschutzes, aber als uns dann eingefallen war, dass Herr Vater uns geraten hatte, die drei Teile der Stangen mittels Leuko.silk zusammenzuhalten ging auch das Aufbauen immer schneller.

Die Kinder buddelten sich Klein-Venedig zusammen, es wurden einfache Burgen gebaut und mit Muscheln verziert, auch eine ganz besonders schicke Burg mit Türmen und Treppe entstand. Dummerweise diese erst am Tag, bevor der Regen kam, so dass wir sie gar nicht richtig würdigen konnten, geschweige denn erweitern.

Zwischendrin sauste die Sippschaft dann zum örtlichen Drachenladen und erstand gar wunderbare Spielzeuge. Für das Prinzeßchen einen Kinderdrachen, nicht lenkbar, aber dafür einfach zu fliegen und mit Robbe. Ganz wichtig! Für Junior gab es einen Lenkdrachen mit Spezialstoffröhren, wodurch er leichter zu fliegen ist. Innerhalb von zwei Stunden hatte Junior das Ding im Griff und fliegt nun auch schon Wendungen. Nur die Loopings haben noch nicht regelmäßig geklappt.

Schnäuzelchen wiederum gönnte sich einen bunten Erwachsenendrachen. Den kann man mit einer Schnur fliegen lassen oder man kann ihn zum Lenkdrachen umbauen. Zunächst jedoch kam er nur als hübsches Accessoire des Windschutzes zum Einsatz, denn immerhin musste Schnäuzelchen ja mit Junior üben und außerdem hatten unsere Strandnachbarn so das Kämpfen mit ihrem Lenkdrachen, dass Schnäuzelchen hier zum Einsatz als Lenkdrachenlehrer kam.

 

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Der Strand ist voll

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Prinzesschens Drachen

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Schnäuzelchens Drachen

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Vater und Sohn

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Junior in Action

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Der besucht uns täglich am Haus

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Am ersten Tag war’s noch frisch

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ins Wasser ging’s trotzdem

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das sind nicht unsere, auch wenn Schnäuzelchen das gerne so hätte

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Klein Venedig

 

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Wow!

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Traumhafte Nordsee

Sommerurlaub 2016 – II

Am Nachmittag unseres ersten Reisetages hatten wir uns eigentlich mit meinem Cousin und dessen Familie – vier Kinder hoch – in der Nähe von Lüneburg treffen wollen. Dummerweise hatten sich alle Kinder im Verlauf der Woche krank gemeldet und am Samstag erwischte es dann auch noch meines Cousins Frau. Das war ausgesprochen schade, denn es ist mein Lieblingscousin, den ich sonst nie sehe, aber eine Krankheit wollten wir uns nicht mit in den Urlaub nehmen. Ganz zu schweigen davon, dass wir für die Lüneburger ja nur eine Belastung gewesen wären.

Aber eine ganz tolle Empfehlung bekamen wir von der Verwandtschaft. Nämlich den Wildpark Lüneburger Heide. Dort verbrachten wir dann auch den Nachmittag, um am Abend Lüneburg aufzusuchen und in einer Jugendherberge zu übernachten.

Wenn Sie einmal in die Ecke kommen – der Wildpark ist unbedingt einen Besuch wert!!!

(Dummerweise war der Akku der Kamera schnell leer, sodass nur eine kleine Handvoll Bilder entstanden sind…)

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