Pflanzensichtung 

Nachdem heute schönes Wetter ist, habe ich mich am Nachmittag endlich den Pflanzen gewidmet, die Herr Vater und ich im April aus der Erde geholt hatten.

Seit April liegen sie nun im Schatten der Garage des Nachbarn auf einer Plastikplane. Erst kam der furchtbaren Regen, dann die Hitze des Sommers. Eigentlich rechnete ich nicht damit, dass ich da noch viel Verwertbares finden würde.

Allerdings bin ich jetzt doch ziemlich überrascht. Die unbekannte weiße Rose, die noch von der Vorbesitzerin unseres Hauses stammt, hat seit April in einem Topf Wasser gestanden. Es geht ihr gut. Jetzt wächst sie immer noch in einem Topf, aber mit der Erde des demontierten Hochbeetes befüllt. 

Das gleiche gilt für die Rose der Hoffnung. Alle drei Pflanzen haben nun einen schönen Topf bekommen. 

Ebenso eingetopft habe ich Orange Climber, eine Kletterrose, die mit Erdballen auf der Plane gelegen hatte. Die beiden roten Rosen der Vorbesitzerin, die Erdballen durchsetzt mit Gras und jeder Menge Wurzelunkraut, liegen jetzt über Nacht in einem Pott mit Wasser. Morgen kann ich sie dann abspülen und damit auch das Wurzelunkraut entfernen. Ein Wasserbad bekam auch die Lenzrose. Dummerweise weiß ich nicht mehr, ob es eine weiße oder eine rote war. 

Am meisten erstaunte mich aber die rote Pfingstrose. Sie sah doch extrem vertrocknet aus, aber nachdem ich die alte Erde abgespült hatte – und mit ihr Unmengen an Windenwurzeln – erkannte man zahlreichen unterirdischen Austrieb. Also auch ab mit dieser in einen Topf mit Hochbeeterde. 

Und morgen ist dann der Rest dran.  dran. 

Endspurt 

Nachdem sich dessen Anrücken der Bauleute wieder einmal verzögert hatte – Herr Baggerfahrer waren noch im Urlaub – ging es heute endlich los! 

Es ist faszinierend, wie groß so ein Garten ist, wenn er wieder eben ist und keine Hügellandschaft mehr. 

Frau Mutter und ich haben heute auch schon fleißig geplant, welche Kletterrose sich für welche Hauswand eignen würde…

Zum Vergleich geht’s hier lang

Zwiebeln, Kartoffeln, Kräuter

… Habe ich heute geerntet. Das erste Mal überhaupt habe ich meine Zwiebeln zu Zöpfen geflochten. Das ist gar nicht schwierig, hätte ich nicht so gedacht. Hält auch wunderbar zusammen. Und sieht einfach hübsch aus.

Die Kartoffeln auf dem Hochbeet entstanden aus im letzten Jahr übersehenen und daher nicht geernteten Kartoffeln. Dabei hatte ich das Beet wirklich gründlich durchforstet. Allerdings frage ich mich, was diese Kartoffeln an Nährstoffen in diesem uralten Beet gefunden haben. Von Rechts wegen dürften da gar keine mehr drin gewesen sein. Wenn ich aber diese Kartoffelmonster ansehe…

Wie war das noch mal? Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln. Mann, muss ich deppert sein. 

Dann habe ich auch noch geschafft, den kompletten Rosmarin abzuernten und zum Trocknen zu hängen. Ebenso den Thymian und die Melisse. Nachdem auch nahezu zu die gesamte Petersilie schon eingefroren ist, kann ich behaupten, dass ich noch nie so viele Kräuter geerntet habe. 

Und das schönste: als ich die Kartoffeln aus dem Bett holte, war alles noch knochentrocken. Jetzt schüttet es. Das hätte einen schönen Schmierkram gegeben….

RUMS #37 – Strandkleid

Hier gibt es noch einmal Bilder aus der Sommerfrische. Aufgenommen wurden sie am selben Tag wie mein Rums der letzten Woche, aber man soll ja sein Pulver nicht auf einmal verschießen. Daher habe ich heute eben wieder etwas Sommerliches für Euch.

Lange habe ich zwischen verschiedenen Schnitten für mein Strandkleid geschwankt. Und noch nicht einmal der Stoff war dafür vorgesehen, eigentlich wollte ich mir daraus ein Oberteil nähen. Nun gut, jetzt ist es eben ein verlängertes Oberteil geworden.

Genäht war MaKikky von ki-ba-doo ratzfatz. Und es trägt sich sehr bequem, perfekt war es auch für heiße Tage geeignet. Und Schnäuzelchen gefällt es auch. Also alles bestens.

Nur das Fotografieren war nicht so einfach zu erledigen. Beim ersten Versuch am Strand war ich so gar nicht angetan von den Bildern. Irgendwie stand ich immer komisch da, mit hängenden Schultern. Muss wohl an der völligen Entspannung des Sommerurlaubs auf meiner Lieblingsinsel gelegen haben.

Jedenfalls musste ein neuer Versuch gestartet werden und daher ging es mit einem Rucksack, in dem sich verschiedene Kleidungsstücke befanden, ab in die Dünen. Einfach war es aber auch hier nicht. „Stell Dich doch mal gerade hin“, befand Schnäuzelchen. „Ich steh doch gerade“, meckerte ich. „Nee, du hängst total nach hinten!“ Ich neigte mich also nach vorne, bis Herr Fotograf meinten, ich stünde gerade. Soll ich Ihnen was sagen? Hat sich total schief angefühlt…

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Das Abernten beginnt

Der Gemüsegarten besteht mehr aus Unkraut als sonstwas. Weniger meine Beete, die sind schon in Schuß. 

Aber durch das Entfernen der Thujahecke zum Auslauf ist der Giersch dort richtiggehend explodiert, ebenso die Brennessel. Das Auslegen einer lichtdichten  Plane half nicht, das Zeug wächst darunter weiter. 

Die Himbeere und der Rhabarber sind komplett überwuchert, die Johannisbeerbüsche voller Ackerwinde. 

Letztere konnte ich die vergangenen Jahre gerade so in Schach halten. Aber es ist mühselig. 

Und da das Hochbeet nach nunmehr sechs Jahren (oder so) auch auseinanderfällt, haben wir beschlossen: wenn die Bagger kommen hat auch der Gemüsegarten seinen letzten Tag an dieser Stelle. 

Daher muss ich nun abernten was geht. Angefangen habe ich gestern mit der Petersilie. Zwei schöne Sträuße dieser Größe – was ungefähr ein Drittel meiner Gesamtpersille ist – wurde kleingehackt und eingefroren.