Zwergi

Zweimal wöchentlich ist ja nun für Zwergi „Arbeiten“ angesagt. Wobei der Begriff eigentlich nicht den Kern der Sache trifft.

Wir lassen ein paar Runden freilaufen, um die Stimmung festzustellen. In der Regel ist das sehr entspannt und es wird nur gemütlich getrabt. Selten mal galoppiert.

Es sei denn, ich wage es, zur Futterzeit aufzutauchen. Dann reagiert Madame ausgesprochen ungehalten und es wird sich erst mal bockend und wiehernd verausgabt.

Dennoch machen wir langsame Fortschritte. Inzwischen habe ich den Zügel am Kappzaum. Auf der linken Hand funktionieren die Übergänge aus dem Schritt zum Halt schon gut. Meist steht sie still, nur manchmal weicht die Hinterhand nach außen aus.

Beim Führen von rechts hatten wir anfänglich Diskussionen. Geht ja gar nicht, dass der Zweibeiner an der „falschen“ Seite geht.

Bei den ersten Versuchen riß sie sich los und bockte davon. Beim zweiten Mal ruderte sie immer mit ihrem Kopf in meine Richtung, was meiner Brille nicht gut tat. Zum Glück kann Schnäuzelchen löten, sodass das Nasenpad nun wieder sitzt. Ab sofort gehe ich mit Kontaktlinsen zum Jungpferdeausbildung. Eh vernünftiger.

Beim dritten Übungstag – gestern – war auch das Vergangenheit, sie marschierte auch von rechts geführt prima mit und die ersten Übergänge zum Halt gelangen auch gut.

Übrigens dauern unsere Einheiten in der Regel um und bei 20 Minuten. Zehn Minuten fürs Warm- und Ablaufen, zehn Minuten für die eigentliche Handarbeit.

Sonntagsschnipsel

Wieder ein Wetterchen zum Eier legen.

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Auf-Stock-setzen der Weigelie beendet.

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Nach meinen drei Clematis gesucht. Alle drei komplett zurückgefroren. An den Etiketten steht „ausreichende Winterhärte bei normalem Winter“. Ausreichend hört sich ehrlich gesagt nicht vielversprechend an. Und nach welchem Maßstab bemißt sich heute ein normaler Winter? Und was hatten wir??

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Dem THW gegen Magdeburg die Daumen gedrückt und dabei das unterbrochene Projekt Hexagondecke wieder aufgegriffen.

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Zwergi wieder ein Viertelstündchen an der Longe gehabt. Zur Halle hin und zurück heute ohne Probleme. Die ersten paar Runden an der Longe noch mit Bocken, dann brav um mich rum. Und danach erstmalig ein paar Runden entspannten Schrittes in der Halle außenrum geführt. Dazu hatte sie bislang zu wenig Ruhe.

Das war das dritte Mal an der Longe.

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Sonnig, 14 Grad, kein Niederschlag.

Es wird ernst

Heute war Zwergi das zweite Mal in der kleinen Halle. Zwischen den beiden Terminen lagen zehn Tage.

War der Weg zur Halle letztes Mal noch reichlich unheimlich, ging das heute eigentlich schon recht gut. Der Misthaufen war noch nicht hochgeschoben und der restliche Weg wurde durch – O Schreck! – eine Pfütze versperrt.

Mit ein wenig gutem Zureden marschierte sie dann aber problemlos durch und auch die noch folgenden Matsch- und Wasserstellen auf dem Weg zur Halle waren unproblematisch.

In der Halle zeigte sie sich dann heute deutlich selbstbewußter als noch das letzte Mal. Quiekend und ausschlagend bockte sie um mich herum. Bis auf einmal blieb sie dabei aber problemlos auf der Zirkellinie um mich herum, also alles völlig normal für so ein Junggemüse. Nach zehn Minuten war dann auch genug gelaufen und wir machten uns auf den Weg zurück in den Stall.

Da nun neben dem Weg ein Gabelstapler stand – neeeein, der war da vorher bestimmt noch nicht! – versuchte sie mir zunächst klarzumachen, dass man an dem nicht vorbeikönne und der bessere Weg direkt über den Misthaufen führe. Immerhin ließ sie sich zum Stehenbleiben und Gucken überreden.

Wie – der bewegt sich ja gar nicht?

Ist gut, der frißt keine kleinen Pferdemädels – ich geh dann mal weiter.

War da irgendwas?!?

Echt wahr, ich hab mich nur über sie amüsiert …

Deppert…

Da predige ich doch seit Jahren allen, man solle ein junges Pferd nie ohne Handschuhe führen. Und was tu ich heute selber?

Richtig – Zwergi ohne Handschuhe führen. Es ging auf den Auslauf, und zwar einen für sie und die Friesenfreundin sollte auf den Nachbarauslauf. Getrennt sein üben. Große Empörung und Aufregung beim roten Nachwuchs (beim Friesen auch). Alles handelbar – aber nen Blutigen an der Pfote gab‘s vom Strick (oder was auch immer) eben doch.

Dann hatte ich mein Handy im Auto gelassen, sodass Sie jetzt kein Photo einer aufgeregt trabenden Zwergi zu sehen bekommen. Schade eigentlich, denn das sah wirklich sehr gut aus und ich freue mich schon darauf, wenn ich sie endlich anreiten kann…

Das Zigeunermaß habe ich heute auch bemüht, mißt sie doch derzeit erst 1,57m und ich war neugierig, womit ich noch an Wachstum rechnen kann. Das Zigeunermaß ist natürlich keine exakte Wissenschaft, aber im Großen und Ganzen stimmt es wohl. Demnach darf ich noch mit einer guten Handbreit Wachstum rechnen, damit wäre sie dann im Bereich ihrer Mutter – völlig ausreichend!

Zu guter Letzt: Rutschen Sie gut ins neue Jahr!

Friesenzähmen leicht gemacht…

… oder so ähnlich hieß es heute mal wieder.

Diesmal war die Friesische wieder reichlich unbegeistert, als ich mit Zwergi die Stallgasse hinunter marschierte. Fünf oder sechs Mal sind wir nur wenige Meter gegangen, haben dort kurz gewartet und sind wieder zur Box mit der Friesischen zurück gegangen. Dann platzte der Knoten und sie erkannte „Die kommt ja immer wieder“ und wir konnten erst die halbe, dann die ganze Stallgasse hinunter marschieren.

Dabei gab es dann noch eine kurze Irritation, denn da hatte doch tatsächlich jemand eine Tannengrüngirlande mit goldenen Sternen über der Stallgasse gespannt. Zwergi blieb davor stehen und bekam große Augen. Da wollte sie nicht drunter durch laufen.

Also noch mal zurück zur Box, ein kurzer Schnack mit der Friesischen- und noch einmal los. Diesmal war die Girlande vollkommen uninteressant und Zwergi ging anstandslos unten durch.

In fünf Tagen ist sie übrigens genau zweieinhalb Jahre alt.

Zwergi

… war beim letzten Besuch noch hinten deutlich höher als vorne. Nun hat sie vorne nachgeschoben.

Der ausgedachte Plan für die Friesische funktionierte bestens. Ich rein in die Box, den Friesen aufgehalftert. Wer braucht so viel Schopf und Mähne, Bitteschön? Ich hab das Halfter eher im Langhaar verwurstelt als über die Ohren gezogen. Irgendwann saß es dann aber doch, die Friesische war angebunden und ich konnte mit Zwergi seelenruhig auf die Stallgasse marschieren.

Dort erst mal anbinden und Hufe geben üben. Drei gingen bestens, hinten rechts fand sie sehr doof. Bis mir dann auffiel , dass sie hinten links extrem weit hinten raus stand, da war das Gleichgewicht dann wohl nicht vorhanden. Also das linke Hinterbein nach vorne geschoben, dann ging das Aufheben des rechten Hinterbeines problemlos.

Schließlich bin ich los marschiert. Zwei Tritte, anhalten. Gucken, was die Friesische macht. Alles ruhig? Dann die nächsten zwei Tritte. So verholten wir uns heute bis ans Ende der Stallgasse. Lediglich bei den letzten Metern wurde die Friesische dann unruhig.

Das Abhalftern der Friesischen war dann etwas spannend- Zwergi dackelte nämlich schnurstracks aus der Box auf den Auslauf und die andere wollte bitte gestern hinterher. Haben wir aber doch noch irgendwie hingekriegt.

Dreckiger Zweijähriger. Die darf das.

Besuch beim Zwerg, der kein Zwerg mehr ist…

Heute war mal wieder ein Besuch beim Junggemüse fällig. Inzwischen sind Zwergi und ihre friesische Freundin wieder in ihrer großen Box im Stall mit Zugang zum Winterauslauf eingezogen. Und so langsam, habe ich mir vorgenommen, soll es mit der weiteren Erziehung weiter gehen.

Schritt 1: Wir verlassen die Box, während die Friesische drin bleiben muss. Das Verlassen war nicht das Problem – die Friesische fand es allerdings uncool, dass ihre Besitzerin sie nicht auch mit raus gehen ließ und wurde etwas unhandlich. Da wird für‘s nächste Mal etwas Neues überlegt, ich habe schon so ein paar Gedanken.

Anbinden auf der Stallgasse und das Geben aller vier Hufe war unproblematisch. Es geht halt nichts über einen guten Aufzuchtplatz.

Das Wegführen von der Box war dann schon mit deutlicher Unruhe verbunden. Mitnichten allerdings bei Zwergi – die Friesische war ungehalten, dass ihre Freundin sich zehn Meterchen von ihr fortbewegte. Wir übten das drei Mal, dann durfte das rote Pferdchen wieder zum Schwarzen. Da liegt noch ein Stück Arbeit vor uns. Die Friesische wird‘s schon lernen.

Was dienstags so los ist…

Sonntag Nachmittag hatten wir Zwergi in die Pferdeklinik bringen müssen. Verdacht auf einen vereiterten Backenzahn… Als zuverlässige Helferin fungierte die Rote, mit deren Hilfe es in einer halben Stunde gelang, Zwergi auf den Anhänger zu bugsieren. Dass wir vorher ohne „Hilfe“ der Roten eineinhalb Stunden erfolglos versucht hatten, trete ich lieber nicht so breit… völlig normal übrigens für ein so junges Pferd…

Heute durfte Zwergi dann schon wieder nach Hause, da sich der Verdacht – glücklicherweise – nicht bestätigt hatte. Heute dauerte das Verladen nur 15 Minuten. Diesmal gleich mit Hilfe der roten Mama.

Zwei Meter bevor wir dann in Zwergis heimischem Stall bei ihrer Kumpeline ankamen, trat sie mir noch gekonnt auf die Zehe… erinnert mich an ihre Mutter in jungen Jahren… die war auch ein Meister der Sidesteps mit Fuß drunter… allerdings sah mein Zeh damals nie so blau aus…

Während ich mit den Pferden unterwegs war, waren Schnäuzelchen und die Kinder fleißig. Sie schnitten den Koppelzaun aus. Inclusive einer Wildrose mit mindestens drei Zentimeter dicken Ästen, die in den Zaun wucherte. Schnäuzelchen meinte, er fühle sich nach dem Kampf mit ihr so zerschrammt wie Br.uce Wil.lis … Na, so lange er nicht „Let it snow…“ singt…

Und das Puzzle ist auch schon ein ordentliches Stück weiter gediehen!

Dienstag, 7.4., sonnig, 21 Grad, 0 ltr.