Turnier Nummer drei

für unseren Jungspund im Stall, Granja.  Erstmalig bin ich bereits am Hänger aufgesessen, ablongieren erschien mir nicht mehr nötig, weil sie wirklich sehr ruhig war. Einmal regte sie sich kurz auf, als ein anderes Pferd versuchte, seinen Hänger zu zerlegen, aber das war es auch schon. Gemeinsam mit unserem Nachbarn vom Hängerparkplatz ritt ich zur Abreitehalle. Die Halle war proppenvoll, weil zeitgleich zu unserer Dressurpferde-A noch eine andere Prüfung stattfand.

Granja fand das natürlich zunächst entsetzlich. Wenn ihr ein Pferd zu nahe kam (oder auch nur seinen Schweif in ihre Richtung wedelte), schrak sie zur Seite. Das ist einfach ein Nachteil unseres kleinen Stalls. Sie kennt nur ihre Koppelgenossinnen und ist in aller Regel allein auf dem Reitplatz. Und falls doch mal ein anderes Pferd gleichzeitig geritten wird, ist das ja immer einer ihrer Koppelfreunde. Aber das bekommen wir auch noch hin.

Beim Abreiten klappte sonst alles gut. Vor allem war ich doch überrascht, dass sie schon in der Lage war, die lange Seite einer Sechzigerhalle in der Trabverstärkung durchzuhalten. Das hätte ich ihr noch gar nicht zugetraut…. Im Viereck selbst gabs dann erst mal kurze Probleme mit der weißen Begrenzung, viel schlimmer waren allerdings die beiden Lautsprecher und die Reihe Topfbäume, die unser Viereck vom anderen abgrenzten. Da bekam ich sie die gesamte Aufgabe über nur mit sehr starkem Beineinsatz und deutlicher Innenstellung dran vorbei. Für ihren Ausbildungsstand trug sie sich recht ordentlich, obwohl ich für meinen Geschmack zu viel in der Hand hatte.

Dennoch aber saßen die Übergänge, die Schlangenlinie durch die Bahn gelang gut und das Überstreichen im Galopp mitsamt darauf folgendem Aufnehmen klappte sehr sehr schön. Ebenso auch beim Zügel aus der Hand kauen. Daraus resultierte dann auch eine 7,0 für die Durchlässigkeit. Für den Trab gabs ne 7, für Schritt und Galopp nur 6,5. Beides gerechtfertigt, im Schritt zog sie überhaupt nicht nach vorne und kam von daher nicht wirklich zum Schreiten. Und im Galopp brauchts halt insgesamt noch mehr Bergauf und noch mehr Tragkraft. Die hat sie aber noch nicht. Kann sie auch nicht haben, immerhin kann man ja sagen, dass sie erst seit vier Monaten wirklich Muskulatur aufbauen kann, weil sie vorher eher gemütlich gearbeitet wurde.

Im Gesamteindruck gabs dann auch eine 7  – Im Schnitt dann eine 6,8. Und damit waren wir exakt ein Zehntel aus der Platzierung! Mit diesem Ergebnis war ich wirklich sehr sehr zufrieden. Schade nur, dass unsere Videokamera nicht sofort tat, was sie sollte und Frau Mutter derart irritierte, dass sie die Prüfung dann doch nicht filmte. Beim nächsten Mal klappt es aber bestimmt!

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